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In die Zukunft

Munich Re modernisiert ihre Unternehmenszentrale in München-Schwabing

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    Das Hauptgebäude von Munich Re in der Münchner Königinstraße 107 ist ein architektonisches Juwel und zugleich lebendiges Zentrum des weltweit tätigen Rückversicherungsunternehmens. Der historistische Bau in Schwabing mit seinem Schmuckhof aus klassizistischen Säulen und dem repräsentativen Garten steht für die Geschichte, die Solidität und die Verlässlichkeit von Munich Re. Die enge Verbindung zwischen dem Gebäude und der Identität des Unternehmens ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und Gäste, aber auch für Münchnerinnen und Münchner unmittelbar spürbar. 

    Vision und Tradition im Einklang

    Derzeit werden das Hauptgebäude und das gegenüberliegende Ostgebäude grundsaniert, damit Raum für zukunftsorientiertes Arbeiten und ein moderner Ort der Begegnung mit Kunden und Gästen geschaffen wird. Die Investition in den Umbau ist ein klares Bekenntnis des Unternehmens zu seinem Standort in München-Schwabing und zu seiner Verantwortung als Teil der Stadtgesellschaft.

    Ziel des umfassenden Umbaus, der 2025 begann, ist es, den Unternehmensstandort in der Stadt weiterzuentwickeln und die Geschichte von Munich Re mit der Vision eines modernen, zukunftsfähigen Arbeitsortes in Einklang zu bringen. Der verantwortungsvolle und sorgfältige Umgang mit historischer Bausubstanz und Kunst, die Instandsetzung mit Fokus auf Nachhaltigkeit sowie intelligente Lösungen in Hinblick auf technische Infrastruktur und zukunftsorientiertes Arbeiten stehen im Mittelpunkt der Baumaßnahmen. Der Wiedereinzug in beide Gebäude ist für 2029 geplant. 

    Die Unternehmensarchitektur von Munich Re – stets auf der Höhe der Zeit

    Das Hauptgebäude – modernes Arbeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts

    Das Hauptgebäude der 1880 gegründeten Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft entstand in den Jahren 1912/1913 nach Entwürfen der Architekten Oswald Eduard Bieber und Wilhelm Hollweck. Nach nur 13 Monaten Bauzeit konnte die Belegschaft, die in den Jahrzehnten zuvor auf verschiedene Standorte in der Münchner Innenstadt verteilt war, den Neubau im Stadtteil Schwabing beziehen.

    Der äußerlich im Stil des Historismus gestaltete Bau war im Inneren durch seine Stahlbeton-Bauweise auf dem höchsten Stand der damaligen Technik. Seine zeitgemäße Konstruktion, die Flexibilität der Raumgestaltung und die dadurch ermöglichte Arbeitsökonomie machte das Hauptgebäude für lange zu einem der innovativsten Bürogebäude Münchens. Seit 1973 steht der Bau unter Denkmalschutz.

    Das Ostgebäude – state of the art der 60er Jahre

    In den Jahren 1963 bis 1965 entstand der erste Erweiterungsbau am Eingang des Englischen Gartens. Das Ostgebäude mit seiner klaren, modernen Formensprache wurde nach Plänen der Münchner Architekten Hans Maurer und Ernst Denk umgesetzt. Es war eines der ersten Bürogebäude mit einer vorgehängten Metallfassade und setzte architektonisch wie ingenieurstechnisch Maßstäbe. Auch das Ostgebäude steht unter Denkmalschutz. 

    Zeitachse

    FAQ

    Das Unternehmen renoviert sein historisches Hauptgebäude in der Königinstraße 107, um einen wichtigen Teil seines Unternehmens – aber auch des Münchner Architektur­erbes zu bewahren und den Standort zukunftsfähig zu machen. Das Hauptgebäude ist seit seiner Fertigstellung 1913 ununterbrochen in Nutzung und eng mit der Identität von Munich Re als globalem Rückversicherer mit Sitz in München verbunden.

    Auch das Ostgebäude aus dem Jahr 1965 am Eingang des Englischen Gartens wird aktuell saniert. Gemeinsam bilden die beiden denkmalgeschützten Gebäude einen zusammenhängenden Campus, der umsichtig im Sinne einer dauerhaften Nutzung modernisiert wird.

    Die Revitalisierung verbindet Denkmalschutz mit Modernisierung. Munich Re verfolgt das Ziel, die architektonische Identität der Gebäude zu erhalten, deren technische Infrastruktur zu verbessern, die Energieeffizienz deutlich zu steigern und zeitgemäße Arbeitsumgebungen zu schaffen, die den heutigen Arbeitsweisen entsprechen. Das Unternehmen unterstreicht damit sein langfristiges Bekenntnis zu seinem zentralen Standort in Schwabing.

