Gewinnziel von 2,1 bis 2,5 Mrd. € für 2018 – Aktienrückkäufe werden fortgesetzt

15.03.2018

Die Gruppe

Munich Re hat ihr Gewinnziel im Vergleich zum Vorjahr angehoben. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Überschuss von 2,1 bis 2,5 Mrd. €. Gleichzeitig kündigte Munich Re an, bis zur Hauptversammlung 2019 erneut eigene Aktien im Wert von 1 Mrd. € zu erwerben.
Munich Re ist wieder auf Wachstumskurs. Für 2018 streben wir einen Überschuss an, der etwas oberhalb des Gewinnziels des vergangenen Jahres liegt. ERGO setzt das Strategieprogramm Schritt für Schritt mit Erfolg um, und in der Rückversicherung erhalten unsere Wachstumsinitiativen zusätzlichen Rückenwind durch anziehende Preise. Wir investieren massiv in die Digitalisierung, gleichzeitig senken wir unsere Kosten. Hierdurch machen wir Munich Re fit für den digitalen Wandel und sichern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Joachim Wenning
Vorsitzender des Vorstands
Munich Re setzt ihre aktionärsfreundliche Politik fort. Trotz einer außergewöhnlichen Belastung durch Naturkatastrophen in 2017 schlägt der Vorstand von Munich Re der Hauptversammlung vor, eine unveränderte Dividende von 8,60 € je Aktie zu beschließen. Daneben hat das Unternehmen angekündigt, wieder ein Aktienrückkaufprogramm aufzulegen, in dessen Rahmen eigene Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. € bis zur Hauptversammlung 2019 zurückgekauft werden sollen. Das derzeit laufende Rückkaufprogramm in identischer Höhe wird planmäßig zur Hauptversammlung 2018 abgeschlossen.  

Ausblick 2018: Angestrebtes Konzernziel von 2,1 bis 2,5 Mrd. €

Munich Re strebt ein Konzernergebnis von 2,1 bis 2,5 Mrd. € an. Dies wäre eine leichte Steigerung gegenüber dem für 2017 geplanten Ergebnis (ursprüngliches Gewinnziel 2017: 2,0 bis 2,4 Mrd. €). Die Ergebnisprognose ist wie immer vorbehaltlich des Großschadenverlaufs und der Gewinn- und Verlustauswirkungen gravierender Währungskurs- oder Kapitalmarktbewegungen, signifikanter Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen und anderer Sondereffekte.

In der Rückversicherung Leben/Gesundheit sollte das versicherungstechnische Ergebnis – einschließlich des Ergebnisses aus Rückversicherungsverträgen, das aufgrund von nicht ausreichendem Risikotransfer im nicht versicherungstechnischen Ergebnis ausgewiesen wird – bei mindestens 475 Mio. € liegen. In der Schaden- und Unfallrückversicherung strebt Munich Re 2018 eine Schaden-Kosten-Quote von rund 99 % an.

Für das Geschäftsfeld ERGO erwartet Munich Re ein Konzernergebnis von 250 bis 300 Mio. €. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment ERGO Schaden/Unfall Deutschland sollte 2018 bei einer normalen Großschadenlast rund 96 % betragen; im Segment ERGO International wird eine Schaden-Kosten-Quote von rund 97 % angestrebt.

Munich Re rechnet für 2018 mit in der Tendenz leicht steigenden Zinsen, insbesondere in den USA, wo das Geschäftsfeld Rückversicherung stark engagiert ist. Entsprechend sollte in diesem Geschäftsfeld der Rückgang der laufenden Rendite in diesem Jahr zu einem Ende kommen. Allerdings führen steigende Zinsen zu einem Abschmelzen von Bewertungsreserven und tendenziell geringeren Veräußerungsgewinnen. Insgesamt rechnet Munich Re mit einem Kapitalanlageergebnis von gut 7 Mrd. €; dies entspräche einer Rendite auf die Kapitalanlagen von rund 3 %.

Unter der Annahme konstanter Wechselkurse rechnet die Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 mit gebuchten Bruttobeiträgen zwischen 46 und 49 Mrd. €. Im Geschäftsfeld Rückversicherung werden Bruttobeiträge in einer Spanne von 29 bis 31 Mrd. € erwartet, für das Geschäftsfeld ERGO von 17 bis 18 Mrd. €. Die gesamten Beitragseinnahmen im Geschäftsfeld ERGO (inkl. Sparbeiträgen aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten) sollten 2018 zwischen 18 und 19 Mrd. € liegen.

