Paul Morrison

    alt txt

    properties.trackTitle

    properties.trackSubtitle

    0:00
    0:00

    Paul Morrisons monochrome Landschaften und Pflanzenbilder, die vorwiegend in Schwarz und Weiß angelegt sind, erinnern in ihrer Flächigkeit und mit ihren scharfen Konturen an Scheren- oder Holzschnitte. Ihre Formensprache wechselt zwischen dem Naturalismus botanischer Lehrbücher und einer plakativen Stilisierung, die man aus der Welt der Comics und Cartoons kennt. Auch folgen Morrisons Pflanzen keiner stringenten Perspektive: Großes ist klein und Kleines ist groß. Blüten, Blätter und Halme erscheinen überdimensional, werden in die Länge gezogen, verzerrt und gedehnt, verdichten sich hier und dort zu grafischen Zeichen, während miniaturhaft dargestellte Bäume wie Gräser aus dem Boden wachsen. Eine derartige surreale Pflanzenwelt entwarf Paul Morrison für das Foyer am Münchner Tor. Morrisons Spiel mit Proportionen, Perspektiven und Abstraktionsgraden ist wie ein poetisches Lehrstück für ein anderes Sehen.

    Auch in seinen Skulpturen verfolgt der britische Künstler das Prinzip wechselnder Perspektiven. Seine großformatigen Metallarbeiten scheinen sich gleichsam zu entmaterialisieren, während der Betrachter das Werk umkreist. Seine großen skulpturalen Arbeiten erscheinen wie surreale Pflanzen-Monolithe in der Landschaft, sie irritieren durch ihre Größe und scherenschnittartige Präsenz. Im Innenhof, umringt von der natürlichen Bepflanzung, steht Paul Morrisons neueste Skulptur Catalpa von 2022.

    Morrisons Arbeiten werden international in Ausstellungen gezeigt und sind in renommierten privaten wie institutionellen Sammlungen vertreten, u. a.  Fitzwilliam Museum, Cambridge, UK; Manchester City Art Gallery, Manchester, UK; Museum of Contemporary Art, Denver, USA; The Museum of Modern Art, New York; Norton Museum of Art, West Palm Beach, USA; Städel Museum, Frankfurt, DE, The Victoria and Albert Museum, London, UK, Walker Art Gallery, Liverpool, UK.

    Paul Morrison (geboren 1966 in Liverpool) lebt und arbeitet in London.