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Munich Re übertrifft Gewinnziel trotz herausfordernder Zeiten

23.02.2023

Gruppe

  • Gewinn von 3,4 Mrd. €
  • Auf Kurs zur Ambition 2025; im Jahr 2023 soll der Konzerngewinn auf 4,0 Mrd. € ansteigen
  • Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung steigt die Dividende auf 11,60 € je Aktie
  • Neuer Aktienrückkauf im Volumen von 1 Mrd. € bis zur Hauptversammlung 2024 geplant
Joachim Wenning
Munich Re hat die Krisen des Jahres 2022 gut verkraftet und wächst weiter profitabel. Wir sind finanz- und kapitalstark. Unser breit diversifiziertes Geschäftsportfolio macht uns nicht nur resilienter, sondern eröffnet auch neue Ertragschancen. Unsere Kunden honorieren Zuverlässigkeit in Zeiten großer Unsicherheit durch Krieg und volatile Kapitalmärkte. Und unsere Aktionäre profitieren von einer erhöhten Dividende sowie einem neuen Aktienrückkauf. Munich Re nimmt auch ihre gesellschaftliche Verantwortung sehr ernst. Deswegen freuen mich die Fortschritte bei Dekarbonisierung und Diversität. Im Hinblick auf den klimabedingten und digitalen Wandel zeigen wir weiter vollen Einsatz, mit neuen Lösungen Versicherungsbedarfe zu decken. Im Übrigen fokussieren alle Geschäftsbereiche auf die Erreichung der Ziele unserer Ambition 2025. Im laufenden Jahr nehmen wir uns für die Gruppe einen Gewinn von 4,0 Mrd. € vor.
Joachim Wenning
Vorsitzender des Vorstands
Jahresergebnis 2021

Zusammenfassung der Zahlen des Geschäftsjahres 2022

Im Geschäftsjahr 2022 erzielte Munich Re einen Gewinn von 3.419 (2.932) Mio. € und hat damit das Gewinnziel von 3,3 Mrd. € übertroffen. Der Gewinn in Q4 2022 betrug 1.516 (871) Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 % auf 67.133 (59.567) Mio. €.

Munich Re ist auf Kurs, die in der Ambition 2025 formulierten finanziellen Ziele des Strategieprogramms zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE) von 13,5 % verdient. Das Ergebnis je Aktie stieg 2022 um 17,6 % auf 24,63 €. Folgt die Hauptversammlung dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende von 11,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2022 zu bezahlen, so entspricht dies einem Anstieg um 5,5 %. Die Solvenzquote betrug – wie üblich bereits unter Abzug der vorgeschlagenen Dividende – zum Ende des Jahres ca. 260 % (31.12.2021: 227 %) und liegt damit ebenfalls auf hohem Niveau.

Das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 lag bei 3.582 (3.517) Mio. €. Das sonstige nicht operative Ergebnis betrug -81 (-91) Mio. €. Das Währungsergebnis stieg auf 676 (262) Mio. €. Die Steuerquote belief sich auf 14,5 (15,9) %. Das Eigenkapital lag mit 21.202 Mio. € unter dem Niveau zu Jahresbeginn (30.945 Mio. €); ursächlich hierfür ist vor allem der Rückgang der Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere infolge der – ökonomisch für Versicherungsunternehmen letztlich vorteilhaften – gestiegenen Zinsen.

Rückversicherung: Ergebnis von 2.593 Mio. €

Das Geschäftsfeld Rückversicherung steuerte im Geschäftsjahr 2022 2.593 (2.328) Mio. € zum Konzernergebnis bei, davon 1.393 (734) Mio. € in Q4. Damit hat die Rückversicherung die Belastung aus Hurrikan Ian in Q3 und den Rückgang des Kapitalanlageergebnisses gut verkraftet und bei weiter gesteigerter Profitabilität des Geschäfts ihr angepasstes Gewinnziel von 2,5 Mrd. € noch leicht übertroffen. Das operative Ergebnis betrug 2.574 (2.696) Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen als Resultat der Wachstumsstrategie in einem verbesserten Marktumfeld und aufgrund positiver Wechselkurseffekte wie erwartet deutlich auf 48.075 (41.354) Mio. €.

