Geschäftszahlen 1. Januar – 31. März 2005

09.05.2005

Die Gruppe

  • Mit Quartalsgewinn von 688 Mio. € auf Zielkurs 

  • In Erst- und Rückversicherung deutliche Ergebnissteigerungen

  • Vertragserneuerungen in der Rückversicherung zum 1. April festigten Ertragspotenzial weiter

"Ein guter Start ins Geschäftsjahr 2005. Unsere strikte Ertragsorientierung zahlt sich aus. Der Quartalsgewinn von 688 Mio. € liegt höher als in allen Quartalen des Vorjahres. Für eine verlässliche Prognose ist es zu früh, doch mit dem Ergebnis der ersten drei Monate halten wir Kurs auf unser ambitioniertes Renditeziel von 12 %", so Vorstandsmitglied Jörg Schneider in einer Medientelefonkonferenz. "Die Schaden-Kosten-Quote in der Rückversicherung blieb mit 96,5 % unter unserem Jahresziel von 97 %, obwohl der Großschadenanfall höher war als im Vorjahr. Das spricht für die sehr solide Qualität unseres Basisgeschäfts. Und auch die ERGO hat zugelegt auf einen Quartalsgewinn von 69 (55) Mio. €."

Die Dreimonatszahlen der Münchener-Rück-Gruppe zusammengefasst

Der Quartalsgewinn* erhöhte sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 26,7 % auf 688 Mio. € nach Steuern. Das operative Ergebnis (vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte) wuchs um 17,7 % auf hervorragende 1 132 Mio. €. Die Beitragseinnahmen lagen mit 10,2 (10,4) Mrd. € infolge der strikt ertragsorientierten Zeichnungspolitik erwartungsgemäß knapp unter Vorjahresniveau. Das Eigenkapital* stieg erneut auf nun 21,3 (31.12.: 20,7) Mrd. €.

*Gemäß Erstanwendung von IAS 1 (rev. 2003) angepasster Ausweis ab 1.1.2005: In der Bilanz und in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden Minderheitsanteile nun als Eigenkapital- bzw. Ergebnisbestandteil dargestellt. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Rückversicherung: sehr gute Schaden-Kosten-Quote trotz Großschäden

Die Rückversicherung setzte im ersten Quartal den erfreulichen Geschäftsverlauf des Jahres 2004 fort. Zum Ergebnis der Gruppe trug sie mit einem kräftigen Gewinn von 601 (503) Mio. € bei. Das Ergebnis vor Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte übertrifft mit 942 (809) Mio. € sehr deutlich das hohe Vorjahresniveau.

Das Kapitalanlageergebnis der Rückversicherung betrug aufgrund geringerer Abschreibungen und Veräußerungsverluste sowie höherer Veräußerungsgewinne 1 014 (771) Mio. €. Die Beiträge gingen um 5,3 % auf 5,8 (6,2) Mrd. € zurück.

Das Segment Leben und Gesundheit trug mit 129 (74) Mio. € zur Gewinnerhöhung in der Rückversicherung bei. Der Umsatz stabilisierte sich nach einigen Jahren starken Anstiegs bei 1,9 Mrd. €. Die Lebensrückversicherung weist ein Plus von 2,9 % auf 1,5 Mrd. € auf. Im Bereich Gesundheit verringerte sich das Beitragsvolumen auf 379 (435) Mio. € wegen vereinzelter Anteilreduzierungen durch Kunden und Geschäftsaufgabe infolge der strikt ertragsorientierten Geschäftspolitik der Münchener Rück.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung konzentrierte sich die Gruppe – bei den Vertragserneuerungen zu Beginn des Jahres wie auch zum 1. April – weiter erfolgreich auf risikogerechte Preise und Bedingungen. Dafür wurde ein Beitragsrückgang auf 3,9 (4,2) Mrd. € in Kauf genommen, zu dem auch das planmäßige Auslaufen eines besonders großen Quotenvertrags (RSA) beitrug. Im Rahmen des weiterhin strikt am Ergebnis orientierten Zeichnungsverhaltens wurden u. a. Teile des wettbewerbsintensiven US-Haftpflichtgeschäfts mit Industriekunden aufgegeben, weil Renditeanforderungen nicht realisierbar erschienen.

