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David Zink Yi, Neusilber, 2014

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KUNST UND ARCHITEKTUR I DAVID ZINK YI

7-teilige Installation für den Empfangsbereich des Bürogebäudes an der Berliner Straße

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NEU IN DER SAMMLUNG | ERIKA HOCK

Installation für die neue Lounge bei Munich Re

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Ausstellungsansicht Miriram Ferstl, Lichtzellen

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ZU GAST | MIRIAM FERSTL 

Fotografien von Miriam Ferstl aus der Serie Lichtzellen

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NEUSILBER 

7-teilige Installation für den Empfangsbereich des Bürogebäudes an der Berliner Straße

Die sieben, bis über 4 Meter hohen Palmen aus Edelstahl erinnern mit ihren dünnen, zerbrechlich wirkenden Stämmen an jene, die den urbanen Raum vieler Städte im Süden der USA prägen. Mit gutem Grund: David Zink Yi hat für seine Installation die in der Natur bis über 30 m hohen Palmengewächse der Gattung „Washingtonia robusta“ zum Vorbild genommen und im Maßstab von ca. 1:10 in Edelstahl nachgießen lassen. Die Palmenkronen mit ihren scharfen und filigranen Blättern, für den Menschen sonst in unerreichbarer Höhe, werden im räumlichen Kontext eines Bürogebäudes aus verschiedenen Blickachsen ungewohnt erlebbar. Alle gegossenen Elemente sind, wie ihre natürlichen Vorbilder, Unikate. Die Blätter sind aus dünnem Edelstahl geschnitten und mit der Hand gefaltet. Um diese Präzision zu erreichen, wählte Zink Yi Edelstahl, obgleich er ursprünglich die Installation in der silberweiß glänzenden Legierung „Neusilber“ realisieren wollte, was jedoch technisch nicht möglich war. Der Titel des Werks ist eine Reminiszenz an die primäre Idee. 

Durch die silberne Oberfläche des Edelstahls und die präzise Ausführung der naturgetreu nachgebildeten Palmen schafft Zink Yi eine Atmosphäre von kühler Urbanität zwischen naturalistischer Form und idealisierter Künstlichkeit. Das Spiel mit der Perspektive sowie mit den Gegensätzen von Natur und Architektur, Außen und Innen erzeugt eine inspirierende Raumwirkung – inmitten des Büroalltags.

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Beim Aufbau der Installation Neusilber: David Zink Yi im Gespräch.

© David Zink Yi / Munich Re
David Zink Yi, Neusilber, 2014
© David Zink Yi / Munich Re, Photo: Munich Re

FIGURES & FIELDS

Installation für die neue Lounge bei Munich Re

Erika Hock lotet in ihren Werken die Grenzen zwischen Kunst, Architektur und Design aus. Ihre zwischen Bild und Objekt oszillierenden Arbeiten bestehen aus gewirkten Fäden, die nach konkreten Vorgaben der Künstlerin bedruckt und in Layern übereinander geschichtet werden. Das textile, filigrane Material verleiht den Werken eine überaus sinnliche Qualität, die den Betrachter nicht nur visuell, sondern auch haptisch herausfordert.

Für die neue Lounge von Munich Re entwickelte Erika Hock ein künstlerisches Gesamtkonzept mit acht Bildobjekten, deren abstrakte Kompositionen einen Dialog mit dem Raum eröffnen – nicht nur in Hinblick auf dessen architektonisches Formenrepertoire. Die großformatige Wandarbeit an der zentralen Stirnseite erweckt durch den kreisförmigen Farbverlauf in zartem Rosé die Assoziation eines einfallenden Lichtstrahls. Auf diese Weise gelingt es der Künstlerin, die eher dunkle Raumseite mit der lichten, dem Garten zugewandten zu verbinden. Die dezente Farbigkeit, die Formate und Formen der einzelnen Werke sowie deren sinnliche Materialität bereichern die Atmosphäre des Raumes auf eine ganz besondere Weise.

Erika Hock, Figures & Fields (Fields II), 2021
© Erika Hock / Munich Re, Foto: Munich Re
Erika Hock, Figures & Fields (Reflection), 2021
© Erika Hock / Munich Re, Foto: Christian Kain

Eine Ausstellung der Pinakothek der Moderne | 25. Juni  bis 10. Oktober 2021 

Anlässlich des 100. Geburtstags von Joseph Beuys verlassen zehn Multiples des Künstlers die Pinakothek der Moderne und setzen an unterschiedlichen Orten in München neue Impulse. Ohne die gewohnte Museumsumgebung und ohne die wirkungsvolle und kontrovers diskutierte Persönlichkeit Beuys’ stellen sich die Werke dem Austausch mit einer neuen Generation.

