Munich Re: In Niedrigzinsphase zählt Profitabilität im Versicherungs-Kerngeschäft

22.10.2012

Rückversicherung

Die Staatsschulden- und Bankenkrise sowie das unsichere wirtschaftliche Umfeld fordern die Versicherungswirtschaft zunehmend. Vor allem die anhaltend niedrigen Zinsen schlagen sich auf die Kapitalanlagen nieder. Munich Re warnt zudem vor dem steigenden Teuerungsrisiko bei schweren Personenschäden durch Kosteninflation im Gesundheitssektor.

Das Niedrigzinsumfeld dominiert die Gespräche der Erst- und Rückversicherer in Baden-Baden: „Die langfristig niedrigen Zinsen werden die derzeit noch starke Kapitalbasis unserer Branche zunehmend auf die Probe stellen“, so Ludger Arnoldussen, Mitglied des Vorstands von Munich Re. „Gerade in Zeiten hoher Unsicherheit müssen wir mehr denn je auf solide Erträge aus dem Kerngeschäft achten und dürfen uns nicht auf Gewinne aus den Kapitalanlagen verlassen“, ergänzte er. Kernfrage der zum 1. Januar 2013 anstehenden Erneuerungsrunde wird sein, inwiefern es gelingt, das stark gesunkene Zinsniveau in den Preisberechnungen zu berücksichtigen.

Allerdings fordert nicht nur die Finanzkrise Erst- und Rückversicherer heraus, dies gilt auch für die immer teurer werdenden Personenschäden mit sehr langen Abwicklungszeiten. Dazu Arnoldussen: „Insbesondere der enorme Anstieg der Pflegekosten führt zu einer Verteuerung der schweren Personenschäden. In der Vergangenheit wurde das unterschätzt.“ In Zukunft müsse die Branche hier mehr auf eine angemessene Reservierung achten. Arnoldussen betonte, dass man das Thema auch in den Erneuerungsgesprächen ansprechen werde.

Ausblick auf die Erneuerung

Munich Re erwartet, dass Preise und Bedingungen bei der Erneuerung der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar 2013 weitgehend stabil bleiben. In den Haftpflichtbranchen geht Munich Re davon aus, dass sich die Stabilisierung der Preise mit einem Trend zu leichten Preiserhöhungen fortsetzen wird. Gerade in Sparten mit sehr lang laufenden Deckungen drücken die niedrigen Zinsen die zukünftige Rentabilität. „Wir werden das Zinsniveau und die Verteuerung von Personenschäden in unseren Gesprächen thematisieren. Dabei lautet unser Grundsatz unverändert, dass Preise und Konditionen risikoadäquat sein müssen“, so Arnoldussen.

Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Gruppe, die ein integriertes Geschäftsmodell aus Erst- und Rückversicherung verfolgt, einen Gewinn in Höhe von 0,71 Mrd. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf ca. 50 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit rund 47.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 27 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Die Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re vor allem in der ERGO Versicherungsgruppe, einer der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. ERGO ist weltweit in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. 2011 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 20 Mrd. € ein. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt Munich Re ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re in Höhe von 202 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

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