Wegen der hervorragenden Qualität des Portefeuilles konnte die gestiegene Zahl von Großschäden im ersten Quartal gut verkraftet werden: So zog Wintersturm Erwin im Januar über Nordeuropa und brachte für die Münchener Rück Schäden von 70 Mio. €; der Brand eines Madrider Hochhauses schlug mit 35 Mio. € zu Buche. Trotzdem blieb die Schaden-Kosten-Quote unter der Zielmarke von 97 % und mit 96,5 (96,3) % auf gutem Niveau; 2,4 (0,0) Prozentpunkte resultierten hierbei aus Naturkatastrophen.

Die American Re, die im US-Nichtlebengeschäft tätige größte Rückversicherungstochter der Gruppe, weist gemäß US-GAAP für die ersten drei Monate bei Bruttobeitragseinnahmen von 954 (975) Mio. US$ einen Gewinn nach Steuern von 88 (81) Mio. US$ aus. Schneider zeigte sich zufrieden mit der aktuellen Entwicklung in den USA: "Bei der American Re sind wir mit unserem neu gezeichneten Geschäft gut unterwegs und haben für das Anfalljahr 2005 mit allen Schäden, die das laufende Jahr betreffen, eine Schaden-Kosten-Quote von 96 % im Visier." Unsicherheiten ergäben sich allerdings weiterhin aus den Risiken bei der Bemessung der Rückstellungen für die Schäden früherer Jahre, insbesondere im Haftpflichtbereich.

Erstversicherung steigert Quartalsgewinn auf 121 Mio.

Die Erstversicherer der Münchener-Rück-Gruppe – ERGO, Karlsruher, Europäische Reiseversicherung und das Watkins-Syndikat mit seinem Schwerpunkt auf dem internationalen Transportversicherungsgeschäft trugen mit einem Überschuss von 121 Mio. € mehr als doppelt so stark wie im Vergleichszeitraum 2004 (55 Mio. €) zum Gruppenergebnis bei. Der operative Gewinn (vor Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte) erhöhte sich auf 198 (162) Mio. €. Das Kapitalanlageergebnis betrug 1,5 (1,1) Mrd. €. Die Beiträge in der Erstversicherung blieben mit 4,8 Mrd. € stabil.

Das Segment Leben und Gesundheit wuchs insgesamt um 3,9 %. Die Lebensversicherer erzielten in den ersten drei Monaten unverändert Beiträge von 1,8 Mrd. €. Dabei wirkte sich vor allem das im vierten Quartal 2004 abgeschlossene gute Neugeschäft aus laufenden Beiträgen positiv aus. Nach dem auch von Vorzieheffekten geprägten Neugeschäftsschub gegen Ende des Vorjahres wurden im ersten Quartal erwartungsgemäß weniger Verträge abgeschlossen, jedoch verdoppelte sich das Neugeschäft mit fondsgebundenen Policen. Diese Produkte verbinden für den Versicherungsnehmer die kompletten Anlagemöglichkeiten eines Investmentfonds mit der Absicherung gegen das Todesfall- und Altersrisiko.

Das Beitragsaufkommen des Erstversicherungssegments Gesundheit erhöhte sich um 9,3 % auf 1,3 Mrd. €. Das Neugeschäft mit Ergänzungsversicherungen hat deutlich zugelegt, hier zeigen sich Erfolge aus der Vertriebskooperation mit den gesetzlichen Krankenkassen. Vor allem aber sehen die Versicherten zunehmend die Notwendigkeit, die größer werdenden Lücken des gesetzlichen Systems durch private Vorsorge zu schließen.

In der Schaden- und Unfallversicherung reduzierten sich die Bruttobeiträge um 6,3 % auf 1,8 Mrd. €, das ist vor allem zurückzuführen auf veränderte, weil gleichmäßiger über das Jahr verteilte Beitragsfälligkeiten bei Lloyds Watkins. Die Nettobeiträge waren mit 949 (968) Mio. € beinahe unverändert. Trotz leichter Preissenkungen auf dem deutschen Kraftfahrtmarkt bleibt in der Gruppe der Grundsatz "Ertrag vor Wachstum" bestimmend für das gesamte Segment. Dank eines guten Portfoliomix mit hohem Privatkundenanteil liegt die Schaden-Kosten-Quote – trotz des strengen Winters sowie einiger Stürme in Nord- und Osteuropa – bei 99,1 (95,4) %.