Das Rückversicherungsgeschäft Leben/Gesundheit erzielte 2022 einen Gewinn von 737 (325) Mio. €. Die Beitragseinnahmen stiegen auf 13.676 (12.561) Mio. €. Das versicherungstechnische Ergebnis, einschließlich des Ergebnisses aus Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer, ist deutlich angestiegen auf 918 (218) Mio. € [in Q3 von 400 Mio. € auf 800 Mio. € erhöhtes Ziel], wobei sich insbesondere das Geschäft mit nicht signifikantem Risikotransfer („Fee Income“) sehr erfreulich entwickelt hat. Die Belastungen durch Covid-19 sanken im Vergleich zum Vorjahr auf 344 (797) Mio. €.

Die Schaden/Unfall-Rückversicherung erzielte 2022 einen Ergebnisbeitrag von 1.856 (2.003) Mio. €. Das Prämienvolumen stieg kräftig auf 34.399 (28.793) Mio. €. Trotz hoher Naturkatastrophenschäden für den Markt sank die Schaden-Kosten-Quote auf 96,2 (99,6) % der verdienten Nettobeiträge.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden von je über 10 Mio. € betrug 4.173 (4.304) Mio. €, in Q4 lag sie bei 615 (1.006) Mio. €. Diese Beträge beinhalten Gewinne und Verluste aus der Abwicklung für Großschäden aus vergangenen Jahren. Die Großschadenbelastung entspricht einem Anteil von 12,8 (16,5) % der verdienten Nettobeiträge und lag damit leicht unter dem im langfristigen Mittel erwarteten Wert von 13 %. Die von Menschen verursachten Großschäden summierten sich auf 1.742 (1.165) Mio. €. Ursache des Anstiegs sind unter anderem Belastungen aus dem Angriffskrieg in der Ukraine in Höhe von 475 Mio. €. Die Belastung durch Großschäden aus Naturkatastrophen betragen 2.430 (3.139) Mio. €. Die teuerste Naturkatastrophe für Munich Re im Jahr 2022 war Hurrikan Ian mit Schäden von rund 1,6 Mrd. €.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten Rückstellungen für Basisschäden aus Vorjahren in Höhe von 1.304 (1.041) Mio. € aufgelöst werden; dies entspricht 4,0 (4,0) % der verdienten Nettobeiträge. Auch weiterhin strebt Munich Re an, Rückstellungen für neu auftretende Schäden insgesamt am oberen Rand angemessener Einschätzungsspielräume festzusetzen, sodass später Gewinne aus der Auflösung eines Teils dieser Rückstellungen möglich sind.

Bei der Erneuerung der Rückversicherungsverträge per 1. Januar 2023 steigerte Munich Re das gezeichnete Geschäftsvolumen auf 15,3 Mrd. € (+1,3 %). Munich Re hat dabei den Anteil proportionalen Geschäfts verringert und ist angesichts des attraktiven Ratenniveaus insbesondere im Bereich nicht-proportionaler Naturkatastrophendeckungen gewachsen. Dank verbesserter Vertragsbedingungen und -konditionen hat sich die Qualität des Portfolios weiter erhöht. In Zeiten von hoher Unsicherheit und Inflation sowie der in einigen Märkten festzustellenden Verknappung der von Rückversicherern und Kapitalmarktteilnehmern angebotenen Kapazitäten ist es Munich Re weiterhin gelungen, sich als nachhaltig qualitativer und zuverlässiger Partner zu positionieren. Dies zeigt sich auch durch eine aktive Optimierung des Portfolios und die Nutzung von Wachstumschancen aus dem Geschäftsausbau über fast alle Regionen hinweg. Wesentlich sind der Ausbau und das Neugeschäft mit ausgewählten Kunden, speziell in Europa und in Asien sowie Australien.

Erneuert wurden rund zwei Drittel des Nicht-Leben-Rückversicherungsvertragsgeschäfts mit den Schwerpunkten Europa, USA und globales Geschäft.

