Afrikanischer Versicherungspool für Dürrerisiken bewährt sich im ersten Jahr

06.07.2015

Die African Risk Capacity Insurance Company Ltd. (ARC Ltd.) hat ihr Rückversicherungsprogramm mit Munich Re als einem der führenden Rückversicherer erneuert.

München/Zürich. Durch ihren Finanzarm ARC Ltd. hat der wegweisende Katastrophenversicherungspool African Risk Capacity (ARC) seinen Deckungsumfang für Dürrerisiken auf bis zu 192 Mio. US$ für das Zeichnungsjahr 2015/16 ausgebaut. Mehr als 70 Mio. US$ davon werden in den weltweiten Rückversicherungsmarkt transferiert. Munich Re gewährt Rückversicherungskapazität durch ihre Tochtergesellschaft NewRe.

 „Wir freuen uns sehr, an diesem Programm beteiligt zu sein und den neuen staatlichen Versicherungspool zu unterstützen. Das Erfolgsrezept von African Risk Capacity ist die Kombination aus Risikobeurteilung, Notfall- und Umsetzungsplanung, Risikotransfer und rascher Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Dank dieser Kombination bietet der ARC einen neuen und innovativen Ansatz für die Abmilderung der Folgen von Dürren und die Ernährungssicherung,“ so Andreas Molck-Ude, CEO der NewRe. Er sieht für diese Art von Versicherungsschutz erhebliches Wachstumspotenzial. So wird erwartet, dass sich weitere afrikanische Länder an dem Programm beteiligen. Zudem soll die Deckung auf Überschwemmungs-, Sturm- und möglicherweise auch Pandemierisiken ausgeweitet werden.

Für dieses Jahr wird der Beitritt von Burkina Faso, Malawi, Mali, Gambia und Simbabwe in den Katastrophenpool erwartet. Damit steigt der Deckungsumfang auf 192 Mio. US$. Im ersten Zeichnungsjahr 2014/15 versicherte die ARC Ltd. Niger, Senegal, Mauretanien und Kenia mit einer Deckungssumme von insgesamt 129 Mio. US$, wovon über Willis Re, dem Broker des Programms, 55 Mio. US$ bei Rückversicherern platziert wurden.

Für Michael Roth, Senior Consultant Public Sector Business Development bei Munich Re, liegt die Stärke des Versicherungskonzepts darin, dass sich damit gleich mehrere entwicklungspolitische Ziele erreichen lassen: „Es geht hier nicht nur um Anpassung an den Klimawandel, Katastrophenschutz und Ernährungssicherung. Ebenso bemerkenswert ist, dass die Regierungen im Sinne guter Regierungsführung Verantwortung übernehmen und die beteiligten Länder zusammenarbeiten. Der ARC zeigt eindrucksvoll, dass auch Risiken in Entwicklungsländern effizient versichert werden können.“

Deutschland hat den Klimaschutz ganz oben auf die Agenda seiner G7-Präsidentschaft gesetzt, denn der Klimawandel und extreme Wetterereignisse stellen Entwicklungsländer vor riesige Herausforderungen und drohen sie noch tiefer in die Armut zu treiben. Der ARC wurde von der Afrikanischen Union ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Mitgliedsländern zu helfen, die Auswirkungen extremer Wetterereignisse besser zu bewältigen. Staaten, die sich an dem Katastrophen-Versicherungspool beteiligen, können bei der ARC Ltd. Versicherungsschutz gegen Dürre abschließen, um besonders betroffene Bevölkerungsgruppen vor den Folgen extremer Trockenheit zu schützen. ARC strebt an, dass 20 bis 30 afrikanische Länder innerhalb der kommenden vier Jahre dem Versicherungspool beitreten.

Die Pressemitteilung des ARC ist unter www.africanriskcapacity.org/press-releases abrufbar.

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