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Gesundheitsrisiken

Lebensversicherung

Welche Vorteile automatisiertes Underwriting bietet, zeigt eine Point-of-Sale-Lösung, die Munich Re gemeinsam mit einem asiatischen Lebensversicherer umgesetzt hat. Die wichtigsten Zutaten des Erfolgsrezepts: ausgereifte Softwarekomponenten, viel Erfahrung und eine intensive Beratung.

07.02.2012

Welche Vorteile automatisiertes Underwriting bietet, zeigt eine Point-of-Sale-Lösung, die Munich Re gemeinsam mit einem asiatischen Lebensversicherer umgesetzt hat. Die wichtigsten Zutaten des Erfolgsrezepts: ausgereifte Softwarekomponenten, viel Erfahrung und eine intensive Beratung © Corbis
Der weltweite Lebensversicherungsmarkt hat in den vergangenen Jahren ein lebhaftes Wachstum verzeichnet. Gründe hierfür sind unter anderem der demografische Wandel in den Industriestaaten und die starke Nachfrage in Schwellenländern. Trotzdem ist der Markt umkämpft. Die Versicherer bemühen sich um die Gunst des Kunden, der neben den Leistungen besonderen Wert auf guten Service, Erreichbarkeit und Schnelligkeit in der Bearbeitung legt. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf ein Konzept, das den Vertriebsprozess revolutioniert, vorhandene Produkte attraktiver macht und gleichzeitig den Weg für neue Versicherungslösungen ebnet: das automatisierte Underwriting. In Australien oder Großbritannien übertreffen diese automatisierten Verfahren bereits das papiergebundene Underwriting. Hier haben Serviceangebote, die sich auf eine schnelle Ausstellung der Police, optimale Prozesseffizienz und Wirtschaftlichkeit konzentrieren, Versicherer, Vertriebe und Kunden gleichermaßen überzeugt.

Innovationskraft mit Vertriebsstärke kombinieren

2009 war ein Lebensversicherer in Asien an uns herangetreten. Sein Problem: Er brachte ständig neue und erfolgreiche Produkte auf den Markt, musste dann allerdings mit ansehen, wie sie in nur wenigen Monaten von Wettbewerbern kopiert wurden. Da er in einem preisorientierten Markt tätig war, der von unabhängigen Vermittlern und Maklern dominiert wurde, sah er keine Möglichkeit, seine neuen Deckungen von den vielen Nachahmerprodukten abzuheben, die binnen kürzester Zeit auftauchten. Nach eingehender Analyse durch unsere Munich Re Experten hatten sich zwei wesentliche Ziele herauskristallisiert: der Schutz der Produkte und Vertriebsabläufe vor einfacher Nachahmung durch Wettbewerber und das Erreichen einer stärkeren Position bei unabhängigen Vertriebskanälen. Der Versicherer war zwar in der Lage, innovative Produkte zu entwickeln, seine Vertriebsabläufe folgten aber konventionellen Praktiken, die wenig Raum für eine Abgrenzung gegenüber Wettbewerbern ließen. Um einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erreichen, musste das ständig aktualisierte Produktangebot durch einen sehr attraktiven Neugeschäftsprozess unterstützt werden.

Automatisiertes Underwriting in nur wenigen Monaten

In Zusammenarbeit mit Maklern und Vermittlern entstand eine neue Point-of-Sale-Lösung, bei der die Vermittler mehr Underwritingfunktionen übernehmen konnten. Sie waren damit nicht nur in der Lage, endgültige Angebote abzugeben, sondern auch Alternativen anzubieten, falls durch Zuschläge, Ausschlüsse oder Deckungsablehnungen das ursprüngliche Produkt ungeeignet war. Ein reibungsloser Vertriebsprozess und kürzere Bearbeitungszeiten machten die Lösung für Kunden und Vertrieb wesentlich attraktiver. Als POS-Underwriting-System wurde ein Allfinanz Interview Server in Verbindung mit einem umfassenden Munich Re Regelwerk und einer Allfinanz Business Analytics-Software implementiert. Das System war innerhalb weniger Monate einsatzbereit. Diese Lösung war einzigartig im Markt und hat die Attraktivität des Versicherers unter den selbstständigen Vertrieben erheblich gesteigert. Ein entscheidender Faktor war die höhere Geschwindigkeit und Effizienz, mit der Policen ausgestellt und damit Provisionen verdient werden konnten.

Die Lösung muss zum Unternehmen passen

Dieses Projekt ist nur ein Beispiel aus dem großen Spektrum von Szenarien für automatisiertes Underwriting. Eine Bancassurance-Vertriebssituation zum Beispiel stellt ganz andere Anforderungen: POS-Systeme können hier kontraproduktiv sein, da es Antragstellern häufig unangenehm ist, Bankmitarbeitern detaillierte und persönliche Gesundheitsdaten mitzuteilen. Eine sinnvolle Alternative kann hier das Tele-Underwriting sein, bei dem der Antragsteller in einer relativ anonymen Telefonsituation ausgebildeten Fachleuten Auskunft gibt. Die ideale Herangehensweise oder Kombination für ein bestimmtes Unternehmen zu finden, bedeutet, seine Denkweise, Anforderungen und Arbeitsabläufe mit bewährten Technologien und Verfahren in Einklang zu bringen. Den ausführlichen Beitrag sowie weitere Einsatzvarianten für automatisiertes Underwriting finden Sie im aktuellen Topics Magazin 1/2012.

Munich Re Experten
Andrew Rear
CEO
Rudolf Lenhard
is Head of International Life at Munich Re in Munich.
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