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Internet der Dinge

Sensorik: Ein Best Practice in der Versicherungsbranche

Es gilt als ausgemacht: Viele Geschäftsmodelle der Versicherungsbranche tragen langfristig oder schon jetzt nicht mehr. Gründe dafür sind die anhaltende Niedrigzinsphase, volatile Kundenanforderungen und die zügig voranschreitende Digitalisierung. Aus Letzterer jedoch erwachsen auch vielfältige Chancen für Versicherer, deren Potenziale praktisch nur noch gehoben werden müssen. Ein erfolgreiches Projekt von HSB veranschaulicht, wie eine Lösung auf der Grundlage digitaler Technologie aussehen kann, die Versicherern und Kunden gleichermaßen Einsparpotenziale bietet. Sensoren machen Schäden frühzeitig erkennbar und helfen so, deren Umfang deutlich zu begrenzen.

18.04.2017

Sensorik und das Internet der Dinge in der Assekuranz

Bei der Consumer Electronics Show (CES), der Weltleitmesse für Konsumelektronik in Las Vegas, standen im Januar 2017 sogenannte smarte Produkte und Services für Gebäude und Haushalt im Mittelpunkt. Die mit eigener IP-Adresse ausgestatteten Geräte sind über das Internet vernetzt und bedienbar - Stichwort Internet of Things (IoT) -, lernen die Gewohnheiten ihrer Nutzer kennen und passen ihre Funktionen selbständig und kontinuierlich daran an. Ein smartes, mit einem Wärmesensor ausgestattetes, Thermostat kann von den Bewohnern von unterwegs per Web- oder Smartphone-Applikation angesteuert werden, wenn sie (zum Beispiel vor dem Heimkommen) die Heizung aufdrehen möchten. Wird die Heizung etwa bei einer Raumtemperatur unter 16 Grad immer wieder aufgedreht, „erkennt“ das Thermostat dies als Gewohnheit und regelt selbständig entsprechend nach, wenn es kühler wird. Sensoren kommen längst nicht nur im Smart Homeund bei der Wärmedetektion zum Einsatz. Auch zahlreiche andere Geräte und Anwendungen stützen sich auf die Sensorik. Das Spektrum reicht von Abstandssensoren, die beispielsweise in selbstfahrenden Autos verbaut sind, über Bewegungssensoren beim Industrieanlagenschutz bis hin zu Leckwasser-Sensoren in öffentlichen Gebäuden.

Gebündelte Kräfte dank smarter Sensortechnologie

Die von HSB kürzlich eingeführte Lösung stützt sich auf Sensoren für die Fernüberwachung von Geschäftsausstattung und -anlagen, um Schäden frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Für die Ausgestaltung dieses IoT-basierten Frühwarnsystems für Versicherer und ihre Kunden nutzte HSB seine umfassenden Anlagendaten und weitreichende Erfahrung, erklärt Greg Barats, Präsident und CEO von HSB. „Im Rahmen unseres Pilotprojekts mit dem Spezialversicherer Church Mutual Insurance Company konnten Sachschäden in Höhe von 500.000 US-Dollar verhindert werden.“ Und so funktioniert der smarte Service: In Tausenden Glaubenshäusern kommt es jedes Jahr zu gefrorenen Wasserleitungen, welche Wasserschäden wie Schimmelbildung am Mauerwerk nach sich ziehen können. Gefährdet sind insbesondere solche Bauten, die nicht ständig voll besetzt sind und deren Innentemperatur und Wasserstand nicht von beispielsweise einer Hausmeisterei oder Servicepersonal überwacht werden können. In diesen werden an schadensanfälligen Stellen oder anderweitig exponierten Stellen - wo sich beispielsweise unbezahlbare oder unersetzliche Gegenstände befinden -, werden Temperatur- und Wassersensoren angebracht und per Internet überwacht. Ermittelt einer der Sensoren eine niedrige Temperatur oder Wasser, werden Warnmeldung per SMS, E-Mail oder Telefon an eine oder mehrere Kontaktpersonen übermittelt. Und entsprechende schadensbegrenzende Maßnahmen können zügig eingeleitet werden.

Gute Aussichten für Versicherer

Das erfolgreiche Pilotprojekt veranschaulicht, wie IoT und Sensorik Versicherern neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Vor dem Hintergrund, dass die Technologie sich noch in einem Reifeprozess befindet, ist ihre Zukunft wohl vielversprechend – im Internet der Dinge gleichermaßen wie in der Versicherungsbranche.
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