    Die Außenfassaden beider Gebäude bleiben aufgrund der Denkmalschutzvorgaben und ihrer gestalterischen Qualität weitgehend unverändert.

    Am Hauptgebäude werden sich Änderungen lediglich im Schmuckhof zeigen, mit dem Ziel, einen transparenten, attraktiven und funktional verbesserten Eingangsbereich zu schaffen. Zudem wird dem Innenhof ein zeitgemäßes Architekturelement hinzugefügt: Er wird mit einem Glasdach überdacht, das einen offenen, lichten Raum schafft, von außen aber nur aus der Vogelperspektive sichtbar ist.

    Am Ostgebäude wird die Aluminiumfassade energetisch ertüchtigt, optisch aber nicht verändert. Äußerlich sichtbare Änderungen werden sich lediglich im zurückgesetzten Erdgeschoss ergeben, welches als Empfangs- und Begegnungsort transparenter gestaltet wird.

    Im Inneren werden alle technischen Anlagen erneuert und die Innenräume an moderne Anforderungen angepasst. Der neu gestaltete Innenhof des Hauptgebäudes wird unter dem Glasdach zu einem multifunktionalen Forum, das als zentraler Treff- und Aufenthaltsbereich für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und als Ort für ausgewählte Veranstaltungsformate dient.
    Im Gegensatz zu einem Neubau auf der grünen Wiese, vermeidet die Sanierung bestehender Gebäude erhebliche bau­bedingte Emissionen und zusätzlichen Flächenverbrauch. Zu den Maßnahmen gehören energieeffiziente Fassaden und Fenster, moderne Gebäudetechnik, intelligente Energiemanagementsysteme und Photovoltaikanlagen. Auf Basis aktueller Modellierungen wird mit einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs gerechnet.
    Die Renovierung wurde von der in London ansässigen Architekturfirma Wilkinson Eyre in enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden entworfen. Die lokale Umsetzung des Projekts erfolgt durch das in München ansässige Architekturbüro allmannwappner. Die ursprünglichen Architekten waren Oswald Eduard Bieber und Wilhelm Hollweck (Hauptgebäude, 1912–1913) sowie Hans Maurer und Ernst Denk (Ostgebäude, 1963–1965).
    Die Renovierungsarbeiten am Hauptgebäude haben 2025 begonnen, die Sanierung des Ostgebäudes im ersten Halbjahr 2026. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts und der schrittweise Wiederbezug sind ab 2029 geplant.
    Es wird versucht, die Großbaustelle schonend zu betreiben und die Schmutz- und Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten. In Hinblick auf die örtliche Verkehrsführung werden alle Eingriffe mit dem Kreisverwaltungsreferat, der Polizei und der Feuerwehr abgestimmt. Anwohnerinnen und Anwohner sowie benachbarte Unternehmen werden zusätzlich über Bauphasen informiert, die ihre Umgebung betreffen könnten.
    Durch die Kombination aus Denkmalschutz und Nachhaltigkeit sowie die Gestaltung moderner Arbeitswelten, schafft es die Sanierung, dass zwei denkmalgeschützte Gebäude und damit ein wichtiger Teil des Münchner Architekturerbes auch in den kommenden Jahrzehnten verantwortungsvoll und effizient genutzt werden können.

    Projektbeteiligte Planer und Berater

    Projektsteuerung: Drees & Sommer

    Generalplanung: allmannwappner gmbh

    Künstlerische Oberleitung: Wilkinson Eyre Architects

    Ausschreibung & Objektüberwachung: Leitwerk AG

    Technische Gebäudeausrüstung: Assmann Beraten + Planen GmbH

    Planung Außenanlagen: Alexander Over Landschaftsarchitekt

     

    Tragwerksplanung: schlaich bergermann partner, sbp se

    Tragwerksplanung Tiefbau: 
    bwp Burggraf + Weber GmbH

    Fassadenplaner: Bauraum

    Sonderlichtplanung: pfarré lighting design

    Brandschutzplanung: hhpberlin Ingenieure für Brandschutz

    Klima und Energiekonzept: Transsolar Energietechnik GmbH

    Planung Medientechnik: macom GmbH

    Bauphysik & Bauakustik: Müller BBM Building Solutions GmbH

    Planung Schadstoffsanierung: PGA Planung Gutachten Analytik

    Baulogistikplanung: SCL Sustainable Construction Logistics

    Küchenplanung: Ingenieurbüro Schaller

    Sicherheitskoordination: Sakosta GmbH

    Kontakt

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