Hilfe zur Selbsthilfe: Munich Re verlängert ihr finanzielles Engagement in internationalem Erdbeben- und Erdrutschrisikominderungs-Projekt in Indien bis 2017

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19. Mai 2015

Hilfe zur Selbsthilfe: Munich Re verlängert ihr finanzielles Engagement in internationalem Erdbeben- und Erdrutschrisikominderungs-Projekt in Indien bis 2017

Munich Re verlängert die Kooperation mit GeoHazards International (GHI) zur Erdbeben- und Erdrutschrisikoprävention in Aizawl, Indien um weitere zwei Jahre. Das 2012 initiierte und durch Munich Re finanzierte Projekt schafft Resilienz vor Ort durch Schulungen, institutionelle Veränderungen und die Umsetzung von Schutzmaßnahmen.

Das Erdbeben vom 25. April in Nepal und seine verheerenden Auswirkungen haben zu einer humanitären Katastrophe geführt. Diese führt erneut vor Augen, wie wichtig und letztlich lebensrettend Resilienz und Prävention in gefährdeten Regionen für die betroffenen Gemeinden und ihre Bewohner sind. Munich Re unterstützt mit dem Projekt von GHI in Aizawl das Ziel, die extremen Erdbeben- und Erdrutschgefahren in Aizawl zu reduzieren und bei Entscheidungsträgern sowie der Bevölkerung ein Risikobewusstsein zu schaffen. Auf nationaler und lokaler Ebene werden die Fähigkeiten ausgebaut, Risiken zu verstehen und zu identifizieren und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und deren Umsetzung voranzutreiben.

Die Stadt Aizawl stellt dafür einen Geologen ein, der im Rahmen des Projekts umfassend geschult wird in Geländeprüfung und Ingenieurgeologie. Mit Hilfe der neu erworbenen Kenntnisse kann dieser Erdrutschgefahren besser identifizieren und somit eine sicherere Entwicklung fördern. Dabei kann der Geologe auf professionelle Erdrutschgefahrenkarten zurückgreifen, die während der Projektlaufzeit für die gesamte Stadt erstellt werden. Als Teil des Projekts werden auch Geologen in anderen Gebieten geschult, die vom Wissen der nationalen und internationalen Experten, die das Projekt in Aizawl unterstützen profitieren und die ortsansässigen Geologen leiten. In einer praxisorientierten field school lernen sie bereits beginnende Erdrutsche zu erkennen, Bauplätze auf Naturgefahren zu untersuchen und sichere Gebiete zu bestimmen und zu kartieren.

Erfolge seit Projektbeginn 2012

GeoHazards International berät die lokale Regierung in Aizawl seit Projektbeginn 2012, um sie für geeignete Vorsorgemaßnahmen zu gewinnen und bei der Durchführung dieser zu unterstützen. Ein technisches Gremium wurde gegründet, das aus einheimischen Fachleuten und bekannten Technik- und Politikexperten aus den USA und Indien besteht. Experten haben die Schadensanfälligkeit der Gebäude und Infrastrukturen überprüft, hieraus ein Scenario entwickelt und schließlich konkrete Präventionsmaßnahmen für die Stadt abgeleitet. Zudem hat GHI den Stadtrat von Aizawl bei der Bildung eines „Landslide Policy Committee for Aizawl City“ unterstützt, das sich aus verschiedene Regierungsstellen zusammensetzt. Gemeinsam wurde die „Roadmap to Stability“ entwickelt, ein Aktionsplan für einen präventiven Umgang mit Erdrutschen. Die darin erarbeiteten Maßnahmen werden nun umgesetzt, wobei GHI die Behörden dabei unterstützt. Um die gewonnen Erkenntnisse auch in der Bevölkerung zu verbreiten, trainierte GeoHazards International über 7.000 Schüler und 500 Lehrer zum Verhalten vor, während und nach Katastrophenereignissen.

Über Aizawl

Aizawl, die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Mizoram, liegt auf einem Bergrücken im Nordosten des Landes und ist einem hohen Erdbebenrisiko ausgesetzt. In der stetig wachsenden Stadt ereignen sich außerdem häufig Erdrutsche – oft mit tödlichen Folgen für die Einwohner, zuletzt im Mai 2013. Ungünstige Landnutzung und ausufernde Bautätigkeit führen zu einer weiteren Destabilisierung der Berghänge. Vor dem Projekt mangelte es in Aizawl an technischen Mitteln und an Know-how, um wirkungsvolle Maßnahmen für eine Verbesserung der Erdbebensicherheit festzulegen und umzusetzen.

Dr. Janise Rodgers, GeoHazards International

Project geologists of Mizoram University, Columbia University, and project geophysicist of National Geophysical Research Institute, Hyderabad examine a rock outcrop south of Aizawl.


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