Studie zu Waldbränden
Klimawandel führt zu folgenschwereren Waldbränden
1,5 Minuten Lesezeit
Publiziert am 02.10.2025

Die Studie stärkt das Wissen, wie stark der Klimawandel Wetterkatastrophen beeinflusst. Mehr Prävention ist dringend nötig, um einen weiteren Anstieg der Schäden zu begrenzen. Das betrifft nicht nur Waldbrände, sondern alle wetterbedingte Naturgefahren, die durch den Klimawandel extremer werden.
Tobias Grimm
Chief Climate Scientist
Munich Re
In der Studie analysierten die Autorinnen und Autoren Schäden und Zahl der Todesopfer durch Waldbrände weltweit zwischen 1980 und 2023 und verknüpften die Analyse mit klimatischen Rahmenbedingen, die Waldbrände begünstigen. Die wichtigsten Ergebnisse:
- Sehr schadenträchtige Waldbrände nahmen ab 2015 deutlich zu. 43% der 200 Waldbrände mit den höchsten Schäden ereigneten sich in den letzten zehn Jahren der Beobachtungsperiode. Besonders betroffen sind so genannte „mediterrane Biome“ (Europa, der Süden Südamerikas, der Westen der USA, Südafrika, der Süden Australiens) und Nadelwald-Biome in gemäßigten Breiten (im Wesentlichen der Westen Nordamerikas).
- Die schadenträchtigsten Waldbrände hingen stark mit zunehmend extremen klimatischen Rahmenbedingungen zusammen, dem so genannten „Fire Disaster Weather“ mit hohen Temperaturen und einem daraus verursachten Wasserdampfdefizit sowie Dürre. Häufigkeit und Schwere dieses „Fire Disaster Weather“ haben der Studie zufolge im Beobachtungszeitraum von 1980-2023 erheblich zugenommen.
- Die Ergebnisse weisen den Autoren zufolge darauf hin, dass der Klimawandel einen erheblichen Einfluss („considerable role“) bei der Zunahme extremer Waldbrand-Katastrophen hat. Die Studie befasst sich auch mit wichtigen Möglichkeiten zur Prävention.
2
Experten
Markus Steuer
Consultant und Wildfire Experte, Corporate Underwriting
Tobias Grimm
Chief Climate Scientist
Verwandte Themen
properties.trackTitle
properties.trackSubtitle
0:00