Munich Re und GIZ kooperieren bei landwirtschaftlichem Modell-Projekt in Peru

02.07.2014

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und Munich Re unterstützen den Aufbau eines Risikotransfersystems für die Landwirtschaft in Peru. Dafür wurde das Projekt „Integriertes Finanzmanagement von Klimarisiken im Agrarsektor in Peru“ initiiert. Es soll gemeinsam mit den zuständigen peruanischen Behörden die rechtlichen, institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen für ein System entwickeln, das die landwirtschaftliche Produktion gegen wetterbedingte Risiken absichert.

München. Im Zentrum des Projekts steht das Risikotransfersystem für Landwirte auf Basis einer öffentlich-privaten Partnerschaft (public private partnership) zwischen dem peruanischen Staat, landwirtschaftlichen Betrieben und der Versicherungswirtschaft. Munich Re und die GIZ beraten die Partner dabei. Zudem soll ein Agrarinformationssystem geschaffen werden, mit dem die Datengrundlage bezüglich Produktion und Erträgen verbessert werden soll. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts Fachkräfte für das Management und die Aufsicht des Risikotransfersystems ausgebildet.

Joachim Herbold, Experte für Agrarversicherung bei Munich Re und fachlicher Berater in dem Projekt: „Die peruanische Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Diese werden verschärft durch den Klimawandel mit den damit verbundenen zunehmenden Ertragsschwankungen. Munich Re unterstützt mit ihrem Knowhow den Aufbau eines umfassenden Systems, das die Landwirte nachhaltig gegen Naturgefahren absichert.“

Der Agrarsektor in Peru ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und spielt für die peruanische Volkswirtschaft eine wichtige Rolle. Die Exporte landwirtschaftlicher Produkte sind von 624 Millionen US$ im Jahr 2003 auf 3,4 Milliarden US$ im Jahr 2013 gestiegen. Eine der größten Herausforderungen für die Landwirtschaft sind wetterbedingte Risiken, vor allem Trockenheit, Überschwemmungen und Frost, die durch den Klimawandel noch verstärkt werden. Das geplante Risikotransfersystem soll vom peruanischen Staat, dem Agrarsektor, von Banken und Versicherungsunternehmen getragen werden. Um einen möglichst großen Teil der Landwirte abzusichern, muss es sowohl den unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen im Land Rechnung tragen als auch für die Bedürfnisse verschiedener Betriebstypen, also von Kleinbauern bis zu Großbetrieben, passen.

GIZ-Expertin Philine Oft: „Wir freuen uns, gemeinsam mit Munich Re den Aufbau nachhaltiger Agrarversicherungsmärkte in Peru voranzubringen. Das Risikotransfersystem, das wir entwickeln, soll den peruanischen Landwirten zugute kommen und sie vor finanziellen Belastungen durch Ernteausfälle infolge von Extremwettereignissen schützen. Zukünftig kann es außerdem als Blaupause für andere Länder dienen.“   

Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und wird im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) gefördert.

Über die GIZ

Die GIZ ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern. Weitere Informationen zur Arbeit der GIZ in Peru unter: www.giz.de

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