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Leben & Gesundheit

MIRA Digital Suite: die Zukunft der Lebensversicherung hat begonnen

Mit der MIRA Digital Suite für Lebensversicherer von Munich Re nutzen Kunden alle Chancen der Digitalisierung. Ihre Services sind der Schlüssel zu Effizienz, Produktinnovation und neuen Kundengruppen: MIRApply für Arztrückfragen im Antragsprozess und CLARA (Claims Risk Assessment) zur BU-Schadenregulierung. Karsten Steinmetz, Head of Medical Research and Development, im Interview über Strategien und Chancen.

13.06.2018

TOPICS online: Wie ist die Idee zur MIRA Digital Suite entstanden und in welchem Status befindet sie sich?

Karsten Steinmetz:  Ausgangspunkt war eines der größten Hemmnisse im Geschäftsprozess unserer Kunden: Arztrückfragen in der Antragsprüfung. In der bisherigen Form verzögern sie den Antragsprozess massiv, sind zu arbeitsaufwendig und oft inkonsistent in der Auswertung. Um diese Herausforderungen für unsere Kunden im Verkaufsprozess zu lösen, begannen wir vor zwei Jahren mit der Entwicklung von MIRApply.
 
Seit Ende 2017 schließt MIRApply die letzten Lücken im digitalen Antragsprozess erster Versicherungskunden. Zu diesem Zeitpunkt haben wir parallel begonnen mit CLARA ein Leistungsprüfungskonzept unserer australischen Kollegen für den deutschen Markt zu adaptieren und konnten von Erfahrungen profitieren, die wir gerade erst mit MIRApply gemacht hatten. Damit waren der Plattformgedanke und letztlich die MIRA Digital Suite geboren. Beide derzeit angebotenen Lösungen wurden von führenden Marktteilnehmern auf Herz und Nieren getestet und sind erfolgreich im Einsatz.
Die MIRA Digital Suite in zwei Minuten erklärt.
Erfahren Sie hier, wie wir Sie dabei unterstützen, Ihre Digitalisierungslücken gezielt zu schließen.

Erstversicherer reduzieren also mit den neuen Services ihren Aufwand in der Antrags- und Schadenbearbeitung massiv. Darüber hinaus?

Steinmetz: Über die MIRA Digital Suite bieten wir sehr agil und bedarfsgerecht Services, die Probleme im Digitalisierungsprozess bei unseren Kunden adressieren. MIRApply und CLARA sind erst der Anfang. Wir digitalisieren unser Knowhow und stellen es unseren Kunden in Form von maschinenlesbaren Regeln und mittelfristig auch mit Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Verfügung. Die Effizienzgewinne dadurch sind immens. CLARA zum Beispiel halbiert die durchschnittliche Dauer in der BU-Schadenregulierung von 200 auf 100 Tage. Im Idealfall lassen sich Leistungsfälle innerhalb von nur fünf Tag abschließend bearbeiten.
 
Ebenso wichtig sind die Wachstumschancen, die wir unseren Kunden mit der MIRA Digital Suite eröffnen. Die Plattform ermöglicht es Erstversicherern zum Beispiel, neue Kundengruppen aus der Generation Y zu erreichen, indem sie mit uns gemeinsam neue digitale, datenbasierte sowie bedarfsorientierte Produkte schaffen und sie ebenso digital verfügbar machen. Kunden erwarten heutzutage zu Recht mehr als mehrseitige und handschriftlich auszufüllende Antragsformulare. Hier verschaffen wir Erstversicherern mit unserer digitalen Suite echte Wettbewerbsvorteile im Vertrieb – durch sofort wirksame Effizienzvorteile und Wachstumschancen.

Sichtwort neue Produkte und Geschäftsmodelle: Welche Ideen und Pläne gibt es für die Zukunft schon, wohin kann die Reise mit der MIRA Digital Suite gehen?

Steinmetz: Über die MIRA Digital Suite werden wir neue, konsistent strukturierte Daten generieren. Diese fließen aus unterschiedlichen Bereichen wie Underwriting und Claims auf einer Plattform zusammen, sodass sich neue und viel exaktere Erkenntnisse gewinnen lassen als bei separater Betrachtung. Zusammen mit unserem digitalisierten Knowhow lassen sich daraus in Zukunft auch völlig neue Vorhersage- und Präventionsmodelle ableiten. Das zeigt: Die MIRA Digital Suite ist für unsere Kunden nicht nur ein Business-Beschleuniger, sie ist auch eine sehr mächtige Innovations-Plattform, die sich je nach Digitalisierungsstrategie flexibel nutzen lässt.

Wie flexibel sind die auf der Suite gebündelten Services für Erstversicherer nutzbar?

Steinmetz: Unsere Kunden haben immer die Wahl. Wir bieten ihnen die Module zu fairen Konditionen auch einzeln an. Der Mehrwert der Plattform wird natürlich gesteigert, wenn mehrere Module zum Einsatz kommen – zum Beispiel durch umfassendere Analysen, tiefere Erkenntnisse, aufeinander abgestimmte Prozesse und gemeinsame Schnittstellen. Aus der MIRA Digital Suite kann der Kunde jetzt je nach Bedarf starke Einzelmodule auswählen, bekommt aber keine Insellösungen. Stattdessen sichert er sich den Zugriff auf ein jederzeit ausbaufähiges, intelligent vernetztes Gesamtkonzept, das den Weg in die digitale Zukunft der Lebensversicherung ebnet.
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