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FRANK STÜRMER
FOTOGRAFIEN 2001 - 2015

Munich Re Art Gallery | Februar 2015 – Januar 2016

Frank Stürmer widmet sich in seinen Arbeiten der Besonderheit und Schönheit des Alltäglichen, den beiläufigen Momenten des Lebens. Seine fotografischen Streifzüge führen ihn durch prachtvolle Gärten und einsame Landschaften ebenso wie durch die belebten Straßen internationaler Großstädte. Dabei hält er auch Menschen mit seiner Kamera fest.

Die Rückenansicht, die der Künstler meist wählt, ist ein bedeutendes Motiv in seinem Werk, das zugleich den Auftakt zu dieser Ausstellung bildet. Angelehnt an die Schlusssequenz des Films Modern Times von Charlie Chaplin, in der sich der Moment des vermeintlichen Endes in den Beginn einer neuen, unbekannten Geschichte verwandelt, wird auch hier der Betrachter aufgefordert, sich auf eine Reise zu begeben.

Die Ausstellung gibt Einblick in das vielschichtige Werk Frank Stürmers, der mit mehreren Arbeiten in der Munich Re Art Collection vertreten ist, darunter die neunteilige Serie La Mortella, die seit August 2014 im Außenbereich der Cafeteria zu sehen ist.

Frank Stürmer im Gespräch mit Susanne Ehrenfried-Bergmann.

© Frank Stürmer / Munich Re

Gezeigt werden Fotografien aus verschiedenen Themen- und Werkgruppen von 2001 bis heute. Die kleinformatige Serie Epoca de aur (Das Goldene Zeitalter) entstand 2010 und ist eine Anlehnung an das berühmte Gemälde Das Goldene Zeitalter von Lucas Cranach d. Ä. um 1530, eine Idealvorstellung des Lebens nach antikem Mythos, in dem Menschen und Tiere friedlich in paradiesischem Garten vereint sind. Stürmers Interpretation zeigt jedoch keinen ganzheitlichen Idealentwurf als Ausdruck der Sehnsucht nach der paradiesischen Epoche, sondern Facetten unserer Gegenwart, von naturbelassener Schönheit bis hin zu Luxus und Dekadenz, und setzt sich dabei formal wie inhaltlich mit der Darstellung Cranachs auseinander.

In der Werkgruppe Nitzkydorf von 2012 widmete sich der Künstler der Architektur des rumänischen Dorfes Nițchidorf, in der sich die bewegte Geschichte des Ortes widerspiegelt. Die kleinen einstöckigen Gebäude, alle nach gleichem Prinzip erbaut, tragen nach alter Tradition die Namen ihrer deutschen, rumänischen oder ungarischen Besitzer an den Giebelwänden. Stürmers Fotografien zeigen die Bauwerke in ihrer individuellen Erscheinung, mit all den Spuren der Zeit, und obgleich keine Menschen zu sehen sind, ist ihre Präsenz deutlich spürbar.

Mehr als 30 Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen vereint die Ausstellung. Man begegnet Menschen auf der Straße, urbanen Landschaften, einsamen Häusern, exotischen Pflanzenwelten. Es sind gewohnte, oft gesehene Dinge und Szenerien, denen der Künstler durch die Besonderheit seines Blicks einen Zauber entlockt und ihnen so eine nahezu mystische Qualität verleiht.

Ausstellungsansicht
© Frank Stürmer, Foto: Marcus Buck
Ausstellungsansicht
© Frank Stürmer, Foto: Marcus Buck
Ausstellungsansicht
© Frank Stürmer, Foto: Marcus Buck