Cyber

"All I want for Christmas…” ist hoffentlich lieferbar.

Wussten Sie, dass vor kurzem am Chinesischen Singles Day (11. November 2020) Chinas wichtigste Online-Verkaufsplattform Alibaba mit 583.000 Online-Bestellungen pro Sekunde alle Rekorde gebrochen hat? Am Ende des Tages hatte das Unternehmen mit dem weltweit größten Online-Shopping-Event mehr als 74 Milliarden US-Dollar verdient. Das US-amerikanische Äquivalent zum Chinesischen Singles Day ist der Black Friday, gefolgt vom Cyber Monday. Und in ähnlicher Weise brachten der diesjährige Black Friday und der darauf folgende Cyber Monday Rekordeinnahmen von 19,8 Milliarden US-Dollar. Währenddessen ging der Kundenverkehr im traditionellen Handel/ in Ladengeschäften um 52% zurück. Sowohl Analysten als auch Marktexperten erwarten aufgrund der Covid-19-Pandemie einen weiteren Schub für die diesjährigen Online-Weihnachtseinkäufe. Michiel Greeven, EVP Global Sales bei DHL Express, erklärte kürzlich: "Aus der Perspektive des E-Commerce könnte man sagen, dass Covid-19 die Branche um zehn Jahre nach vorn katapultiert hat, mit Online-Shopping und dem notwendigen Versand in die neue Normalität.“

14.12.2020

Es sind nicht nur das Online-Weihnachtsgeschäft und der damit verbundene Vertrieb, die vollständig von einer funktionierenden IT-Infrastruktur abhängig sind. Nahezu alle Wirtschaftsbeziehungen rund um den Globus, die globale Produktion und Logistik hängen zunehmend von IT-Dienstleistungen und digitaler Infrastruktur ab. Munich Re bewertet Cybervor- und Ausfälle, die Liefer- und Wertschöpfungsketten rund um den Globus unterbrechen können. Ein aktueller Bericht von McKinsey zeigt, wie Wertschöpfungsketten an Länge und Komplexität zugenommen haben: Seit dem Jahr 2000 hat sich der Wert der weltweit gehandelten Zwischengüter verdreifacht und beläuft sich nun auf mehr als USD 10 Billionen pro Jahr. Heutzutage basieren die Betriebsmodelle auf Automatisierung, auf termingerechten Komplettlieferungen (OTIF), kurzen Vorlaufzeiten, intelligenter Produktion, Einsatz künstlicher Intelligenz, großer Datenanalyse usw., um effizienter zu sein. 

Infolgedessen nehmen Abhängigkeiten und Engpässe in kritischem Maße zu, und eine Unterbrechung dieser komplexen Lieferkette durch eine Cyberattacke ist heute in fast jeder Branche zu einem großen Problem geworden. Daher ist es keine Überraschung, dass Munich Re derzeit eine wachsende Nachfrage von OEMs sieht, die ihren Lieferanten eine Pflicht einer Cyberversicherung auferlegen. Da es oft sehr schwierig ist, Transparenz, Redundanz und Belastbarkeit in Lieferketten zu erreichen, suchen Cyberkriminelle einen Vorteil, indem sie eine (bedingte) Betriebsunterbrechung innerhalb der Lieferketten verursachen. 

So könnte der Wunschzettel eines Cyberkriminellen aussehen, um das cyberbezogene Lieferkettenrisiko noch weiter auszunutzen:

  • Kein Lieferketten-Risikomanagement. Cyberkriminelle suchen nach Opfern, die in Lieferbeziehungen und -vereinbarungen nicht auf die Informationssicherheit eingehen.
  • Keine Überwachung oder Überprüfung der Lieferkette.
  • Ungeschützte und alleinstehende Prozesse. Hacker mögen generell mehr Engpässe und weniger Redundanzen! Dadurch werden Angriffe auf die Lieferkette kritischer.

Sichern Sie sich ab, dass Ihre Waren geliefert werden - vor, zu und nach Weihnachten. Wenn Sie Ihre Lieferkette absichern müssen, setzen Sie dies als oberste Priorität beim Risikomanagement. Lassen Sie nicht zu, dass Cyberkriminelle Ihre Weihnachtsfeiertage unterbrechen. 

Gemeinsam mit unseren Kunden kreieren wir Cyber-Lösungen, die weit über den traditionellen Risikotransfer hinausgehen. 

Have yourself a merry little cyber insurance! 

Unsere Experten
Martin Kreuzer
Martin Kreuzer
Risk Manager Cyber Risks
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