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OLAF METZEL | PAUSENHOF

Olaf Metzel eröffnet einen Dialog zwischen Kunst und Wirklichkeit

Mai 2013: 21 Bistrotische im Innenhof und in der Cafeteria des Bürogebäudes von Munich Re an der Mandlstraße. Ausgestattet mit signalrot leuchtenden Tischdecken laden sie zur Pause ein. Einige sind deformiert, verbogen, außer Form. Auch die Tischdecken, die wie vom Wind bewegt locker herabfallen, irritieren: Sie sind nicht aus Textil oder Plastik, sondern aus lackiertem Aluminium.

Olaf Metzel im Gespräch mit Susanne Ehrenfried-Bergmann und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Munich Re.

© Olaf Metzel / Munich Re

Olaf Metzel bezieht seine Ideen aus der Wirklichkeit, formt sie auf markante Weise um und stellt sie im konfrontativen Wechselspiel von Kunst und konkreter Lebenswelt zur Disposition. Seine Bistrotische bewegen sich zwischen Funktionalität und totaler Auflösung. Aufgrund ihrer teilweisen Verformung weisen sie auf eine Begebenheit hin, die ihnen im Vorfeld widerfahren sein muss. Sind es Spuren der Verwüstung während einer durchzechten Nacht? Im Arbeitsumfeld eines Unternehmens schwer denkbar. Aber gerade diese Mehrdeutigkeit macht neugierig und regt zur Interpretation und zum Nachdenken an.

Olaf Metzel ist ein scharfsinniger Beobachter. In seinen Arbeiten greift er gerne aktuelle Themen auf, nimmt politisch wie gesellschaftskritisch Stellung, oft provozierend und radikal. Seine Werke nehmen meist Bezug zu ihrem Ort, lassen sich auf dessen Geschichte, Funktion, Bedeutung ein. Damit fordert der Künstler vom Betrachter auch ein kritisches Bewusstsein über den Raum, in dem er sich selbst befindet.

Arrangement und Positionierung der 21 Bistrotische wurden von Olaf Metzel präzise festgelegt. Die Installation Pausenhof lädt nicht nur zum Schauen und Nachdenken ein, sondern auch zu einer realen Pause.

Olaf Metzel, Pausenhof, 2013
© Olaf Metzel / Munich Re, Foto: Leonie Felle