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WILHELM MUNDT | TRASHSTONES

Drei Trashstones für das Bürogebäude von Munich Re an der Mandlstraße in München

November 2012: In einem Innenhof des Bürogebäudes von Munich Re an der Mandlstraße liegen drei Trashstones des Künstlers Wilhelm Mundt. Die abstrakt amorphen Skulpturen in verschiedenen Farben erinnern an überdimensionale Kieselsteine, die wie Findlinge aus einer anderen Welt wirken. Geheimnisvoll, magisch, rätselhaft.

Bei der Installation der Trashstones: Wilhelm Mundt im Gespräch mit Susanne Ehrenfried-Bergmann.

© Wilhelm Mundt / Munich Re, Video: Bodo Kessler

Die farbig glänzende Oberfläche der Trashstones  besteht aus mehreren Schichten, die sich geschmeidig um einen inneren Kern legen und so dessen Form nachzeichnen. Diesen Kern formt Wilhelm Mundt aus Gegenständen, die im Atelier zurückgeblieben sind: Holzstücke, Reste von Klebebändern, Teile von alten oder verworfenen Skulpturen, aber auch defekte Gebrauchsgegenstände wie Fernseher oder Kaffeemaschinen, oder Persönliches. In einem intensiven Arbeitsprozess werden diese Dinge nach einer festgelegten Konzeption komprimiert, gebunden und verklebt, anschließend mit verschiedenen Lagen aus farbigen, glasfaserverstärkten Kunststoffen oder Polyesterharz ummantelt, geschliffen, poliert und mit einer Produktionszahl nummeriert. Nur der Künstler weiß anhand der Seriennummer, was sich genau unter der Kunststoffhülle verbirgt. Eingesponnen wie in einem Kokon werden so die Reste künstlerischen Schaffens und Lebens konserviert. Nichts wird entsorgt. Der Entstehungsprozess der Trashstones erinnert an jenen eines Fossils, das einst vor Jahrmillionen von Sand und Schlammschichten umhüllt wurde. Auch Wilhelm Mundts Trashstones bewahren in ihrem Innern Überbleibsel unserer Zeit, vielleicht für eine ferne Zukunft.

Die Werkgruppe der Trashstones begann 1989 mit Trashstone 001.

Wilhelm Mundt, Trashstones, 2012
© Wilhelm Mundt / Munich Re, Foto: Jens Bruchhaus