Die bevorstehenden starken Schneefälle am Wochenende werden aller Voraussicht nach nicht zu größeren Versicherungsschäden führen. Zwar sei mit Schneebruch und starkem Eisansatz zu rechnen. Rekordausmaße wie sie etwa in Bayern Januar 2006 oder im Münsterland im November 2005 aufgetreten sind, seien aber nicht zu erwarten, so die Geoexperten von Munich Re in einer aktuellen Stellungnahme.

Der Winter hat Europa fest im Griff. Für das Wochenende wird eine Verschärfung der seit Ende Dezember anhaltenden winterlichen Situation in Mitteleuropa erwartet. Hiervon am stärksten betroffen sind insbesondere Südwesteuropa und das nördliche Mitteleuropa.

Die Ursache ist Kaltluft, die sich bis ins nördliche Afrika durchsetzt. Daneben entwickelt sich ein kräftiges Tief (Daisy) im Mittelmeerraum, das sich südlich der Alpen in Richtung Osteuropa bewegt und für starke Niederschläge insbesondere auf der Alpensüdseite und verbreitete Niederschläge in ganz Mitteleuropa sorgt. Demgegenüber steht ein sich verstärkendes Hochdruckgebiet über Skandinavien, das in Verbindung mit dem oben erwähnten Tief zu Sturm zwischen nördlichem Mittelgebirgsrand und der Küste führt.

In den nächsten Tagen muss daher im gesamten westlichen Europa bis Nordafrika mit Frost bis in Küstennähe in Verbindung mit zum Teil kräftigen Schneeschauern gerechnet werden. In Mitteleuropa fallen in den nächsten Tagen auch in tiefen Lagen 10 bis 50 cm Schnee. Auf der Alpensüdseite fallen in höheren Lagen sogar bis zu einem Meter Neuschnee.

Fast überall in Europa ist zur Zeit Schnee anzutreffen. Unüblich viel Schnee liegt z.B. rund um Nord- und Ostsee wie z.B. auf Rügen mit ca. 30 cm.

Abb.: Prognostizierte Neuschneemenge in cm bis Sonntagmittag für Mitteleuropa (Quelle: www.wetter3.de).

Auswirkungen
Das Hauptaugenmerk in Deutschland richtet sich auf die Kombination der moderaten Sturmwetterlage mit den zum Teil kräftigen Schneefällen und den anhaltend tiefen Temperaturen, was zu erheblichen Schneeverwehungen führen kann. Dies betrifft vor allem die Mitte und den Norden Deutschlands sowie Polen. Hier muss mit erheblichen Beeinträchtigungen in allen Verkehrszweigen gerechnet werden. Mit Schneebruch und Eisansatz in größerem Ausmaß (wie z.B. in Bayern Januar 2006 oder im Münsterland November 2005) muss in Deutschland allerdings nicht gerechnet werden. In Südwesteuropa einschließlich der westlichen Mittelmeerregion liegt das Hauptaugenmerk auf den auftretenden Frostschäden und lokalem Schneebruch.

Winterschäden in Europa 10 Teuerste Ereignisse 1980 – 2009 (englisch) (PDF, 401 KB)
Winterschäden in Deutschland 10 Teuerste Ereignisse 1970 – 2009 (englisch)  (PDF, 402 KB)
11.01.2010 Presseinformation ERGO: Glatteis und Frost bescheren Unfälle und Rohrbrüche (PDF, 21 KB)

 

Disclaimer
Diese Unternehmensnachricht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Wir verwenden auf unseren Websites Cookies um Ihr Internet-Nutzungserlebnis zu verbessern und unsere Online-Dienstleistungen zu optimieren. Dies sind zum einen technisch erforderliche Cookies, ohne die die Funktionalität der Websites nicht gewährleistet wäre. Zum anderen setzen wir Cookies um statistische Auswertungen zur Reichweite unserer Websites machen zu können. Diese Auswertungen erfolgen anonym. Weitere Informationen zu den von uns verwendeten Cookies und der Möglichkeit, der Setzung von Cookies zu statistischen Auswertungen zu widersprechen, finden Sie in unseren Cookie-Richtlinien.