Cyber

COVID-19 und Cyber: Wie eine globale Pandemie die Digitalisierung beschleunigt – inklusive der Risiken

Durch die COVID-19-Pandemie und ihre weltweiten Auswirkungen hat sich unser Arbeitsalltag drastisch verändert. Auch wenn die meisten Unternehmen überraschend schnell auf Telearbeit umgestellt haben, hinken viele noch hinterher, wenn es um den Umgang mit zunehmenden Cyber-Bedrohungen geht. Munich Re setzt bei ihren komplexen und adäquaten Cyberversicherungslösungen auf eine präventive Strategie und sieht die Herausforderung nicht als unüberwindbares Hindernis, sondern als Chance für nachhaltiges Neugeschäft für die gesamte Branche.

04.09.2020

Die rasant fortschreitende Digitalisierung bringt neue Sicherheitslücken mit sich

Die Weltgemeinschaft und die Unternehmen zeigen angesichts der tief greifenden Folgen der COVID-19-Krise eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Während der Krise stieg die Nutzung digitaler Lösungen und Kommunikationsmethoden in allen Branchen, Unternehmen jeder Größe, aber auch in Schulen und Universitäten sowie im privaten Bereich drastisch an. Eine Studie des Online-Brokers Clark und des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab, dass in Deutschland jeder Dritte (31 %) aufgrund der Corona-Pandemie vermehrt digitale Dienste in Anspruch nimmt. Allerdings räumen 75 % der Befragten ein, dass das Vertrauen in die Sicherheit der genutzten digitalen Dienste im Vergleich zu vorher nicht zugenommen hat. Das ist ein guter Indikator dafür, dass nicht nur die Sicherheitsbedrohungen, wie Social Engineering und Phishing- oder Ransomware-Angriffe zunehmen, sondern aufgrund unzureichend geschützter privater Geräte und Home-Office-Umgebungen auch eine stärkere Exponierung besteht.

Cyber-Versicherung im Fokus

Mehrere Quellen, wie Interpol, das FBI oder Cyber-Kriminalitätsstudien von Sicherheitsanbietern, berichten bereits über die Ausnutzung der COVID-19-Pandemie durch Cyber-Kriminelle sowie über Schäden z. B. durch Phishing-Angriffe. So verzeichnete etwa die Weltgesundheitsorganisation seit Beginn der Pandemie fünf Mal mehr Cyberangriffe als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Da die Häufigkeit von Cyberschäden mit hoher Wahrscheinlichkeit zunehmen wird, dürften auch die Preise für die Absicherung gegen zunehmende Cybergefahren wie Ransomware-Angriffe, Datendiebstahl, oder auch strengere gesetzliche Datenschutzanforderungen, erheblich steigen.

Auch wenn sich einige Unternehmen aufgrund der Pandemie und des damit verbundenen Schocks für die globale Wirtschaft in der nächsten Zeit aus finanziellen Gründen gegen den Abschluss einer Cyber-Versicherung entscheiden dürften, werden andererseits viele Unternehmen wohl verstärkt auf ihre IT-Ressourcen angewiesen sein, da ein Großteil des Geschäftsbetriebs nun remote erledigt wird. Aus diesem Grund ist nach dem ersten ökonomischen Schock und Budgeteinsparungen mittelfristig mit Investitionen in die IT-Sicherheit zu rechnen. Für viele Unternehmen wird Cyber-Versicherung eine sinnvolle Option sein.

Die Cyber-Herausforderung als nachhaltige Lösung

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung infolge von COVID-19 bleibt das Bereitstellen umfassender Cyber-Lösungen eine zentrale Herausforderung, insbesondere, weil sich Cyberrisiken und Schadenszenarien rasch verändern können. Cyber-Kumule zu verstehen und zu überwachen, bleibt deshalb auch künftig eine wichtige Aufgabe für die gesamte Versicherungsbranche. Die Komplexität der Risiken und die risikoadäquaten Bepreisung erfordern hochkarätige Cyber-Teams, die branchen- und länderübergreifend zusammenarbeiten können.

Munich Re verfügt über einen fundierten Cyber-Risikomanagementprozess sowie das Knowhow und ein umfangreiches Netzwerk von Experten und Spezialisten. Der Rückversicherer vertraut auf seine selbst entwickelten Kumulmodelle und zieht gleichzeitig externe Expertise von verschiedenen Anbietern auf dem Markt hinzu, um ein fachgerechtes und aktuelles Kumulmanagement sicherzustellen. Dieser Ansatz basiert darauf, den Kunden mit einer umfassenden und transparenten Hinführung zum Cyber-Risikomanagement zu unterstützen und andererseits im Hinblick auf den Risikoappetit insgesamt weiterhin umsichtig und nachhaltig zu agieren. Die aktuellen Auswirkungen der Coronakrise könnten bei einigen Cyberpolicen zur Auslösung der Deckung führen, allerdings ist derzeit nicht mit weitreichenderen Folgen zu rechnen. Dennoch müssen die Lage und die weiteren Entwicklungen aktiv und sorgfältig überwacht werden. COVID-19 hat die Risiken deutlich zutage treten lassen. Umso wichtiger ist, dass die Branche weiterhin gerüstet bleibt. Und zwar mit einem hoch entwickelten Risikomanagement, das sich auf ein globales Netzwerk von Experten und Servicepartnern stützt, die branchenübergreifend und weltweit einen professionellen Umgang mit Multiple-Incident-Szenarien gewährleisten.

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