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Subsidence – wenn sich der Boden senkt

Sie kündigen sich mit klemmenden Türen und Fenstern oder diagonalen Gebäuderissen an. Gemeint sind Bodensenkungen, die vor allem in Gebieten auftreten, in denen Tonböden vorherrschen. In England wird dieses Phänomen als Subsidence bezeichnet. Besonders in Südengland und Frankreich kosteten diese Bodensenkungen der Versicherungswirtschaft bereits in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Milliarden Euro.

Senkungen und Einstürze des Bodens haben verschiedene Ursachen. Zum einen, wenn sich unterirdische Hohlräume bilden – wie in Karstgebieten. Dort löst die Kohlensäure im Regen- und Grundwasser das gesteinsbildende Mineral Calcit aus dem Kalksteinuntergrund. So entstehen Hohlräume (auch Sinkholes genannt), die unter der Last massiver Bebauung oder auch von selbst teilweise völlig überraschend einstürzen. Zum anderen senken sich Gebiete ab, in denen Kohle, Erdöl oder Erdgas gewonnen oder dem Boden Grundwasser entzogen wird. Versicherungstechnisch spricht man in Deutschland von Erdsenkung – genauer vom Erdfall.

Eine weitere Ursache für das Absinken von Böden: Bei sogenannten Quelltonen schrumpfen Tonböden im Falle lang anhaltender Trockenheit – Subsidence. Für Versicherer stellt dieser Schaden ein besonders großes Problem dar, denn es sind meist weitläufige Gebiete betroffen, in denen sich Werte (Gebäude) konzentrieren. Die direkten, sehr sichtbaren Auswirkungen geologisch bedingter Senkungen sind Gebäuderisse. Vor allem nach trockenen Sommern können hier die akkumulierten Schäden im dreistelligen Millionenbereich liegen.


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