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Naturkatastrophen

Klimafakten 2015

Die Erde ist im Fieber: Nie wurden höhere globale Durchschnittstemperaturen gemessen als 2015. Und trotz der Schwankungen einzelner Jahre zeigt sich, der langfristige Aufwärtstrend hält an. Der Klimawandel macht keine Pause.

02.03.2016

Bereits 2014 war das wärmste Jahr seit Beginn der Zeitreihe 1880, obgleich es nach Daten der NOAA nur knapp vor 2005 und 2010 lag. Doch 2015 waren noch erheblich höhere Werte zu verzeichnen: Nach den Mitte Januar 2016 veröffentlichten Daten der NOAA war es global das mit Abstand wärmste Jahr. 
Die Erde im Fieber: Nie wurden höhere Durchschnittstemperaturen gemessen als 2015. Trotz Schwankungen einzelner Jahre zeigt sich ein langfristiger Aufwärtstrend.
Abweichung der globalen Mitteltemperatur vom Mittel 1901 bis 2000
15 der 16 wärmsten gemessenen Jahre fallen in die Periode 2001 bis 2015.

The mean global temperature over land and ocean surfaces exceeded the 20th century mean of 13.9°C by 0.90°C, surpassing the 2014 record (0.74°C) by 0.16°C. In 2015, the mean global temperature climbed for the first time to 1°C above the mean for the period from 1850 to 1900, which corresponds to the pre-industrial temperature level. This means that half of the 2°C limit – or two thirds of the 1.5°C limit stipulated in the Paris Agreement (COP21) – was already reached in a single year.

One of the reasons for the high temperatures in 2015 was a very pronounced El Niño phase in the tropical Pacific that developed from March 2015; this released a large amount of thermal energy into the atmosphere, and circulation systems changed due to teleconnection patterns. It was also excessively warm in the northeast Pacific region, including the western half of North America. Eurasia and the African-Indian Ocean region likewise exhibited positive thermal anomalies. 

Die Erde im Fieber: Nie wurden höhere Durchschnittstemperaturen gemessen als 2015. Trotz Schwankungen einzelner Jahre zeigt sich ein langfristiger Aufwärtstrend.
Regionale Abweichung der Jahresmitteltemperatur 2015 vom Mittel 1981 bis 2010
Mit Ausnahme von Kanadas Osten trugen die Temperaturen über fast der gesamten Landoberfläche sowie über den meisten Ozeangebieten zu der hohen Abweichung der Jahresmitteltemperatur gegenüber dem Mittel der Periode 1981 bis 2010 bei. Zehn Monate des Jahres 2015 brachen den Rekord bei der jeweiligen globalen Monatsmitteltemperatur.
Die Erde im Fieber: Nie wurden höhere Durchschnittstemperaturen gemessen als 2015. Trotz Schwankungen einzelner Jahre zeigt sich ein langfristiger Aufwärtstrend.
Regionale Abweichung der Jahresniederschläge 2015 vom Mittel 1961 bis 1990
Über den Landgebieten lag der Jahresniederschlag des Jahres 2015 an den hier berücksichtigten Stationen um knapp 23 Millimeter unter dem Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990 von 1.033 Millimetern.
Bei den Niederschlägen zeigten sich im Jahresverlauf regional zunehmend typische Einflüsse von El Niño (mehr dazu auch im Beitrag „Ein starkes Christkind“ ab Seite 22). Dazu gehören die Trockenheit im Nordosten Brasiliens und im Norden Südamerikas, in der Karibik und im Nordwesten Nordamerikas, in weiten Teilen des südlichen Afrikas, der in einigen Regionen reduzierte Sommermonsun Indiens, die Trockenheit in Teilen Südostasiens und Indonesiens sowie in einigen südlichen und östlichen Regionen Australiens. Auch passen die Niederschlagsüberschüsse in südlichen und südöstlichen Gebieten Nordamerikas, in der Region Südbrasilien/Nordost-Argentinien, im südlichen Indien, sowie auf den Britischen Inseln in das typische El-Niño-Muster. Dass der Einfluss von El Niño im Temperatur- und Niederschlagssignal klar zu erkennen ist, zeigt, dass sich das langfristige Signal des Klimawandels stets überlagert mit der natürlichen Variabilität des Klimas auf verschiedenen Zeitskalen. So hat das sehr starke El-Niño-Ereignis nicht allein im Jahr 2015 zu einer hohen Jahresmitteltemperatur beigetragen, sondern könnte einen gleichgerichteten Effekt auch noch im Jahr 2016 bewirken. Die Überlagerung mit der natürlichen Variabilität des Klimas bedeutet aber auch, dass es in der Zukunft wieder Jahre geben wird, die ein etwas niedrigeres Niveau der globalen Mitteltemperatur aufweisen werden. Dementsprechend ist ein substanzieller Anteil der Temperaturfluktuation in der Zeitreihe der globalen Jahresmitteltemperaturen in der Vergangenheit durch die Klimaschwingungen zwischen El-Niño- und La-Niña-Ereignissen zu erklären. Gleichwohl zeigen die jüngsten Rekordwerte der Jahresmitteltemperatur, dass eine Unterbrechung des Anstiegs der globalen Mitteltemperatur in den aktuellen Daten nicht mehr identifizierbar ist – der langfristige Zunahmetrend hält an.
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