Coronavirus: Auswirkungen auf Munich Re

23.06.2020 Update

Die weltweite Kampf gegen das Coronavirus ist noch nicht gewonnen. Jedoch ist es vielen Ländern durch teilweise drastische Maßnahmen gelungen, die Zahl der Covid-19 Infektionen zu verringern. In einigen Teilen der Welt können die Lockdown-Maßnahmen gelockert oder sogar aufgehoben werden, das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben erfährt - unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen - einen Neustart. Allerdings besteht nach wie vor die Gefahr einer zweiten Infektionswelle. Die Situation bleibt fragil. Auch für den Versicherungssektor wird es noch einige Zeit dauern, bis das genaue Ausmaß der Belastungen absehbar sein wird.

Als global agierendes Unternehmen beobachten wir selbstverständlich genau den Fortgang der Pandemie. Unser Mitgefühl gilt unverändert allen unmittelbar betroffenen Personen und Familien, denn eine Erkrankung oder sogar der Verlust eines Angehörigen wiegen schwerer als jeder ökonomische Schaden. Oberste Priorität hat für uns der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Geschäftspartner. Deshalb haben wir strikte Regelungen getroffen, um ein Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. So arbeitete der weit überwiegende Teil der Mitarbeiter in den vergangenen Wochen mobil von zuhause. Der Geschäftsbetrieb wurde dabei friktionslos fortgesetzt, Munich Re war uneingeschränkt für ihre Kunden da. Inzwischen ist an vielen Standorten von Munich Re bereits wieder ein eingeschränkter Bürobetrieb möglich – mit einem Teil der Belegschaft und selbstverständlich unter strengen Hygienevorschriften. 

Munich Re steht auch in der aktuellen Situation wirtschaftlich stark da. Die Folgen dieser Pandemie werden für Munich Re wirtschaftlich gut verkraftbar bleiben. Die Solidität des Geschäftsmodells von Munich Re hat sich gerade auch in der aktuellen Krise bestätigt. Entsprechend konnte Munich Re ihren Aktionären eine Dividende von 9,80 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 auszahlen.

Allerdings wird Munich Re aus heutiger Sicht ihr Gewinnziel von 2,8 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2020, aufgrund bereits eingetretener Schäden und hoher Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren gesamtwirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen, nicht erreichen. Angesichts dieser Unsicherheiten gibt Munich Re aktuell kein neues Gewinnziel für das Gesamtjahr 2020 bekannt.

Für viele Geschäftszweige in der Schaden/Unfall-Versicherung (z.B. Betriebsunterbrechung) war es bisher überwiegend gängige Marktpraxis, das Risiko eines Pandemieausbruchs von der Versicherungsdeckung auszuschließen. Allerdings entstehen durch Covid-19 versicherte Schäden insbesondere durch die Absage bzw. Verschiebung von Großveranstaltungen. Zudem sind auch Schäden in anderen Sparten, als Folge des wirtschaftlichen Abschwungs, zu beobachten oder zumindest zu erwarten.  

In der Lebens- und Gesundheitsversicherung hängt unsere Schadenerwartung stark von der weiteren Entwicklung der Todesfallzahlen, insbesondere in Nordamerika, ab. Zwar kann eine Zahl an Todesopfern in der Höhe eines 200-Jahresereignisses noch immer nicht ganz ausgeschlossen werden ­- dies entspräche einer finanziellen Schadenbelastung in Höhe einer mittelgroßen Naturkatastrophe - derzeit deutet aber einiges drauf hin, dass der Verlauf weniger dramatisch sein wird.

An den Kapitalmärkten beobachten wir eine anhaltend hohe Volatilität und auf absehbare Zeit weiterhin sehr niedrige Zinsen. Dies wirkt sich auf unsere Solvenzquote aus, allerdings konnten wir die Auswirkungen aufgrund von Absicherungen und breiter Diversifikation unserer Kapitalanlagen bislang klar eingrenzen. Die Solvenzquote von Munich Re befindet sich mit 212% (Stand: 31.03.2020) komfortabel im optimalen Bereich (175% bis 220%) gemäß unserem internen Limit- und Triggersystem. Munich Re bleibt gemäß aller Anforderungen sehr solide kapitalisiert und mit ihrer starken Bilanz ein verlässlicher Partner ihrer Kunden.

Die Corona-bedingten Schäden und der durch die Pandemie verursachte Wirtschaftsabschwung werden auch für Munich Re kurzfristig deutliche Belastungen bringen. Gleichzeitig hat Corona jedoch auch den Wert von Versicherung deutlich gemacht, so dass sich für Munich Re mittel- und langfristig gute Geschäftschancen bieten sollten. Wir blicken daher mit Zuversicht in die Zukunft. 

Munich Re ist ein weltweit führender Anbieter von Rückversicherung, Erstversicherung und versicherungsnahen Risikolösungen. Die Unternehmensgruppe besteht aus den Geschäftsfeldern Rückversicherung und ERGO, sowie der Kapitalanlagegesellschaft MEAG. Munich Re ist weltweit und in allen Versicherungssparten aktiv. Seit ihrer Gründung im Jahr 1880 zeichnet sich Munich Re durch einzigartiges Risiko-Knowhow und besondere finanzielle Solidität aus. Sie bietet ihren Kunden auch bei außergewöhnlich hohen Schäden finanziellen Schutz – vom Erdbeben in San Francisco 1906 bis zur atlantischen Hurrikanserie 2017 und den kalifornischen Waldbränden 2018. Munich Re besitzt herausragende Innovationskraft und ist hierdurch in der Lage, auch außergewöhnliche Risiken wie Raketenstarts, Erneuerbare Energien, Cyberattacken oder Pandemien abzusichern. Munich Re treibt die digitale Transformation innerhalb ihrer Branche in einer führenden Rolle voran und erweitert hierdurch ihre Risikoanalysefähigkeiten sowie ihr Leistungsangebot. Individuelle Lösungen und große Nähe zu ihren Kunden machen Munich Re zu einem weltweit nachgefragten Risikopartner für Wirtschaft, Institutionen und Privatpersonen.

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Diese Medieninformation enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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