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Unterschied von Magnitude und Intensität

Es gibt zwei Größen, welche die Erdbebenstärke auf unterschiedliche Weise beschreiben: die Magnitude und die Intensität.

Die Magnitude (Richter-Skala) ist eine messtechnisch festgelegte Größe, die anhand von Aufzeichnungen der Bodenbewegung, sogenannter Seismogramme, bestimmt wird. Sie korreliert mit der Größe des Erdbebenherdes und mit der in Form seismischer Wellen abgestrahlten Energie. Es sind mehrere Magnitudenskalen gebräuchlich, die sich dadurch unterscheiden, welche Informationen aus dem Seismogramm zur Berechnung verwendet wurden. Dies erklärt die häufig unterschiedlichen Magnitudenwerte, die für gleiche Beben genannt werden. Zunehmende Verbreitung findet die Momentmagnitude (Mw), die einen direkten Bezug zur Dimension der Bruchfläche des Bebens hat. Alle Magnitudenskalen sind logarithmisch, mit jeder vollen Stufe steigt der Energiegehalt eines Bebens um den Faktor 32.

Die Intensität beschreibt die Schadenwirkung und Schadenverteilung eines Bebens. Sie wird bestimmt anhand einer groben statistischen Analyse der lokalen Schadenwirkungen in Abhängigkeit von den betroffenen Gebäudetypen. Die weltweit am meisten verbreitete Skala ist die modifizierte Mercalli-Skala (MM), weiterentwickelt in der Europäischen Makroseismischen Skala (EMS-98).

Eine weitere wichtige Kenngröße ist die – ebenfalls gemessene – maximale Bodenbeschleunigung (PGA). Diese sowie ihre Ableitungen, Geschwindigkeit (PGV) und Verschiebung (PGD), bilden die Grundlage für die erdbebensichere Planung von Gebäuden.


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