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Informationen zu Risikoorten und Schätzungen von Schadenpotenzialen aus globalen Naturkatastrophen: Hier finden Sie mehr dazu.
© john finney photography / Getty Images

Naturkatastrophen Themenübersicht

Die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen steigen weltweit. Um diesen Trend und die damit verbundenen Risiken richtig einzuschätzen, ist die Erforschung der naturwissenschaftlichen Zusammenhänge von zentraler Bedeutung. Generell unterscheidet man nach den folgenden Gefahrenarten: Geophysikalischen, Metereologischen, Hydrologischen und Klimatologischen Gefahren.

Geophysikalische Gefahren

Jedes Jahr brechen weltweit circa 50 bis 65 Vulkane aus. Die zwei schweren Erdbeben und mehrere Vulkanausbrüche im Jahr 2010 haben deutlich gemacht, welch enormes Gefahren- und Schadenpotenzial in geophysikalischen Ereignissen liegt. Erdbeben besitzen ein ungeheures monetäres Schadenpotenzial, weil hohe Intensitäten in relativ großen Gebieten auftreten können. Weiter sorgt das Phänomen der Erdsenkung in vielen Ländern für Probleme. Für die Versicherungswirtschaft besonders relevant sind Südengland und Frankreich, wo die Gefahr versichert ist.

Meteorologische Gefahren

Die Winterstürme Daria, Lothar und Kyrill in Europa, der Taifun Mireille in Japan, Hurrikan Andrew und Katrina in den USA: Dies sind nur einige Beispiele großer Sturmkatastrophen, die in den vergangenen Jahren ganze Landstriche verwüstet, Wälder und Küstenorte zerstört und Schäden in Milliardenhöhe angerichtet haben. Sturmereignisse wie tropische Zyklone, Winterstürme, Unwetter, Tornados oder Hagel verursachen jährlich Schäden in Milliardenhöhe und sind damit für die Versicherungswirtschaft von enormer Bedeutung.

Hydrologische Gefahren

Überschwemmungen sind neben Stürmen die häufigsten Elementarschadenursachen. Rund ein Drittel aller gemeldeten Ereignisse und ein Drittel der volkswirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen sind weltweit auf Hochwasser zurückzuführen. Während das mediale Interesse vor allem Sturmfluten oder Flussüberschwemmungen gilt, wird das Überflutungsrisiko durch Sturzfluten beziehungsweise Überschwemmungen nach Starkregen generell unterschätzt.

Klimatologische Gefahren

Waldbrände entstehen vor allem nach langen Phasen der Trockenheit. In der ausgedörrten Vegetation kommt es leicht zu einem Flächenbrand, der in Verbindung mit starken Winden kaum zu kontrollieren ist. Bis heute gibt es keine einheitliche Definition für Hitzewellen, wenn auch eindeutig ist, dass sie von zwei Komponenten bestimmt werden: einem außergewöhnlich hohen Niveau der Lufttemperaturen, das über mehrere Tage anhält. Der Begriff Dürre beziehungsweise Trockenheit ist ebenfalls nicht eindeutig definiert. Im allgemeinen Verständnis ist Dürre ein relativer Begriff, der eine im Vergleich zum langjährigen Mittelwert verminderte Wasserverfügbarkeit in einer bestimmten Region und über einen bestimmten Zeitpunkt hinweg kennzeichnet.

Schwellenländer im Fokus

Aufgrund ihres teils rapide steigenden Wohlstands, einer übermäßigen Verstädterung und der Folgen des Klimawandels sind Schwellenländer besonders stark gefährdet. Aktuelle Studien kommen zum Ergebnis, dass Versicherungsschutz in diesen Ländern wesentlich dazu beiträgt, die wirtschaftlichen Erholung nach Naturkatastrophen zu beschleunigen. Neben den klimatischen Aspekten spielt die Ausbreitung von Städten eine entscheidende Rolle bei der Veränderung des Schadenpotenzials. Immer mehr Menschen errichten ihre Häuser im Übergangsbereich zwischen Stadtrand und den stadtnahen Waldgebieten. 

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