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Stürme

Hurrikan Matthew

Derzeit zieht Hurrikan Matthew durch den tropischen Nordatlantik. Wie aus einem Tiefdruckgebiet ein Hurrikan wird, können Sie in Topics Online nachlesen.

06.10.2016

Die Hurrikansaison im Nordatlantik geht offiziell von Juni bis November. In dieser Zeitspanne  sind dort Temperaturen von mehr als 27 Grad an der Wasseroberfläche möglich, die Grundvoraussetzung für die Entstehung eines Hurrikans. Kommen andere begünstigende Faktoren hinzu wie etwa geringe Scherwinde oder ausreichende Entfernung zum Äquator, kann sich ein tropisches Tief entwickeln.

Zieht dieses Tiefdruckgebiet immer mehr Wasserdampf nach oben, nimmt die atmosphärische Wärmemaschine durch die Zirkulation von Warmluft und Kaltluft langsam Fahrt auf. Bei einer Windgeschwindigkeit von 62 km/h spricht man von einem tropischen Wirbelsturm, ab 118 km/h von einem Hurrikan. Seine Geschwindigkeit kann in Einzelfällen 300 km/h erreichen. Solange der Sturm sich über das offene Meer bewegt, kann er nicht viel anrichten. Erreicht er aber die oft stark besiedelten Küstenregionen, entfaltet er seine ganze Zerstörungskraft.

Hurrikansaison 2016 – zufallsbedingt keine großen Schäden

Im Durchschnitt haben sich seit 1995 im Nordatlantik pro Jahr 14,6 tropische Wirbelstürme gebildet, davon hatten 7,4 Hurrikanstärke. Im Schnitt entstanden rund drei Viertel der Stürme bis Ende September. Matthew ist der 13. benannte Sturm der diesjährigen Hurrikansaison im Nordatlantik. Die Sturmaktivität ist damit für die Zeit bis Ende September leicht über dem Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre. Aufgrund der günstigen Zugbahnen hielten sich die Schäden vor dem Auftreten von Matthew 2016 bislang jedoch in Grenzen.

Ein Tiefdruckgebiet entsteht

Derzeit zieht Hurrikan Matthew durch den tropischen Nordatlantik. Wie aus einem Tiefdruckgebiet ein Hurrikan wird, können Sie in Topics Online nachlesen. © Munich Re
Hurrikane erhalten ihre Energie aus der Verdunstung von warmem Oberflächenwasser. Im zentralen Wolkenwall, der das Auge des Hurrikans umschließt, steigt warme Luft auf. In diesem Bereich kommt es zur stärksten Kondensation von Wasserdampf. Es bilden sich große Gewitterwolken und Starkregen.

Aus einem Wirbelsturm wird ein Hurrikan

Derzeit zieht Hurrikan Matthew durch den tropischen Nordatlantik. Wie aus einem Tiefdruckgebiet ein Hurrikan wird, können Sie in Topics Online nachlesen. © Munich Re
Außerhalb des Wolkenwalls und im Auge des Hurrikans kühlt die Luft wieder ab und sinkt großräumig zurück. Unterdessen nimmt kühlere Luft an der Meeresoberfläche weiter Wärme und Feuchtigkeit auf und steigt nach oben. Die atmosphärische Wärmemaschine wird weiter angeheizt.

Gewaltige Kräfte wüten in der Eyewall

Derzeit zieht Hurrikan Matthew durch den tropischen Nordatlantik. Wie aus einem Tiefdruckgebiet ein Hurrikan wird, können Sie in Topics Online nachlesen. © Munich Re
Durch die Erdrotation werden die Luftströme im Zentrum des Hurrikans abgelenkt und lassen so einen Wirbel entstehen. Das Auge des Hurrikans bildet sich weiter aus. Bis zu 60 Kilometer Durchmesser kann es erreichen. Hier herrscht völlige Windstille. Das zerstörerische Element ist die „Eyewall“, wo die höchsten Windgeschwindigkeiten auftreten. Ab einer Windgeschwindigkeit von 118 km/h hat sich der tropische Wirbelsturm zu einem Hurrikan entwickelt.
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