Die Preise entwickelten sich insgesamt positiv und konnten die teilweise deutlich gestiegenen Schadeneinschätzungen, bedingt vor allem durch Inflation oder andere Schadentrends, mehr als kompensieren. Die Preisverbesserungen waren – in unterschiedlicher Stärke – weltweit zu beobachten. Insgesamt stieg das Preisniveau für das Portfolio von Munich Re um 2,3 %. Diese Angabe zum Preisanstieg ist, wie immer, risikoadjustiert, das heißt, Preiserhöhungen, denen ein gestiegenes Risiko und damit eine erhöhte Schadenerwartung gegenübersteht, werden verrechnet. Für die nächsten Erneuerungsrunden im April und Juli erwartet Munich Re trotz zunehmenden Marktdrucks ein weiter positives Marktumfeld mit attraktiven Wachstumsmöglichkeiten.

ERGO: Ergebnis von 826 Mio. €

Im Jahr 2022 verzeichnete Munich Re im Geschäftsfeld ERGO einen Gewinn von 826 (605) Mio. €, davon 124 (137) Mio. € in Q4. ERGO hat damit das in Q3 deutlich erhöhte Gewinnziel von 800 Mio. € übertroffen. ERGO ist 2022 in allen drei Segmenten erneut erfolgreich gewachsen, wobei im Segment Schaden/Unfall Deutschland wieder eine Beitragssteigerung über dem erwarteten Marktwachstum erzielt werden konnte. Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Segmente hinweg erhöhten sich deutlich auf 20.059 (19.166) Mio. €; die gebuchten Bruttobeiträge auf 19.058 (18.213) Mio. €.

Das Ergebnis im Segment ERGO Leben/Gesundheit Deutschland stieg deutlich auf 485 (164) Mio. €, getrieben von einer guten operativen Entwicklung und einem hohen Währungsergebnis. Zusätzlich hat ein Einmaleffekt in Q3 die Ergebnisentwicklung positiv unterstützt. Das Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland verzeichnete einen Gewinn von 185 (234) Mio. €. Das versicherungstechnische Ergebnis des Segments verbesserte sich trotz Großschäden deutlich und konnte einen Rückgang des Kapitalanlage- und des Währungsergebnisses teilweise kompensieren. Das Segment ERGO International erreichte ein Ergebnis von 155 (207) Mio. €. Während das versicherungstechnische Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau lag, sind das Kapitalanlage- und das Währungsergebnis geringer ausgefallen. Das operative Ergebnis von ERGO betrug 1.008 (822) Mio. €, insbesondere getrieben vom Anstieg des versicherungstechnischen Ergebnisses.

Im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote mit 90,6 (92,4) % trotz Großschäden deutlich und lag damit sogar leicht unter dem Zielwert von 91 %. Im Segment ERGO International betrug die Quote 94,3 (92,9) % und lag damit auf dem angepassten Zielniveau von 94 %. 

Kapitalanlagen: Kapitalanlageergebnis bei
4.903 Mio. €

Das Kapitalanlageergebnis von Munich Re sank im Jahr 2022 auf 4.903 (7.156) Mio. €. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf 6.565 (6.017) Mio. €. Der Saldo aus Veräußerungsgewinnen und -verlusten ohne Derivate betrug 3.962 (3.182) Mio. €. Das Derivateergebnis lag bei -1.629 (-774) Mio. €, entstanden vor allem aufgrund von Verlusten bei Derivaten auf festverzinsliche Wertpapiere. Der Saldo aus Zu- und Abschreibungen fiel deutlich auf -3.155 (-505) Mio. €, verursacht vor allem durch Abschreibungen auf Aktien im Zuge fallender Aktienmärkte sowie auf festverzinsliche Wertpapiere als Folge des Ukraine-Krieges in Höhe von rund 850 Mio. €.

Das Kapitalanlageergebnis im Jahr 2022 entspricht insgesamt einer Rendite von 2,1 (2,8) % bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Die laufende Rendite lag bei 2,8 % und die Wiederanlagerendite bei 2,8 %. Die Aktienquote einschließlich aktienbezogener Derivate betrug zum 31.12.2022 5,7 % (31.12.2021: 7,7 %).