Vorschläge für Aufsichtsratswahl

Der Aufsichtsrat von Munich Re hat in seiner gestrigen Sitzung über die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung am 25. April 2018 entschieden.

Als Nachfolger von Ron Sommer (68), der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 25. April 2018 niederlegen wird, schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Wahl von Kurt Bock (59) vor. Er wird zur Wahl für die verbleibende Amtszeit von Sommer, also bis zur Beendigung der Hauptversammlung im Jahr 2019 vorgeschlagen.

Als Nachfolger von Peter Gruss (68), der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 30. Juni 2017 niedergelegt hat, schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Wahl von Maximilian Zimmerer (59) vor. Zimmerer ist bereits Anfang Juli 2017 vom Amtsgericht München zum Mitglied des Aufsichtsrats von Munich Re bestellt worden. Zimmerer wird zur Wahl für die verbleibende Amtszeit von Gruss, also bis zur Beendigung der Hauptversammlung im Jahr 2019 vorgeschlagen.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat beschlossen, sich dem Dividendenvorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung anzuschließen.

Zusammenfassung der Zahlen des Geschäftsjahres 2017

Die Gruppe erzielte 2017 ein operatives Ergebnis von 1.241 (Vorjahr: 4.025) Mio. €. Das Währungsergebnis lag bei -294 (485) Mio. €. Für das gesamte Geschäftsjahr ergab sich ein Steuerertrag von 298 Mio. € (Vorjahr: Aufwand von -760 Mio. €), vor allem wegen der Belastungen aus Naturkatastrophen; im 4. Quartal führte die US-Steuerreform zu einer Entlastung von über 70 Mio. €.

Das Eigenkapital sank 2017 um 3,6 Mrd. € auf 28,2 Mrd. € (31.12.2016: 31,8 Mrd. €). Die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC), die zentrale Erfolgsgröße für die Ertragskraft gemessen am Risikokapitalbedarf, lag bei nur 1,5 (10,9) %, die Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) bei 1,3 (8,1) %. Die gebuchten Bruttobeiträge der Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2017 leicht auf 49.115 (48.851) Mio. €.

Die Bedeckungsquote auf Basis des Solvency-II-Standards zum 31. Dezember 2017 lag unter Berücksichtigung von Dividenden und potentiellen Kapitalmaßnahmen in 2018 bei – vergleichbar gerechnet – nahezu unveränderten 244 % (31.12.2016: 242 %).

Finanzvorstand Jörg Schneider: „Munich Re verfügt weiterhin über eine sehr starke Kapitalausstattung. Unsere Solvenzquote ist hoch, der Verschuldungsgrad niedrig. Munich Re hat somit die nötige finanzielle Stärke, um profitabel zu wachsen.“

Beitrags- und Preisanstieg bei Januar-Erneuerung

Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied von Munich Re: „Die Preise für Rückversicherungsschutz sind bei der Januar-Erneuerung gestiegen, insbesondere in den von Naturkatastrophen betroffenen Märkten. Wir erwarten, dass sich dieser Trend in den vor uns liegenden Erneuerungsrunden fortsetzt.“

Das Geschäftsfeld Rückversicherung steuerte zum Konzernergebnis 120 (2.540) Mio. € bei. Das operative Ergebnis fiel von 2.919 Mio. € auf 73 Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen leicht auf 31.569 (31.463) Mio. €.

Die Lebens- und Gesundheitsrückversicherung trug zum Konzernergebnis 596 (515) Mio. € bei. Das versicherungstechnische Ergebnis, inklusive dem Ergebnis aus dem Teil des Geschäfts, der wegen unzureichenden Risikotransfers nicht im versicherungstechnischen Ergebnis ausgewiesen wird, lag bei 428 (561) Mio. €. Dank eines starken versicherungstechnischen Ergebnisses im vierten Quartal wurden die für das Gesamtjahr ursprünglich angestrebten 450 Mio. € nur knapp verfehlt und dies, obwohl das Ergebnis durch die Ablösung verlustreicher Portfolios in den USA im zweiten und dritten Quartal belastet wurde.

Das Ergebnis der Schaden- und Unfall-Rückversicherung sank aufgrund der hohen Schäden aus Naturkatastrophen auf -476 (2.025) Mio. €. Die Schaden-Kosten-Quote stieg aus demselben Grund auf 114,1 (95,7) %. Die Rückstellungen für Schäden aus früheren Jahren konnten nach der üblichen Überprüfung – bereinigt um Anpassungen bei den Provisionen – für das Gesamtjahr um rund 870 Mio. € reduziert werden; dies entspricht etwa 5,2 Prozentpunkten der Schaden-Kosten-Quote. Munich Re strebt weiterhin an, Rückstellungen für neu auftretende Schäden insgesamt am oberen Rand angemessener Einschätzungsspielräume festzusetzen, so dass spätere Gewinne aus der Auflösung eines Teils dieser Rückstellungen möglich sind.

