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Sturm - eine weltweit bedeutende Elementargefahr

Winterstürme Daria, Lothar und Kyrill in Europa, Taifun Mireille in Japan, Hurrikan Andrew und Katrina in den USA: Dies sind nur einige Beispiele großer Sturmkatastrophen, die in den vergangenen Jahren ganze Landstriche verwüstet, Wälder und Küstenorte zerstört und Schäden in Milliardenhöhe angerichtet haben. Häufigkeit und Dimension der Schäden rüttelten weltweit die Versicherungswirtschaft auf.

Stürme sind eine der bedeutendsten Elementargefahren der letzten Jahrzehnte – gemessen an der Häufigkeit von Schadenereignissen, an der Gesamtfläche der betroffenen Gebiete und vor allem am Schadenausmaß. So musste die Versicherungswirtschaft immer höhere Sturmschäden tragen: 80 Prozent der 415 Milliarden US-Dollar (Stand 2010), welche die Assekuranz von 1950 bis 2009 für große Naturkatastrophen zahlen musste, entfielen auf diese Naturgefahr.

Was wissen wir über den Wind?
Meteorologische Beobachtungen von Sturmereignissen werden bereits seit Jahrhunderten dokumentiert – fast so lange, wie es geschriebene Geschichte gibt. Dagegen existieren instrumentelle Messwerte von Windfeldern mit ihrer rund 100-jährigen Geschichte erst relativ kurz. Da Windfelder zudem sehr empfindlich auf die Rauheit einer Region – Topografie, Bewuchs, Bebauung – reagieren, kann man sie über längere Beobachtungsperioden nur in den seltensten Fällen miteinander vergleichen.

Einer der Gründe, warum es bisher nur für wenige Gebiete aussagekräftige Windstatistiken bzw. Sturm-Gefährdungszonierungen gibt. Hinzu kommt: In gebirgigen Gegenden können topografische Einflüsse, etwa Flusstäler, die Sturmgefährdung auf kleinstem Raum extrem verändern. Das meteorologische Routine-Messnetz ist aber meist zu grobmaschig, um auch lokale Veränderungen im Windfeld oder kleinräumige Sturmphänomene wie Tornados und Gewitterböen zu erfassen.

Schnell wie der Wind
Windbeobachtungen bergen noch ein weiteres Problem: Die Geschwindigkeit des Winds nimmt mit der Höhe über Grund stetig zu – und folgt dabei in der Regel dem Potenzgesetz. Sie reagiert jedoch auch stark auf die Rauheit der Erdoberfläche. Kurz: Je glatter die Oberfläche, desto weniger wird die Strömung gebremst.

Daher sind Windgeschwindigkeiten über dem Meer durchschnittlich wesentlich höher als über einer bewachsenen Oberfläche oder einer Großstadt. Da die Höhe, in welcher der Wind gemessen wird, eine so entscheidende Rolle spielt, hat die World Meteorological Organization international vereinbart, zu Vergleichszwecken eine Standardreferenzhöhe von 10 m über Grund zu verwenden.


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