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28. September 2005

Münchener Rück aktualisiert Schadenschätzung für Hurrikan Katrina

Münchener Rück aktualisiert Schadenschätzung für Hurrikan Katrina: mögliche Belastung für Gruppe brutto rund 1,1 Mrd. Euro, nach Retrozession und Steuern rund 500 Mio. Euro / erste Einschätzung für Hurrikan Rita

Nachdem das volle Ausmaß der Zerstörungen durch den Hurrikan Katrina deutlich geworden ist und Experten der Münchener-Rück-Gruppe ihre Schadeninspektion vor Ort abgeschlossen und ausgewertet haben, aktualisiert die Gesellschaft ihre ursprüngliche Einschätzung zur Höhe der Schäden. Sie veranschlagt den gesamten versicherten Marktschaden derzeit auf bis zu 30 Milliarden US-Dollar. Darin sind die vom staatlich organisierten National Flood Insurance Programme (NFIP) gedeckten Überschwemmungs- und Sturmflutschäden nicht enthalten. Noch bestehen allerdings erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Belastungen für die Versicherungswirtschaft, nicht zuletzt wegen der sehr komplexen Fragen hinsichtlich des Umfangs, in dem für die eingetretenen Schäden Versicherungsschutz besteht. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass der versicherte Marktschaden auch 30 Milliarden US-Dollar übersteigen könnte.

Auf der Basis eines Marktschaden-Szenarios von bis zu 30 Milliarden US-Dollar könnten die Belastungen für die Münchener-Rück-Gruppe bei brutto rund 1,1 Milliarden Euro liegen, nach Retrozessionen und Steuern bei rund 500 Millionen Euro. Bei einem höheren versicherten Marktschaden in der Größenordnung von 60 Milliarden US-Dollar könnte sich eine Brutto-Schadenbelastung von rund 1,3 Milliarden Euro und eine Nettobelastung (nach Retrozessionen und Steuern) von etwas unter 650 Millionen Euro ergeben.

Nach Katrina hat mit dem Hurrikan Rita ein weiterer schwerer Sturm die US-Küste im Golf von Mexiko getroffen. Nach ersten Berechnungen auf Basis eines angenommenen Marktschadens von ca. 5 bis 10 Milliarden US-Dollar könnte dies für die Münchener-Rück-Gruppe zu einem Bruttoschaden in einer Größenordnung von rund 230 Millionen Euro führen; nach Retrozession und Steuern läge die Belastung bei rund 150 Millionen Euro.

Die Naturereignisse dieses Jahres übersteigen damit schon jetzt deutlich das für die ersten neuen Monate prognostizierte Ausmaß der Belastungen. Dennoch ist der Vorstand optimistisch, das Ergebnisziel von 12 % Rendite auf das Eigenkapital noch erreichen zu können, wenn die Übernahme der HVB durch UniCredit 2005 vollzogen wird. Diese Aussage steht wie immer unter dem Vorbehalt, dass in den verbleibenden drei Monaten des Geschäftjahres außergewöhnliche Entwicklungen bei Großschäden und auf dem Kapitalmarkt ausbleiben.

München, 28.9.2005

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Aktiengesellschaft in München
Königinstraße 107
80802 München
Deutschland

Erläuterungstext:
Diese Mitteilung enthält und verweist auf zukunftsgerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Erwartungen, Schätzungen, Vorhersagen und Prognosen sowie auf den Einschätzungen und Annahmen des Managements der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft beruhen. Solche Aussagen umfassen insbesondere Aussagen zu Plänen, Strategien und Aussichten. Worte wie "erwarten" und ähnliche Ausdrücke kennzeichnen solche zukunftsgerichteten Aussagen. Diese Aussagen sind keine Garantien zukünftiger Ergebnisse und beinhalten Risiken, Unsicherheiten und Annahmen, die schwer vorhersehbar sind. Daher könnten die tatsächlichen Konsequenzen und Ergebnisse erheblich von dem abweichen, was in den zukunftsgerichteten Aussagen erklärt wird.