dcsimg
Betriebsrisiken

Wie kann ich mein Risikomanagement verbessern?

Das Versichern von Unternehmensrisiken erfordert je nach Industrie sehr spezielles Knowhow und geballte Expertise. Corporate Insurance Partner (CIP) hat deshalb global vernetzte Industry Practice Groups aufgebaut. Über die Ziele und Stärken dieses Konzepts spricht Beatrix Hartinger. Sie verantwortet seit 2015 das weltweite Property Geschäft von CIP.

07.04.2016

Topics: Frau Hartinger, was ist das Besondere an den Industry Practice Groups, kurz IPGs?

Beatrix Hartinger: In den IPGs bündeln wir unser Wissen über komplexe oder besonders exponierte Industrien mit dem Ziel, deren Risiken noch besser zu verstehen. Dafür suchen wir verstärkt den Dialog mit Kunden, bauen globale Datenbanken auf und führen umfassende Analysen durch. Kurz: Wir investieren in  den Aufbau spezieller Industrieexpertise, von dem unsere Kunden in der Zusammenarbeit direkt profitieren. Zum einen, weil wir bei komplexen Risiken auch signifikante Haftungen übernehmen können und zum anderen, weil wir unser Knowhow im Risikomanagement mit ihnen teilen. Aufgrund unserer besonderen Expertise können wir  unsere Kapazitäten netto, das heißt ohne weitere Rückversicherung und kontinuierlich anbieten.

Warum und auf welche Industriesegmente hat sich CIP spezialisiert?

Die Frage nach dem Warum ist schnell beantwortet Wir wissen aus vielen Gesprächen und Kundeninterviews, dass von uns passgenaue Lösungen und hohe Kapazitäten erwarten werden. Beides können wir nachhaltig und zu risikoadäquaten Preisen nur anbieten, wenn wir die komplexen industrie- und unternehmensspezifischen Prozesse, Exponierungen sowie mögliche Engpässe kennen und deren Risiken genau verstehen. Deshalb haben wir inzwischen bereits sechs IPGs aufgebaut: für die Halbleiter- und Elektronikindustrie, für Railway, Pharma, Automotive und Telekommunikation. Weitere Branchen werden folgen, zum Beispiel die Papierindustrie.

Was haben die Kunden davon, welchen Mehrwert bieten Sie?

Wie wir aus vielen Kundeninterviews im vergangenen Jahr gelernt haben, spielt für viele Kunden der Preis einer Risikodeckung längst nicht mehr die alleinige Rolle. Stattdessen erhält gerade in komplexen Industrien  auch die Expertise des Partners, zusätzliche Serviceleistungen und die Passgenauigkeit von Versicherungslösungen eine besondere Bedeutung. Der Schlüssel dazu sind unser individueller Dialog und unsere sehr enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, die bis  zur Unterstützung und Beratung im Loss Control Engineering reicht.

Wie sieht Ihre Serviceleistung für Kunden in der Praxis aus?

Nehmen wir ein Beispiel aus der  Eisenbahnindustrie. Hier spielen Naturgefahren und die Technik eine zentrale Rolle für das Risikomanagement und die Schadenverhütung, aber auch für die Einschätzung von Exponierungen. Als CIP nutzen wir die Möglichkeiten von Munich Re und lassen in die Arbeit der IPG auch das bei uns vorhandene Ingenieurswissen sowie die neuesten Erkenntnisse aus der Geo-Risikoforschung einfließen. Im Fall der Eisenbahnen ist es das jeweilige Schienennetz, dessen Daten wir mit unseren verschiedenen Naturkatastrophenkarten abgleichen. Unsere Kunden erhalten damit auch mehr Transparenz über ihre eigenen Exponierungen.

Welche Informationen fließen in die Analysen der verschiedenen IPGs ein und wie verarbeiten Sie diese?

Daten sind der Rohstoff für unsere Analysen. Deshalb nutzen wir alle verfügbaren Quellen – dazu gehören Informationen von Kunden ebenso wie diverse über das Internet abrufbare Statistiken und unsere globalen Schadendaten. Den Rohstoff gibt es im Überfluss. Die Herausforderung besteht darin, die Daten strukturiert zu sammeln, sie richtig aufzubereiten und dadurch sinnvoll auswertbar zu machen. Wir haben mit unserer Spezialisierung in den IPGs schon große Fortschritte erreicht.

Nutzen Sie diese Fortschritte und das Wissen der IPGs auch für kundenindividuelle Benchmarks?

Das wird, denke ich, einer unserer wichtigsten Services. Selektiv bieten wir dies heute schon an. Wir haben es auf Kundenseite mit Risikomanagern zu tun, die stetig besser werden wollen. Dabei setzen sie auf uns und erwarten Antworten auf die Fragen: Wo stehen wir im Vergleich zum Wettbewerb? Was machen andere Unternehmen besser und wo gibt es den größten Handlungsbedarf? Mit dem Industriewissen aus den IPGs können wir fundierte Antworten liefern. Dabei behandeln wir individuelle Kundendaten absolut vertraulich. Wir erstellen keine Rankings, sondern ermöglichen aussagekräftige Benchmarks im Bezug zum Marktdurchschnitt.

Wie geht es weiter?

Wir versichern Industriekunden seit Jahren erfolgreich und bieten ihnen hohe Kapazitäten an. Möglich ist das nur, weil wir auch  komplexe Risiken adäquat einschätzen und bewerten können. Dies ist die eine Seite. Auf der anderen stehen die Anforderungen unserer Kunden. Für sie werden Beratung und Services im Risikomanagement an Bedeutung gewinnen. Daher werden wir von CIP - nicht nur über die IPGs - noch stärker in den Dialog gehen und unsere Analysen immer zielgenauer ausrichten, um kontinuierlich besser zu werden.

Wir verwenden Cookies um Ihr Internet-Nutzungserlebnis zu verbessern und unsere Websites zu optimieren.

Mit der weiteren Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies dieser Website zu. Weitere Informationen zu Cookies und dazu, wie Sie die Cookie-Einstellungen in Ihren Browsereinstellungen anpassen können, finden Sie in unsereren Cookie-Richtlinien.
Sie können Cookies deaktivieren, aber bitte beachten Sie, dass das Deaktivieren, Löschen oder das Verhindern von Cookies Ihre Internet-Nutzung beeinflussen wird.