Immer mehr Wetterkatastrophen in der Region Asien-Pazifik

11.11.2011

Die Überschwemmungen in Thailand mit den für das Land bislang höchsten volkswirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen sind eines der jüngsten Beispiele für die hohe Gefährdungssituation aus wetterbedingten Naturkatastrophen im asiatisch-pazifischen Raum. Die umfassende Naturkatastrophen-Datenbank von Munich Re (NatCatSERVICE) zeigt, dass sich die Wetterkatastrophen in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdreifacht haben. In China haben sie sich seit 1980 sogar mehr als vervierfacht.

München. Aufgrund des Bevölkerungswachstums, der anhaltenden Verstädterung in exponierten Gebieten und des steigenden Wohlstands ist künftig mit einer weiteren Zunahme der volkswirtschaftlichen Schäden zu rechnen. Demgegenüber ist die Versicherungsdichte in vielen Ländern der Region noch sehr niedrig. So waren im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre nur 6 % der Naturkatastrophenschäden versichert.

Obwohl die Häufigkeit und Stärke geophysikalischer Katastrophenereignisse nicht zugenommen hat, ist die Region Asien-Pazifik zudem hoch erdbebengefährdet. 2011 entfiel getrieben durch die schweren Erdbeben bisher der Großteil der Naturkatastrophenschäden auf die Region. 80 % aller volkswirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen in den ersten neun Monaten ereigneten sich in Asien-Pazifik. Nach den Erdbeben in Neuseeland und Japan, den Überschwemmungen und dem Zyklon in Australien sowie den Überschwemmungen in vielen Ländern Zentral- und Südostasiens belief sich der volkswirtschaftliche Schaden in der Region in den ersten neun Monaten 2011 auf 259 Milliarden US-Dollar, davon waren rund 52 Milliarden US-Dollar versichert.

Weltweit summieren sich die volkswirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen allein in den ersten neun Monaten auf 310 Milliarden US-Dollar. Damit ist 2011 das teuerste Naturkatastrophenjahr aller Zeiten. Rund 80 Milliarden US-Dollar werden von der Versicherungsindustrie getragen. Zuletzt hatten die volkswirtschaftlichen Schäden im Katastrophenjahr 2005 mit den Hurrikanen Katrina, Rita und Wilma Rekordwerte erreicht.

In den letzten 30 Jahren waren mehr als 50 % aller Todesopfer infolge von Naturkatastrophen in der Region Asien-Pazifik zu beklagen. Auf die Region entfielen nahezu 40 % aller volkswirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen – allerdings nur knapp 9 % der versicherten Schäden.

Es ist daher dringend notwendig, eine breitere Absicherung gegen Schäden aus Naturkatastrophen zu erreichen. Dies kann durch eine Vielzahl von Maßnahmen geschehen – von der traditionellen Erst- und Rückversicherung über Public-Private-Partnerships bis hin zu staatlichen Pool-Lösungen für Naturkatastrophenrisiken.

„Public-Private-Partnership-Lösungen können helfen, Volkswirtschaften und Staatshaushalte nachhaltig zu stabilisieren, indem sie im Katastrophenfall umfassende finanzielle Hilfe leisten, den betroffenen Regierungen und der Bevölkerung unmittelbar liquide Mittel zur Verfügung stellen und damit zu ausgeglichenen Staatshaushalten, zur Risikovorsorge und zum Katastrophenmanagement beitragen“, so Ludger Arnoldussen, Vorstandsmitglied von Munich Re.

Munich Re verfügt über das nötige Knowhow und die Erfahrung und steht mit Regierungen in ganz Asien im Dialog, wenn es um Programme zur Absicherung gegen Naturgefahren geht. Die Unterstützung kann in zweifacher Hinsicht erfolgen: zum einen, indem Munich Re in hoch exponierten Ländern die Diskussion über die Gestaltung landesweiter Lösungen vorantreibt, und zum anderen, indem Munich Re Lösungen für staatliche Infrastrukturkomponenten wie Straßen und Brücken anbietet.

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