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Contingency

2012 Olympia - Alles wie geplant!

Nach Peking ist Munich Re auch in London der führende Risikopartner der Olympischen Sommerspiele für Veranstaltungsausfall. Das Spektrum der Risiken für internationale Sport-Großveranstaltungen ähnelt sich größtenteils. Jedoch sind die Schwerpunkte je nach Austragungsort unterschiedlich gelagert – individuelle Lösungen und professionelles Risikomanagement sind gefragt.

05.06.2012

Nach der Fußball-Europameisterschaft wartet schon das nächste große Sportereignis auf uns. Die Olympischen Sommerspiele 2012 in London. Ab dem 27. Juli kämpfen über 10.000 Sportler aus rund 200 Nationen in 302 Wettbewerben um Bronze, Silber und Gold. Neun Millionen Zuschauer werden an den Wettkampfstätten erwartet, drei bis vier Milliarden werden das Spektakel vor dem Fernseher verfolgen.

Eine Veranstaltung der Superlative mit hohen Erwartungen an Gastgeber und Veranstalter – sowohl organisatorisch als auch finanziell. Der Verkauf der Fernsehrechte, Sponsorengelder, Einnahmen aus dem Ticketverkauf und Souvenirs finanzieren das Spektakel zu einem erheblichen Teil. Treten beim Ablauf Probleme auf, die zu Verschiebungen, Ausfällen oder gar zur Absage der Spiele führen, drohen hohe Schadenersatzforderungen, welche die Organisatoren wohl kaum alleine schultern könnten.

Munich Re führender Risikopartner

Wie bei den meisten Sportveranstaltungen mit weltweitem Interesse ist Munich Re auch in London einer der führenden Risikopartner. Bis das olympische Feuer wieder erlischt, deckt Munich Re mit einer individuell ausgearbeiteten Veranstaltungsausfallversicherung einen signifikanten Anteil der Schadenersatzforderungen die bei Abbruch, Unterbrechung, Verzögerung oder Verlegung der Spiele entstehen würden.

„Munich Re trägt einen großen Teil dieses Risikos“, erklärt Andrew Duxbury, Underwriting-Manager bei Munich Re in London. „Bei einem kompletten Ausfall der Spiele übernimmt Munich Re rund 350 Millionen Euro über verschiedene Policen. Um eine Deckung in dieser Höhe garantieren zu können, ist nicht nur Finanzkraft gefragt, sondern auch das nötige Knowhow, um das Risiko bestmöglich einschätzen und managen zu können.“

Wissen, worauf es ankommt

Ursachen für eine Störung der Spiele gibt es viele. Das Risikospektrum ähnelt sich, egal wo der Event stattfindet. Jedoch müssen landespezifische Rahmenbedingungen bei der Entwicklung der Police berücksichtigt werden.  Die wichtigsten Punkte dabei sind:

 

  • Klärung der vertraglichen Haftungsfragen hinsichtlich TV-Rechten, Sponsorings und Ticketverkauf
  • Berücksichtigung des politischen Risikos (Krieg, Unruhen und Terror)
  • Naturgefahren (Erdbeben, Sturm, Hochwasser)
  • Erfahrung des Gastgeberlands in der Durchführung großer Sportevents
  • Sicherheitskonzepte, die vorgesehen sind
  • Beschaffenheit der Infrastruktur
  • Ausgestaltung der Notfallpläne

London’s spezielle Herausforderungen

Die speziellen Herausforderungen bei den Spielen in London sind die allgegenwärtige Terrorgefahr, aber auch ganz praktische Fragen des Nahverkehrs. Die Londoner Behörden sind außerordentlich erfahren in der Terrorbekämpfung. Vor und während der Spiele bekommen sie zudem die Unterstützung eines internationalen Sicherheitsnetzwerks, um sämtliche Gefahren zu analysieren, die aus Großbritannien oder einer der 200 teilnehmenden Nationen drohen. Das heißt aber nicht, dass es keine Überraschungen geben kann. Die Unruhen und Plünderungen des letzten Sommers haben die Polizei und die Behörden unvorbereitet getroffen, bevor die Lage schließlich unter Kontrolle gebracht werden konnte. Eine Reihe von offiziellen olympischen Testveranstaltungen, die zur gleichen Zeit abgehalten wurden, waren davon jedoch nicht betroffen. Die britische Regierung hat sich zu Ausgaben über 1 Milliarde Pfund allein für die Sicherheit der Spiele verpflichtet; dieser Betrag macht 10 Prozent der gesamten Organisationskosten aus.

Der Nahverkehr in London gerät schon zu normalen Stoßzeiten oft an seine Grenzen. Die zusätzliche Belastung durch die Besucher der Olympischen Spiele wird sicher zu weiteren Verspätungen führen. Viele Unternehmen, darunter auch Munich Re, haben für ihre Büros daher detaillierte Notfallpläne entwickelt, um die Geschäftstätigkeit während der Spiele zu gewährleisten. Damit die Athleten und Offiziellen ungehindert zu den Sportstätten kommen, haben die Organisatoren „Olympic lanes“ eingerichtet, reservierte Fahrspuren auf den meistbefahrenen Straßen. Bedauerlicherweise wird das den Zuschauern nicht auf ihrem Weg zu den Wettkampfstätten helfen; aber das ist eher ein Reputationsproblem der Londoner Spiele als ein Auslöser für einen möglichen Versicherungsschaden.

Die Vorbereitung dauert Jahre

„Die Gespräche mit unseren Kunden und ihren Brokern beginnen schon viele Jahre vor der eigentlichen Veranstaltung. Mit unseren individuellen Lösungen können die Organisatoren den Beteiligten garantieren, dass ihre Investition nicht verloren ist, falls die Spiele tatsächlich nicht stattfinden können. Ohne diese Sicherheit wäre ein finanzielles Engagement für viele Unternehmen zu riskant“, erläutert Andrew Duxbury. „Wir haben nun über 40 Jahre Erfahrung als Risikopartner bei solchen globalen Veranstaltungen. Nach all den Ortsbesichtigungen, Gesprächen mit Beratern und Veranstaltern auf der ganzen Welt haben wir das nötige Knowhow, das man für eine führende Rolle bei den Olympischen Spielen in London benötigt.“

Die nächsten Wochen werden alle Beteiligten einschließlich der (Rück)versicherer den Fortgang mit verstärkter Aufmerksamkeit verfolgen. Da sämtliche Interessen auf ein gemeinsames Ziel gerichtet sind, erwarten wir nichts anderes als eine mitreißende Partyatmosphäre und hoffentlich etliche Weltrekorde in den verschiedenen Wettbewerben.

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