Anziehende Konjunktur lässt auch Versicherungsmarkt wieder stärker wachsen

20.05.2014

Die Gruppe

Die sich erholende Konjunktur in vielen Industriestaaten lässt den weltweiten Versicherungsmarkt wieder stärker wachsen. In Schwellenländern werden auch mittel- bis langfristig die Wachstumsraten sehr hoch bleiben. Allerdings wird die nachlassende volkswirtschaftliche Dynamik dort kurzfristig das Wachstum auf hohem Niveau etwas dämpfen.

Der aktuelle „Insurance Market Outlook 2014“ von Munich Re geht insgesamt von einem realen, um Inflations- und Wechselkurseffekte bereinigten globalen Wachstum der Erstversicherungsprämien um 2,8 % in diesem und um 3,2 % im Jahr 2015 aus. Dies entspricht (in Euro gerechnet) einem nominalen Wachstum von 3,9 % im Jahr 2014 und 4,6 % im Jahr 2015.

„Das weltweite Prämienwachstum nimmt nach drei Jahren mit relativ geringen Wachstumsraten langsam wieder Fahrt auf“, sagte Michael Menhart, Chefvolkswirt von Munich Re. „Dies ist vor allem auf die wirtschaftliche Erholung in den Industrieländern zurückzuführen.“

Allerdings zeigen viele Schwellenländer derzeit eine Konjunkturschwäche. Chinas Wachstumsaussichten sind eingetrübt, Russlands Wirtschaft leidet unter der Ukraine-Krise, und auch Länder wie Brasilien und Indien kämpfen mit vergleichsweise schwacher wirtschaftlicher Dynamik. Dies hat auch Auswirkungen auf die Versicherungsindustrie.

Während in den letzten Jahren, insbesondere im Schaden/Unfall-Geschäft, die hohe Dynamik der Schwellenländer der entscheidende Wachstumsmotor für die Entwicklung des globalen Prämienvolumens war, nimmt derzeit der Beitrag der Industrieländer zum Wachstum zu. „Langfristig gehen wir aber unverändert davon aus, dass die Bedeutung der Schwellenländer für die weltweiten Versicherungsmärkte kontinuierlich steigen wird“, so Menhart.

Im Jahr 2013 wuchs der weltweite Versicherungsmarkt verhalten um real 2,1 %. Während sich die Erstversicherungsprämien im Schaden/Unfall-Geschäft um 2,8 % erhöhten, wuchs das Lebensversicherungssegment wegen einer Reihe regulatorischer Sondereffekte und niedrigen Wachstums in vielen Industrieländern nur um 1,8 %. Im Jahr 2014 dürfte das Wachstum des gesamten Erstversicherungsgeschäfts real 2,8 % (nominal in Euro: 3,9 %) betragen und 2015 auf real 3,2 % (nominal 4,6 %) ansteigen. Diese Entwicklung dürfte vor allem von wieder stärkerem Wachstum in der Lebensversicherung beeinflusst werden. Mittelfristig wird der weltweite Versicherungsmarkt mit vergleichbarer Dynamik wie die weltweite Wirtschaftsleistung wachsen.

Die Schwellenländer werden 2020 nach Einschätzung der Volkswirte von Munich Re ein spürbar höheres Gewicht im Versicherungsmarkt haben. So dürfte der Anteil der asiatischen Schwellenländer am weltweiten Prämienaufkommen von 9 % im vergangenen Jahr auf 14 % im Jahr 2020 steigen. Der chinesische Markt, 2013 mit einem Prämienvolumen von rund 210 Mrd. € bereits der weltweit viertgrößte Erstversicherungsmarkt, wird das Beitragsaufkommen bis 2020 mehr als verdoppeln und dann der drittgrößte Markt weltweit sein.

Der weltweit größte Versicherungsmarkt bleibt die USA, wo das Prämienvolumen bis 2020 auf mehr als 1.200 Mrd. € zunehmen wird. Damit wird der US-Markt fast doppelt so groß sein wie der zweitgrößte Markt, Japan, und mehr als zweieinhalb Mal so groß wie der chinesische Markt. In den USA wird der Studie zufolge bis 2020 auch das größte absolute Wachstum bei den Prämien im Schaden/Unfall-Geschäft erwartet, gefolgt von China. Dagegen wird in der Lebensversicherung China noch vor den USA den größten absoluten Zuwachs an Prämien aufweisen.

Von dem Wachstum des Erstversicherungsmarktes wird auch der Rückversicherungssektor profitieren. Trotz des derzeitigen zyklisch bedingten Ratendrucks im Schaden/Unfall-Segment mit seiner dämpfenden Wirkung für Prämienzuwächse dürfte das Wachstum des weltweiten Rückversicherungsmarktes bis 2020 im Durchschnitt jährlich etwas mehr als 2 % (nominal rund 4 % p.a. auf Euro-Basis) betragen.

Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard, zu dessen Ressort die Einheit „Economic Research“ gehört, sagte: „Munich Re richtet ihre Geschäftsstrategie mit der Kombination aus Erst- und Rückversicherung unter einem Dach konsequent auf die erwarteten Marktentwicklungen aus. Dies bedeutet, dass wir nicht nur unsere Geschäftstätigkeit in den volumenstarken Kernmärkten fortführen, sondern auch in den Schwellenländern weiter wachsen wollen, wo ein noch stärkerer Transfer ausgesuchter Risiken hin zur Assekuranz nachgewiesenermaßen einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen hat.“

Der Insurance Market Outlook wird jährlich erstellt. Die Analyse basiert auf volkswirtschaftlichen Rahmen- und Marktdaten sowie eigenen Modellen und Einschätzungen zum Wachstumspotenzial für die Versicherungswirtschaft.

Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Gruppe, die Erst- und Rückversicherung unter einem Dach kombiniert, einen Gewinn in Höhe von 3,3 Mrd. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf über 51 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit annähernd 45.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 28 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Die Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re vor allem in der ERGO Versicherungsgruppe, einer der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. ERGO ist weltweit in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. 2013 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 18 Mrd. € ein. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt Munich Re ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re in Höhe von 209 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

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