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Die primären Auswirkungen von Erdbeben sind die durch die Bebenwellen verursachten Bodenerschütterungen.

Der bei einem Erdbeben auftretende Schaden hängt neben den Erdbebenparametern selbst (Magnitude, Distanz, Bebendauer) und den lokalen Untergrundbedingungen (Intensität) stark von den Eigenschaften der betroffenen Bauwerke ab. Zu nennen sind hier Konstruktionstyp, Bautyp, Nutzungsart, Baujahr, Höhe, Asymmetrien in Grund- und Aufriss, Eigenfrequenz (Mexico-City-Effekt) und anderes mehr.

Erdbebensicheres Bauen ist einer der zentralen Bausteine, das enorme Schadenpotenzial und die hohe Gefährdung der Bevölkerung durch Erdbeben zu reduzieren. Die rigorose Aufstellung und vor allem die Einhaltung von entsprechenden Bauvorschriften für gefährdete Regionen ist jedoch die Voraussetzung dafür, dass solche Baumethoden auch umgesetzt werden.

Das Erdbeben in der Türkei vom 17. August 1999 hat auf dramatische Weise gezeigt, dass die Missachtung von Bauvorschriften in erdbebengefährdeten Gebieten viele Menschenleben kosten kann: Die billigen und schnell errichteten Häuser hielten dem Beben nicht stand, stürzten ein und begruben Tausende von Menschen unter sich. Grobe Fahrlässigkeit und/oder Profitgier beim Hausbau sind immer wieder Ursache für die hohe Anzahl von Todesopfern und Verletzten bei Erdbeben.

Folgeeffekte von Erdbeben
Speziell stärkere Erdbeben verursachen häufig sogenannte Sekundär- oder Folgeeffekte, die wiederum ein hohes Schadenpotenzial besitzen und meist sogar ausschlaggebend dafür sind, ob ein Erdbeben als Katastrophe eingestuft wird. Die wichtigsten Folgeeffekte sind:

  • Verstärkung (Amplifikation)
  • Seismische Flutwellen (Tsunami)
  • Liquefaktion
  • Erdrutsche
  • Oberflächenbruch
  • Bodensetzung
  • Feuer nach Erdbeben


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