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Verantwortungsvoll und Cyb(i)er-sicher: Internationaler Tag des Bieres und was dieser mit Cyberversicherung zu tun hat

Heute am 5. August feiert die Welt den Internationalen Tag des Bieres 2022. Eine gute Gelegenheit, sich mit Freunden, Kollegen und Kunden in Restaurants, Kneipen, Biergärten oder auf Festen zu treffen. Dies gilt insbesondere für München und Bayern, eine Region, die traditionell für ihre Bierindustrie und natürlich das Oktoberfest bekannt ist. In den letzten Jahren hat sich München auch zu einer "Braustätte " für Cyberversicherungen entwickelt. Aber was haben die beiden Themen miteinander zu tun? Viel mehr, als Sie vielleicht denken!

05.08.2022

Die Tradition und die Handwerkskunst des Bierbrauens sind Jahrhunderte alt. Die modernen Brauprozesse haben sich jedoch stark in das digitale Zeitalter entwickelt. Moderne Brauereien sind häufig vollständig digitalisiert und ihre Geschäftsführer arbeiten eng mit Digital- und Cybersicherheitsanbietern zusammen. Oft beginnt die Digitalisierung bereits in der Lieferkette. So ermöglicht das Internet der Dinge (IoT) die Überwachung von Prozessen, beispielsweise durch integrierte Sensoren, die sicherstellen, dass die wichtigste Zutat, der Hopfen, unter optimalen Bedingungen geerntet wird. Ebenso setzen viele moderne Brauereien künstliche Intelligenz, IoT-Tools, Big-Data, maschinelles Lernen sowie virtuelle und erweiterte Realität ein. Ziel ist es, die Bierbrauprozesse zu optimieren, zu überwachen und zu automatisieren, das Geschmackserlebnis zu verbessern sowie Produktdesign und Logistik zu optimieren. Aus den gleichen Gründen werden "digitale Zwillinge" für Brauereierzeugnisse und die entsprechenden Produktionsanlagen erstellt. Darüber hinaus sammeln so genannte intelligente Biermembranfilter und IoT-Sensoren Echtzeitdaten über den optimalen Zeitpunkt für die Wartung oder den Ausbau von Filtern oder über Veränderungen der Temperatur oder der Vibrationen. Dies ermöglicht eine präventive Wartung und reduziert mögliche Ausfallzeiten in der Produktion.
Brewery © xavierarnau / Getty Images
Wann immer Betriebstechnologie, IoT, Sensoren oder Software im Brauprozess eingesetzt werden, müssen Aspekte der Cybersicherheit berücksichtigt werden. Diese Überlegungen zur Cybersicherheit betreffen beispielsweise das Asset Management und die  damit verbundene Inventarisierung von Software- oder Hardware, die Zugangskontrolle, die Sicherheit von Endgeräten, sowie die Trennung und Absicherung von Netzwerken, um nur einige Aspekte zu nennen. Was passiert, wenn Sicherheitskontrollen nicht ordnungsgemäß umgesetzt werden oder versagen? Parallelen lassen sich bei Cyberangriffen auf der ganzen Welt und in allen Wirtschaftszweigen feststellen. Brauereien bilden hier keine Ausnahme. So wurde eine der größten Brauereien des Landes gerade zu dem Zeitpunkt, als Australien die COVID-19-Beschränkungen im Jahr 2021 aufhob und die Lokale wieder öffnen wollten, von einem Ransomware-Angriff heimgesucht, und alle Bierverarbeitungsanlagen mussten sofort offline genommen werden. Auch in anderen Ländern wie Spanien und den USA wurden die Bierproduktion und -versorgung unterbrochen, als große Brauereien ihre Produktion aufgrund von Cyberangriffen einstellen mussten.

Wir sind davon überzeugt, dass Cybersicherheit, Resilienz und das Implementieren entsprechender Maßnahmen und Prozesse für moderne Volkswirtschaften und eine erfolgreiche Digitalisierung von grundlegender Bedeutung sind. Deshalb investiert Munich Re von Anfang an erheblich in nachhaltige Cyberversicherungsangebote, damit verbundene Services und Datenanalyse. Dazu gehören auch Investitionen in die Risikoquantifizierung, damit Entscheidungsträger ihr Risikoprofil besser verstehen und mögliche Lücken in der Cybersicherheit entsprechend schließen können. Sollte es dennoch zu einem Cybervorfall kommen, ermöglicht es unsere Cyberdeckung bei Betriebsunterbrechungen den Versicherten, schnell wieder auf die Beine zu kommen.

Als einer der weltweit führenden Cyberversicherer ist Munich Re ein Vorreiter bei der Bewältigung der digitalen Herausforderung, der sich natürlich auch Brauereien stellen müssen. Da insbesondere die Lebensmittel- und Getränkeversorgung für die Gesellschaft und die Wirtschaft von grundlegender Wichtigkeit ist, sehen wir die Risikominderung in diesem Sektor als Teil unserer Verantwortung.  

Im digitalen Zeitalter ist es beruhigend zu wissen, dass es Dinge gibt, die die Technik nicht ersetzen kann, wie zum Beispiel den verantwortungsvollen Genuss eines Biers oder alkoholfreien Getränks in angenehmer Gesellschaft. Wir möchten, dass sich Brauereien und  Nahrungsmittelhersteller auf ihr Geschäft konzentrieren können, während wir weiterhin zu einem Produktionsprozess beitragen, der frei von cyberangriffsbedingten Unterbrechungen ist. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Cyber Sicherheit stetig zu verbessern. Genießen Sie verantwortungsvoll und cyb(i)er-sicher.

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Martin Kreuzer
Martin Kreuzer
Senior Risk Manager Cyber Risks
Axel von dem Knesebeck
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