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Vulkanismus - neuere Erkenntnisse zum Risiko von Vulkanausbrüchen

Weltweit gelten rund 550 Vulkane als aktiv. Jedes Jahr brechen 50 bis 65 von ihnen aus. Das Katastrophenpotenzial zeigte 1980 die Eruption des Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington. Seitdem beschäftigt sich Munich Re mit der Frage: Wie viel Risiko bergen Vulkanausbrüche?

Heute wie vor über 25 Jahren gilt: Es gibt – mit Ausnahme der äußerst seltenen großen Meteoritenabstürze – keine anderen Naturereignisse, die so weite Gebiete mit vergleichbarer Intensität und Plötzlichkeit verwüsten können wie Vulkanausbrüche. Ihre direkten Wirkungen: Lava-, Schlamm- und pyroklastische Ströme, Glutwolken, Ascheeruptionen, Ascheablagerungen. Die indirekten Folgen: Klimaveränderung. Die Schäden: neben direkten Schäden, Beeinträchtigung des Luft- und Schiffverkehrs sowie Ernteausfälle.

Nennenswerte versicherte Schäden verursachten in jüngerer Vergangenheit neben der Eruption des Pinatubo, des Tavarvur (Papua-Neuguinea, 1993) und des Soufrière (Montserrat, 1995–97). Die Schadensummen lagen jeweils bei mehreren 10 Millionen US-Dollar. Beim Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island im März und April 2010 schoss eine Aschewolke kilometerweit in die Höhe und wurde durch die Windströmungen nach Nord- und Mitteleuropa transportiert. Aus Gründen der Flugsicherheit sperrte man den Luftraum in Europa und strich über 100.000 Flüge. Betriebsunterbrechungen führten bei Fluggesellschaften zu hohen Geschäftsausfällen. Der größte Vulkanausbruch der letzten Jahrzehnte war die Eruption des Pinatubo 1991 auf den Philippinen. Seine klimatischen Auswirkungen waren weltweit spürbar: Aufgrund aerosolbildender Schwefeldioxidmoleküle, die in die höhere Atmosphäre gelangten, sank die Jahresmitteltemperatur in dem Jahr nach dem Ausbruch global um durchschnittlich ein halbes Grad Celsius.


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