Die Gesamtbelastung aus Großschäden betrug 2017 -4.314 (-1.542) Mio. €. Bezogen auf die verdienten Nettobeiträge lagen die Großschäden mit 25,8 (9,1) % im Gesamtjahr deutlich über der durchschnittlich erwarteten Quote von 12 %. Die Schäden aus Naturkatastrophen belasteten das Gesamtjahr mit  -3.678 (-929) Mio. €. Die Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria waren mit zusammen -2,7 Mrd. € die teuersten Schadenereignisse des Jahres. Die von Menschen verursachten Großschäden lagen mit -636 (-613) Mio. € etwas über dem Vorjahreswert. Sie machten bezogen auf die verdienten Nettobeiträge 3,8 (3,6) % aus.

ERGO: Gewinnziel übertroffen

Markus Rieß, Vorsitzender des Vorstands ERGO: „ERGO ist auf einem guten Weg, fit, digital und erfolgreich zu werden. Richtung und Geschwindigkeit des Strategieprogramms stimmen. Dies macht mich zuversichtlich für die noch vor uns liegenden Aufgaben.“

Das Geschäftsfeld ERGO verzeichnete 2017 einen Gewinn von 273 Mio. €. Damit hat ERGO das zum Halbjahr ohnehin schon angehobene Gewinnziel von 200 – 250 Mio. € übertroffen. Das operative Ergebnis lag bei 1.168 (1.106) Mio. €. Ursächlich für das gute Jahresergebnis war ein deutlich verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis im In- und Ausland.

Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen 2017 auf 17.546 (17.388) Mio. €. Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg betrugen 18.548 (18.589) Mio. €. Im Segment Leben/Gesundheit Deutschland stiegen die Bruttoprämien leicht auf 9.210 (9.177) Mio. €. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland stiegen sie um 3,1 % auf 3.293 (3.194) Mio. €. Im Segment International war ein leichter Anstieg auf 5.043 (5.018) Mio. € zu verzeichnen.

Die Schaden-Kosten-Quote in der Schaden- und Unfall-Erstversicherung Deutschland lag im Gesamtjahr bei 97,5 (97,0) %. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment International verbesserte sich im Gesamtjahr deutlich auf 95,3 (98,0) %, maßgeblich getragen von guten Entwicklungen in Polen.

Kapitalanlagen: Kapitalanlageergebnis bei 7.611 Mio. €

Das Kapitalanlageergebnis der Gruppe (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) blieb mit 7.611 (7.567) Mio. € annähernd konstant. Wertveränderungen von Derivaten wirkten sich im Gesamtjahr mit -470 (-713) Mio. € negativ aus. Der Saldo aus Veräußerungsgewinnen und -verlusten ohne Derivate war hingegen mit 2.494 (2.603) Mio. € positiv. Das Kapitalanlageergebnis entspricht insgesamt einer – angesichts des Kapitalmarktumfelds hohen – Rendite von 3,2 (3,2) %. Die Wiederanlagerendite im vierten Quartal betrug 1,9 (1,8) %.

Die Aktienquote stieg einschließlich aktienbezogener Derivate zum 31.12.2017 auf 6,7 % (31.12.2016: 4,9 %). Der größte Teil der Kapitalanlagen zu Marktwerten lag mit rund 86 % weiterhin bei festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen und kurzfristigen festverzinslichen Anlagen.

MEAG betreute als Vermögensverwalterin der Gruppe zum 31.12.2017 konzerneigene Kapitalanlagen (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) zu Buchwerten von 218 (222) Mrd. € (zu Marktwerten: 232 Mrd. €; Vorjahreswert: 238 Mrd. €). Neben den  konzerneigenen Kapitalanlagen verwaltet die MEAG für Dritte Spezial- und Publikumsfonds im Wert von 15,9 (19,2) Mrd. €.

Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die Gruppe, die Erst- und Rückversicherung unter einem Dach kombiniert, einen Überschuss in Höhe von 0,4 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit über 42.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 32 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Den Großteil ihrer Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re in der ERGO. ERGO ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist ERGO in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. 2017 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 17,5 Mrd. € ein. Die weltweiten Kapitalanlagen (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) von Munich Re in Höhe von 218 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

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