Solvency II darf in der Umsetzung nicht verwässert werden

05.05.2009

Die EU-Finanzminister haben der Richtlinie zur Regulierung der europäischen Assekuranz heute zugestimmt. Sie stellt hohe Anforderungen an Steuerung und Kontrolle von Risiken und soll die Branche so stabiler machen – und damit für wirtschaftlich schwierige Zeiten besser zu wappnen. In der Konkretisierung der Rahmenrichtlinie geht es jetzt darum, die strikten Grundsätze der Direktive in Regelungen zu fassen, die EU-weit auf einheitliche Weise durchführbar sind.

Thomas Blunck, Mitglied des Vorstands von Munich Re "Wir wollen ein level-playing-field in einem europäisch integrierten Versicherungsmarkt. Die gesetzten Standards dürfen im weiteren Prozess dabei nicht verwässert werden. Wir wollen Sicherheit. Sie muss oberste Priorität haben, um die Branche und ihre Kunden zu schützen. Solvency II spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Versicherungsbranche."

Bis zum Jahr 2012, wenn Solvency II in Kraft tritt, sind die Versicherer nun verpflichtet, ihr Risikomanagement zu professionalisieren – von der Tarifgestaltung bis hin zur Anlagepolitik. Der Rückversicherung kommt künftig eine wichtigere Rolle zu, wenn es darum geht, das Risikokapital zu bemessen oder erforderliche Eigenmittel bereit zu stellen. Denn Rückversicherung wirkt risikokapitalentlastend. Munich Re unterstützt Versicherer durch ihr Solvency-Consulting-Team bei der Ausrichtung auf die Erfordernisse von Solvency II und erarbeitet bedarfsgerechte Rückversicherungslösungen.

Joachim Oechslin, Chief Risk Officer von Munich Re: "Wer seine Risiken besser kennt, kann sein Geschäft noch professioneller steuern. Bei Munich Re erfolgt die Geschäftsteuerung bereits seit mehreren Jahren auf den Grundsätzen wie sie in Solvency II festgelegt sind. Wir sind damit erfolgreich. Solvency II wird die europäischen Versicherer noch wettbewerbsfähiger machen. Bedauerlich bleibt zwar die Tatsache, dass die Gruppenunterstützung in Solvency II zunächst außen vor bleibt, und dass durch nationale Sonderregelungen die Grundsätze nicht überall konsistent durchgesetzt wurden. Aber dennoch: Auch über Europa hinaus kann Solvency II als risikoorientiertes und prinzipienbasiertes Aufsichtssystem Vorreiter sein."

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