Dii legt Berechnung zur Machbarkeit der Desertec-Vision vor

21.06.2012

Pünktlich fast drei Jahre nach ihrer Gründung hat die Dii GmbH den ersten Teil ihrer Machbarkeitsstudie für die Desertec-Vision vom Strom aus der Wüste („Desert Power 2050“) vorgelegt.

München. Das Ergebnis der Studie, die die Dii mit dem Fraunhofer-ISI-Institut erarbeitet hat: Im Jahr 2050 könnte Europa jährlich 33 Mrd. € sparen, wenn beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Umsetzung der Klimaziele der EU Strom aus verschiedenen erneuerbaren Quellen in den MENA-Staaten mit einbezogen wird sowie Europa und die MENA-Region mit einem intelligenten Hochspannungs-Leitungsnetz verbunden werden. Die Studie ist ein wesentlicher Baustein des Projektauftrags der Dii. Die Gesellschaft war 2009 unter Führung von Munich Re und der Desertec Foundation mit 11 Großunternehmen aus Industrie und Finanzwirtschaft gegründet worden. Mittlerweile gehören der Dii 21 gleichberechtigte Anteilseigner und 35 assoziierte Partner aus verschiedenen Ländern Europas und der MENA-Region an.

Die Studie hat auch die verschiedenen Technologien bewertet und kommt zu dem Schluss, dass bei einer ökonomisch optimierten Energieerzeugung in den MENA-Staaten Onshore-Wind die dominierende Quelle werden dürfte gefolgt von Solarstrom. Nordeuropäische Länder dürften in dem Verbund eine sehr wichtige Rolle durch die Stromerzeugung aus Offshore-Windanlagen und Wasserkraft spielen. In einem zweiten Schritt plant die Dii eine Studie, wie dieses Szenario einer EU-MENA-Energieinfrastruktur konkret mit ersten Meilensteinen realisiert werden könnte. Zudem arbeitet die Dii an Referenzprojekten zum Aufbau erster erneuerbarer-Energien-Kraftwerke in Marokko, die sowohl die Erzeugung von Strom aus Sonne (Photovoltaik und Solarthermie) und Wind enthalten.

Ernst Rauch, Leiter des Corporate Climate Centre und bei Munich Re für die Dii zuständig, sagte: „Die Ergebnisse der Studie und ihr Detailierungsgrad hinsichtlich der Stromerzeugungstechnologien, Kostenanalysen und Netzfragen sind sehr beeindruckend. Natürlich stellen sie ein Idealbild dar mit einer Aufrüstung der Netze samt Vernetzung von Europa und MENA-Raum über alle Landesgrenzen hinweg. Gleichwohl sind dies wichtige Denkanstöße, die zeigen, dass ein Verzicht auf kleinstaatliche Insellösungen zum Nutzen aller ist. Munich Re wird intensiv prüfen, wie wir über Versicherungslösungen oder als Investor an der Realisierung von Projekten mitwirken können, die in diese Richtung zielen.“

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