Der Bestand an Kapitalanlagen zu Buchwerten ist im Vergleich zum Jahresende 2021 auf 219.797 (240.300) Mio. € gesunken (zu Marktwerten: 223.471 Mio. €, Vorjahreswert: 257.485 Mio. €); Ursache hierfür war im Wesentlichen das gestiegene Zinsniveau.

Ausblick 2023¹: angestrebtes Konzernergebnis von
4,0 Mrd. €

Munich Re strebt für das Jahr 2023 einen Gewinn von 4,0 Mrd. € an. Der Versicherungsumsatz der Gruppe, der an die Stelle der gebuchten Bruttobeiträge tritt, soll sich 2023 auf rund 58 Mrd. € belaufen. Die Kapitalanlagenrendite soll mindestens 2,2 % betragen.

Im Geschäftsfeld Rückversicherung erwartet Munich Re im Jahr 2023 einen Versicherungsumsatz von rund 39 Mrd. € und einen Gewinn von rund 3,3 Mrd. €. Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden/Unfall-Rückversicherung soll – wesentlich bedingt durch die Ausweismethodik nach IFRS 17 – deutlich sinken und bei rund 86 % liegen. In der Lebens- und Gesundheitsrückversicherung strebt Munich Re ein versicherungstechnisches Gesamtergebnis von rund 1,0 Mrd. € an, das künftig das Ergebnis aus Versicherungsverträgen mit nicht signifikantem Risikotransfer einschließt.

Das Geschäftsfeld ERGO wird rund 0,7 Mrd. € zum Konzernergebnis beisteuern. Angestrebt wird eine Schaden-Kosten-Quote von 89 % im Segment Schaden/Unfall Deutschland und von 90 % im Segment ERGO International. Der Versicherungsumsatz für das Jahr 2023 soll rund 19 Mrd. € betragen.

Alle Prognosen und Ziele stehen unter erhöhter Unsicherheit angesichts der fragilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und der volatilen Kapitalmärkte. Gerade auch hinsichtlich der finanziellen Folgen aus dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine bestehen weiterhin erhebliche Unsicherheiten. Zudem sind die Prognosen wie immer vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen gravierender Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte.

1 wie bereits am 15.12.2022 veröffentlicht. Durch die Umstellung auf die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9/17 ergeben sich Änderungen sowohl in der Bezeichnung als auch in der Berechnung der Kennzahlen für den Ausblick. Bezogen auf IFRS 17 gibt es keine vergleichbaren veröffentlichten Vorjahreszahlen.
Bilanz-Medienkonferenz zum Konzernabschluss 2022

Munich Re ist ein weltweit führender Anbieter von Rückversicherung, Erstversicherung und versicherungsnahen Risikolösungen. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Geschäftsfeldern Rückversicherung und ERGO sowie dem Vermögensmanager MEAG. Munich Re ist weltweit und in allen Versicherungssparten aktiv. Seit ihrer Gründung im Jahr 1880 zeichnet sich Munich Re durch einzigartiges Risiko-Knowhow und besondere finanzielle Solidität aus. Sie bietet ihren Kunden auch bei außergewöhnlich hohen Schäden finanziellen Schutz – vom Erdbeben in San Francisco 1906 bis zum Hurrikan Ian 2022. Munich Re besitzt herausragende Innovationskraft und ist hierdurch in der Lage, auch außergewöhnliche Risiken wie Raketenstarts, erneuerbare Energien oder Cyberrisiken abzusichern. Munich Re treibt die digitale Transformation innerhalb ihrer Branche in einer führenden Rolle voran und erweitert hierdurch ihre Risikoanalysefähigkeiten sowie ihr Leistungsangebot. Individuelle Lösungen und große Nähe zu ihren Kunden machen Munich Re zu einem weltweit nachgefragten Risikopartner für Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen.

Disclaimer
Diese Medieninformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung unserer Gesellschaft, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte, wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweicht. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Stefan Straub
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