Bis 10. Oktober ist das Multiple Kunst=Kapital von Joseph Beuys zu Gast bei Munich Re. Im gläsernen Eingangsbereich des Ostgebäudes kann es jederzeit von außen betrachtet werden.

Mit der simplen, vielleicht provozierend wirkenden Gleichung „Kunst=Kapital“ kombiniert Beuys auf einer kleinen Schreibtafel zwei Begriffe, die üblicherweise unterschiedlichen Bereichen zugeordnet werden: die „Kunst“ der Kultur, das „Kapital“ der Wirtschaft. Für Beuys gab es eine solche Trennung jedoch nicht. In der Kreativität („Kunst“) sah er das Potenzial („Kapital“), gedankliche Begrenzungen aufzulösen. Die Kraft seiner Kunst liegt in der Verknüpfung des scheinbar Unzusammenhängenden. Der Künstler baut assoziative Brücken und macht damit deutlich, welch unverzichtbare Rolle Kunst in unserer Gesellschaft einnimmt.

Wir freuen uns über die Teilnahme an diesem Kooperationsprojekt der Pinakothek der Moderne und laden Sie herzlich ein, vorbeizukommen! 

Weitere Informationen zu den Multiples und den Standorten über die BeuysCityMap bei www.pinakothek-beuys-multiples.de

 

Ich strahle aus. 100 Jahre Joseph Beuys (Ausstellungsansicht)
© Munich Re

LICHTZELLEN

Fotografien von Miriam Ferstl bilden den Auftakt für temporäre Präsentationen zeitgenössischer Kunst in historischem Ambiente. 

Über Jahre hat Miriam Ferstl Kristallleuchter in Theaterräumen, Opernhäusern, Kirchen, Synagogen und Moscheen in ganz Europa und im Maghreb fotografiert – und zwar aus der Untersicht. Wie farbig leuchtende, abstrakte Gebilde wirken die verschiedenen Lüster. Sie erinnern an mikrokosmische oder galaktische Strukturen, aber auch an die Blüten einer Pflanze – an universelle Grundformen der Natur, die einem inhärenten Bauplan zu folgen scheinen.  

Miriam Ferstl setzt sich in ihrer Arbeit intensiv mit der Verbindung von Kunst, Naturwissenschaft und Metaphysik auseinander und vermittelt eine visuelle Erfahrung, die weit über das Motiv hinausweist. So auch bei Munich Re. Denn bei genauerer Betrachtung wird evident, dass es sich bei einer der großformatigen Fotografien um den sich im Raum befindlichen Leuchter handelt. Ferstl stellt so nicht nur einen Bezug zum Ort her, sondern auch zum realen Objekt in seinem originären Kontext. Der Besucher wird gleichsam Zeuge einer fast magischen Verwandlung, und er wird eingeladen, die Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.  

Miriam Ferstl | Lichtzellen (Raumansicht)
© Miriam Ferstl, Foto: Christian Kain

Philippe Decrauzat
Flag Wave (Repeat and Stop), Flag Wave (Prolonged Hesitation),
2020 
 

„Ich spiele gerne mit der Darstellung von Bewegung und Volumen“, sagt Philippe Decrauzat und beschreibt damit die Quintessenz seiner künstlerischen Arbeit – ob Malerei auf Leinwand, raumfüllende Wandmalerei, Zeichnung, Skulptur, Installation oder Film. 

In den beiden Kompositionen Flag Wave (Repeat and Stop) und Flag Wave (Prolonged Hesitation) aus dem Jahr 2020 wird dies eindrücklich vor Augen geführt. Obgleich Malerei auf Leinwand entsteht der Eindruck einer im Wind wehenden Fahne. Decrauzat erreicht diesen Effekt aufgrund einer exakt komponierten Anordnung von jeweils 54 schwarzen Linien auf weißem Grund. Die ungewöhnlichen Formate unterstützen die konzeptionelle Thematik: die Fehlbarkeit und Schwäche des menschlichen Auges und die Lücke, die sich zwischen Auge und Gehirn auftut. Wir sehen etwas, ohne dass das Gehirn die gezeigten Informationen simultan verarbeiten kann. Die optische Täuschung nimmt ihren Lauf. 