Die ERGO Versicherungsgruppe prägt mit einem Anteil von über 88 % am Umsatz das Geschäftsfeld Erstversicherung maßgeblich. Die Beiträge der ERGO stiegen um 3,2 % auf 4,3 Mrd. €. Die Schaden-Kosten-Quote (inkl. Rechtsschutz) belief sich auf 97,3 (94,1) %. Sie trug – vor Konsolidierung – mit einem gesteigerten Quartalsgewinn von 69 (55) Mio. € zum sehr guten Ergebnis der Münchener-Rück-Gruppe bei.

Kapitalanlagen: kräftiger Ergebnisanstieg auf 2,5 Mrd.

Das Kapitalanlageergebnis der Münchener-Rück-Gruppe verbesserte sich in den ersten drei Monaten kräftig auf 2,5 (1,9) Mrd. €. Die Aktienquote belief sich bei etwas höherem Kursniveau an den Börsen auf 13,8 (13,4) % nach Absicherungsmaßnahmen. Die Gruppe verfolgte weiter konsequent ihren Kurs, Konzentrationsrisiken abzubauen; so verkaufte die ERGO ihren 9,2%igen Anteil an der BHW Holding. Aus dem Portefeuille der Münchener Rück AG wurden die indirekt gehaltenen MAN-Anteile veräußert.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2005

Nach der erfolgreichen Vertragserneuerungsrunde in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung zum Jahreswechsel folgten die Neuabschlüsse in Südkorea und Japan zum 1. April, traditionell zeitversetzt; bei insgesamt verbesserter Ertraghaltigkeit des Portefeuilles erreichte die Münchener Rück hier spürbares Wachstum. Für ihr gesamtes Rückversicherungsgeschäft erwartet die Münchener Rück 2005 einen Rückgang der Beitragseinnahmen um etwa 4 % auf 21,5 Mrd. €, in der Erstversicherung ein Plus von knapp 3 % auf 18,0 Mrd. €. Nach Konsolidierung dürfte der Konzernumsatz insgesamt mit rund 37,6 Mrd. € nur leicht unter dem hohen Vorjahresniveau liegen.

Für eine Ergebnisprognose ist es am Ende eines ersten Quartals zu früh. Die Münchener Rück stellt weiter Gewinn vor Wachstum und hat sich mit einer Rendite von 12 % nach Steuern auf das durchschnittliche Eigenkapital (mit Minderheitsanteilen) ein ambitioniertes Ziel gesetzt.

Den Quartalsbericht I/2005 ebenso wie die Präsentation zur Medien-Telefonkonferenz (heute, 9.30 Uhr) finden Sie – jeweils in Deutsch und Englisch – unter www.munichre.com.
Die Pressekonferenz zu den Halbjahreszahlen findet am 4. August 2005 statt.

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
gez. Schneider           gez. Küppers

Die Münchener-Rück-Gruppe
Die Münchener-Rück-Gruppe ist weltweit tätig, um aus Risiken Wert zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2004 legte sie einen Gewinn von 1 833 Mio. € vor und damit den bisher höchsten der 125-jährigen Unternehmensgeschichte. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf rund 38 Mrd. €, die Kapitalanlagen auf rund 178 Mrd. €. Die Gruppe ist durch starke Diversifizierung ihres Geschäfts gekennzeichnet: Sie ist mit über 40 000 Mitarbeitern in 60 Ländern der Welt vertreten und in allen Versicherungssparten aktiv. Sie ist einer der weltweit führenden Rückversicherer, als auch, mit der ERGO Versicherungsgruppe, der zweitgrößte Anbieter auf dem deutschen Erstversicherungsmarkt. Die Münchener-Rück-Gruppe ist mit der MEAG außerdem im Assetmanagement tätig.

Disclaimer
Diese Medieninformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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