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Sturzflut - ein unterschätztes Risiko

Fernab vom Fluss rechnet kaum jemand mit Hochwasser. Doch Sturzfluten können bei Starkregen ganz unvermutet, plötzlich und überall auftreten – nicht nur in geneigtem Gelände. Und bauliche Maßnahmen bieten nur begrenzt Schutz. Die beste Vorsorge: eine Elementarschadenversicherung.

Stürme und Überschwemmungen zählen zu den häufigsten Ursachen für Elementarschäden. Rund ein Drittel aller gemeldeten Ereignisse sowie der volkswirtschaftlichen Schäden aus Naturkatastrophen sind weltweit auf Hochwasser zurückzuführen. Während das mediale Interesse vor allem Sturmfluten oder Flussüberschwemmungen gilt, wird das Überflutungsrisiko fernab von Gewässern, also Sturzfluten bzw. Überschwemmungen nach Starkregen, generell unterschätzt. Sie schaffen es allenfalls bei spektakulären Fällen mit Todesopfern kurzzeitig in die Schlagzeilen, wie zum Beispiel Mitte Februar 2010, als plötzlich auftretende Wassermassen zahlreiche Menschen auf der Ferieninsel Madeira mit sich rissen.

Sturzfluten treten meist als unabhängige, nur lokal bedeutsame und zufällige Ereignisse auf. Anders als bei Flussüberschwemmungen ist nicht die Gesamtmenge des Niederschlags das entscheidende Kriterium, sondern seine Intensität. Der Boden ist nicht mehr in der Lage, das Wasser aufzunehmen, sodass es entlang der Oberfläche abfließt. In geneigtem Gelände kann das eine schwallartig ansteigende Hochwasserwelle auslösen, die in kürzester Zeit auch Gebiete außerhalb der Unwetterzone erreicht. In ebenem Gelände staut oder sammelt sich das Wasser dagegen in tiefer gelegenen Bereichen wie Geländemulden, Kellern oder Tiefgaragen. Kritisch sind die mechanischen Kräfte, die mit den hohen Fließgeschwindigkeiten verbunden sind, sowie das Erosionspotenzial: Beides kann Gebäude zum Einsturz bringen und erhöht auf jeden Fall die Schäden enorm.


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