Philippe Decrauzat, Flag Wave (Repeat and Stop), Flag Wave (Prolonged Hesitation), 2020
© Philippe Decrauzat/Munich Re, Foto: Courtesy Galerie Nikolaus Ruzicska

Sébastien de Ganay
Light Blue Folded Flat Sequence 01
2016 

Die Auseinandersetzung mit Wahrnehmungsprozessen und das Experimentieren mit verschiedenen Materialien ist zentral für das künstlerische Werk von Sébastien de Ganay. In Kontinuität zu dem Erforschen von Faltungen seit den frühen 1990er Jahren und inspiriert von alltäglichen Post-its, die der Künstler für Notizen und Skizzen nutzt, entsteht seit 2015 die Werkreihe Folded Flats.  

In serieller Arbeitsweise produziert de Ganay minimalistische abstrakte Wandskulpturen aus Aluminium, die zwischen Malerei und Skulptur, zwischen Fläche und Raum oszillieren. Dabei vermeidet der Künstler eine charakteristische Handschrift, wodurch seine Faltungen eine strenge und gleichzeitig klare Ästhetik aufweisen. Wie ein sich langsam entfaltendes monochromes Blatt Papier erscheint die fünfteilige Arbeit Light Blue Folded Flat Sequence 01; der Prozess des Öffnens lässt sich anhand der Sequenz gedanklich nachvollziehen.  

Sébastien de Ganay, Light Blue Folded Flat Sequence 01, 2016
© Sébastien Ganay / Munich Re, Foto: Courtesy max goelitz

Berit Schneidereit
Fünf Werke aus der Serie Draperie
2018-2021 

Beim ersten Blick auf die Werke von Berit Schneidereit ist Natur erkennbar, doch Details zu Vegetation und Ort bleiben geheimnisvoll verborgen: Über Blättern, Palmwedeln und Büschen liegt eine Art Schleier, ein rasterartiges Gewebe, das auf Anhieb nicht klar einzuordnen ist und die Sicht behindert. Die Künstlerin hat auf Reisen gezielt öffentliche, urbane Parklandschaften oder botanische Gärten erkundet und vorgefundene Situationen, dort wo ein Sichtschutz den Blick versperrt, fotografisch festgehalten. Die Flora, die Lichtsituation und die Fülle der Vegetation sind eher spürbar als sichtbar. Das sowohl licht- als auch "sicht"-durchlässige Gewebe bewirkt eine Verschmelzung von Vorder- und Hintergrund und schafft damit eine Verdichtung des Bildraums.  

Berit Schneidereit erkundet das Verhältnis zwischen realem und fotografischem Bildraum, Nähe und (medialer) Distanz. Der Betrachter wird so mit seiner eigenen Erfahrung und Erinnerung an innere Bilder, Orte und Räume konfrontiert. Letztendlich jedoch bleibt die abgebildete Wirklichkeit verhangen, nicht wirklich greifbar und somit eine Art Geheimnis, dessen Reiz durch das Unergründliche entsteht. 

Berit Schneidereit, Draperie X, 2018
© Berit Schneidereit / Munich Re, Foto: Courtesy Galerie Jochen Hempel

INFINITY GREEN

Architekturbezogene Installation für eine der unterirdischen Passagen bei Munich Re

Mit Infinity Green stellt der in Montpellier geborene Künstler Roland Burkart unsere Wahrnehmung von Realität infrage. Das Grün des Bodenbelags referiert auf den in Film- und Fernsehstudios verwendeten Greenscreen, einer Technik, die es ermöglicht, Gegenstände oder Personen nachträglich vor jeden beliebigen, realen fotografierten oder computergenerierten Hintergrund zu stellen. Durch die gestalterische Raffinesse wandhoher Spiegelelemente entlang der Seitenwände, verbunden mit dem Einsatz indirekter Lichtquellen, gelingt es dem Künstler, jene der Greenscreen-Technik inhärente Grenzenlosigkeit mit der Unendlichkeit der Doppelspiegelung zu verbinden. Burkart verwandelt die Passage in einen sich ins Unendliche reflektierenden Raum, in dem Wand und Boden zu verschmelzen scheinen und der den Passanten mit sich selbst in einer wundersamen Endlosigkeit konfrontiert. 

Roland Burkart, Infinity Green, 2020
© Roland Burkart / Munich Re, Foto: Christian Kain