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Klimawandel

Welche Bedeutung hat das 2-Grad-Ziel für Klimawandel und Klimapolitik?

Ein Ziel der bevorstehenden COP21-Verhandlungen ist, sich auf ein Abkommen zu einigen, das den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius beschränkt. Ein Ziel, das kaum noch zu erreichen ist. Doch jede Emissionsvermeidung zählt.

16.11.2015

Um maximal zwei Grad Celsius im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung – höher soll die globale Erwärmung nicht steigen. Mit diesem erklärten Ziel der Vertragsstaaten der Vereinten Nationen beginnen die Verhandlungen des nächsten UN Klimagipfels bei der so genannten Conference of the Parties (COP 21) Ende November 2015 in Paris. Doch was bedeutet das 2-Grad-Ziel für Klimawandel und Klimapolitik? Und was passiert, wenn es nicht erreicht wird? Aktuelle Messungen zeigen, dass die globale Durchschnittstemperatur schon heute um rund 1 Grad gegenüber 1880 zugenommen hat – mit spürbaren Folgen: Steigende Meeresspiegel entwickeln sich zur Gefahr für Küstenstädte. Hitzewellen wie jene vom Sommer 2003 sind in Europa zehnmal wahrscheinlicher als noch vor einem Jahrzehnt.  
Das 2-Grad-Ziel ist eine wissenschaftlich begründete und politisch festgelegte Marke, die sicherstellen soll, dass die Risiken des Klimawandels nicht unkontrollierbar werden. Denn darin sind sich führende Wissenschaftler einig: Je höher die globale Durchschnittstemperatur steigt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Klimawandel zu ernsthaften und irreversiblen Schäden führt. Die Aufgabe bei den Klimaverhandlungen in Paris gleicht einer Herkules-Aufgabe: Es geht um nicht weniger als um die Festlegung auf einen verbindlichen Rahmen unter sämtlichen 194 UN-Mitgliedsstaaten, der wirksam und auch noch möglichst gerecht die Emissionen von Treibhausgasen so reduziert, dass der globale Temperaturanstieg mit hoher Wahrscheinlichkeit unter 2 Grad bleibt.

Road to Paris
Ernst Rauch, Munich Re, über seine Erwartungen an den Klimagipfel. #COP21
Nichtsdestotrotz ändert sich das Klima schon heute und diese Veränderungen werden auf Grund der langen Verweildauer von Treibhausgasen in der Atmosphäre von zum Teil über 100 Jahren weitergehen. Allerdings: Selbst ein Anstieg der Erderwärmung um 1bis 2 Grad hat Einfluss auf die Häufigkeit und Intensität von Wetterkatastrophen.  
Deshalb ist es so wichtig, neben der Mitigation (Vermeidung von Emissionen) auch die Adaption, die Anpassung an  den Klimawandel voranzutreiben. Das kann technischer Hochwasserschutz sein oder der Ausbau von neuen Landwirtschaftssystemen, oder auch die Etablierung von Versicherungssystemen zur Bewältigung der finanziellen Folgen. Gerade für Schwellen- und Entwicklungsländer ist Klimaversicherung ein effizienter und schnell umsetzbarer Weg, um ökonomische Schäden aus Naturkatastrophen abzufedern und so bessere Chancen für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erhalten.  
Mehr zum Thema Klimawandel finden Sie hier.
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