Bessere Konjunktur bei starkem Wettbewerb in Industrieländern bestimmt weltweiten Versicherungsmarkt 2015

04.05.2015

Der weltweite Versicherungsmarkt wird 2015 von einem besseren konjunkturellen Umfeld in den Industrieländern profitieren. Allerdings dämpfen der starke Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung und das anhaltende Niedrigzinsumfeld mit seinen Auswirkungen auf die Lebensversicherung das erwartete Prämienwachstum, auch wenn die Niedrigzinsen dort insbesondere die Erträge treffen.

München. Das nominale Prämienwachstum wird 2015 voraussichtlich 3,2% (inflationsbereinigt 3,0%) betragen und damit etwa dem Wachstum der Weltwirtschaft entsprechen, wie aus dem aktuellen Insurance Market Outlook von Munich Re hervorgeht. Im kommenden Jahr dürfte das nominale Wachstum bei 4,3% liegen und inflationsbereinigt (3,0%) ungefähr dem Niveau von 2015 entsprechen.

Insbesondere im Schaden/Unfall-Geschäft in den Industrieländern nimmt der Wettbewerb zu, während die Erstversicherungsprämien in den Schwellenländern in diesem und im kommenden Jahr um durchschnittlich knapp 7,5% (inflationsbereinigt 6,5%) wachsen dürften. In der Lebensversicherung werden die Prämien in den Industrieländern bis 2016 nur um etwa 3% (inflationsbereinigt gut 2%) zulegen. Wachstumsmotor für die weltweite Lebensversicherung bleiben ebenfalls die Schwellenländer, auch wenn sich hier ein allmähliches Ende der zweistelligen Wachstumsraten abzeichnet.

„Das globale konjunkturelle Umfeld wird sich in diesem und im kommenden Jahr verbessern, auch wenn sich die Wachstumserwartungen in den Schwellenländern etwas abschwächen“, kommentierte Michael Menhart, Chefvolkswirt von Munich Re. „Der Wettbewerb und das Niedrigzinsumfeld belasten den Versicherungsmarkt insbesondere in den Industrieländern auf der Ertrags-, aber auch auf der Umsatzseite. Die Wachstumsperspektiven für die Versicherungswirtschaft in den aufstrebenden Ländern Asiens, Südamerikas und Afrikas sind trotz leichter Abschwächung weiter gut.“

Langfristig bis zum Jahr 2025 wird die Schaden/Unfall-Erstversicherung leicht langsamer wachsen als die Gesamtwirtschaft. In der Lebensversicherung könnten die Prämien stärker als erwartet zunehmen, da in alternden Gesellschaften hoher Vorsorgebedarf besteht und in Schwellenländern der wachsende Wohlstand der Treiber für das Lebensversicherungsgeschäft ist.

Im Zeitraum bis 2025 wird der absolute Prämienzuwachs in der Schaden/Unfall-Versicherung zu 41% aus den Schwellenländern kommen, deutlich mehr als bisher. In der Lebensversicherung wird der Anteil sogar 44% betragen. Größter Erstversicherungsmarkt wird auch im Jahr 2025 die USA sein, dann gefolgt von China, wodurch Japan und Großbritannien auf die Ränge drei und vier der größten Versicherungsmärkte verwiesen werden.

„Einen höheren Anteil an Risiken an Versicherer zu übertragen, hilft den Menschen und ist volkswirtschaftlich sinnvoll. Die Welt ist nach wie vor deutlich unterversichert“, sagte Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard. „Das Spektrum der Unterversicherung reicht von unzureichend versicherten Haftpflichtrisiken der Industrie bis zu nicht gedeckten Naturkatastrophenschäden in den Schwellenländern. Insbesondere für breit aufgestellte internationale Versicherungsgruppen bietet der weltweite Versicherungsmarkt daher große Potenziale für profitables Wachstum.“

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