Ein Jahr nach dem Beben in Japan: Eine Bilanz der Katastrophe und ihrer Konsequenzen

07.03.2012

Am 11. März vor einem Jahr löste das bisher schwerste Erdbeben in Japan mit einer Magnitude von 9,0 eine Katastrophe aus. Seitdem haben sich tausende Nachbeben ereignet, das stärkste hatte die Magnitude 7,9. Munich Re bilanziert die Katastrophe und ihre Konsequenzen.

München. Ein Jahr nach dem Beben beschreiben Erdbeben-Experten bei Munich Re die Risikolage für Japan neu. Sie gehen von einer grundsätzlich erhöhten Aktivitätsrate für mehrere Jahre aus. In der vor einem Jahr betroffenen Region sind Erdbeben mit einer Magnitude von bis zu mehr als 7 auf der Richterskala mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Insgesamt führt die Analyse auch zur Annahme einer gestiegenen Gefährdung für die Region um Tokio

Ludger Arnoldussen, marktverantwortlicher Vorstand für Japan bei Munich Re: „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein mittelschweres Erdbeben mit Magnitude von zirka 7 und Epizentrum im Großraum Tokio stattfinden wird, ist für die kommenden Jahre deutlich gestiegen. Angesichts der Konzentration von Werten dort muss unsere Einschätzung auch Konsequenzen im Underwriting haben.“ In die konstruktiven Gespräche mit den Kunden zur Vertragserneuerung für Japan zum 1. April 2012 gehen die Erkenntnisse über konkrete Vorgaben bezüglich der Anpassung bei der Schadenerwartung ein. Die Erneuerungsrunde wird damit stark vom Naturkatastrophengeschäft geprägt sein. Munich Re erwartet weiter steigende Preise.

Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied für das weltweite Rückversicherungsgeschäft von Munich Re: „Das Beben von Japan mit all seinen Folgen hat gezeigt, dass sich extremste Ereignisse immer wieder ereignen. Gesellschaften müssen darauf vorbereitet sein, und solche Ereignisse bieten die Möglichkeit für einen bewussteren Umgang mit Risiken. Wir als großer Risikoträger tragen unseren Anteil dazu bei, indem wir solche Risiken bewerten – und nach einer Katastrophe auch mit unseren Zahlungen ein Stück am Wiederaufbau beteiligt sind.“

 

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