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Digitalisierung

Sicherer Online-Handel dank Künstlicher Intelligenz

Der weltweite Online-Handel hat derzeit ein Volumen von rund zwei Billionen Euro und wächst weiter um etwa 25% pro Jahr. Aber dieser Markt beinhaltet auch Risiken für Online-Händler, die Kosten verursachen. Ein Risiko ist der missbräuchliche Einsatz von Kreditkarten. Munich Re und das Start-Up Fraugster bieten gemeinsam eine Lösung an, die dieses Risiko vermindert und damit Kosten für Online-Händler senkt und gleichzeitig deren Umsatz steigert.

Online-Händler erleiden weltweit durch Betrüger Schäden von etwa 25 Milliarden Euro im Jahr. Um solche Zahlungsausfälle zu vermeiden, werden Transaktionen bisher manuell oder mit starren regelbasierten Lösungen durch Händler, Bezahldienste oder Kreditkartenunternehmen geprüft, was langsam, teuer und ineffektiv ist.

Das deutsch-israelische Start-Up Fraugster hat einen selbst lernenden Algorithmus entwickelt, der in Sekundenbruchteilen bewertet, ob E-Commerce-Transaktionen mit hoher Wahrscheinlichkeit seriös sind. Bezahldienste können mit diesem Service Transaktionen schneller und erfolgreicher überprüfen, wodurch sowohl sie selbst als auch ihre Kunden, die Online Händler, deutlich mehr Sicherheit für ihr Geschäft erhalten. Mit Hilfe des Algorithmus werden nicht nur betrügerische Transaktionen mit hoher Wahrscheinlichkeit entdeckt und von vornherein ausgeschlossen. Auch die Zahl der fälschlich zurückgewiesenen Zahlungen wird reduziert. So werden Schäden für den Online-Handel verringert, und gleichzeitig kann der Umsatz aus seriösen Transaktionen erhöht werden. Die Künstliche Intelligenz (KI) trägt dazu bei, dass sich der Algorithmus auf Basis der Millionen von Transaktionen, die täglich das System durchlaufen,  selbstständig anpasst und so aktuellen Veränderungen gerecht werden kann. Für den Fall, dass das System fälschlich eine Kreditkartentransaktion als korrekt bewertet, haftet Fraugster für Kosten, die seinen Kunden daraus entstehen.

Munich Re hat den Algorithmus analysiert, getestet und die Qualität der Zahlungsüberprüfung sowie die IT Infrastruktur als passend und zuverlässig bewertet. Dabei hat Munich Re die verwendeten statistischen Modelle, das Lernprinzip des Algorithmus, die Vorhersagequalität des Algorithmus bei noch nicht gesehenen Datensätzen, die Qualität der Data Scientists von Fraugster, die angestrebten Weiterentwicklungen und die Qualität der eingesetzten IT Infrastruktur eingehend betrachtet. Auf dieser Basis versichert Great Lakes Insurance SE, eine Munich Re Tochter, Fraugster für den Fall, dass die Software doch zu Fehlurteilen kommt und dabei betrügerische Transaktionen fälschlich als korrekt einstuft. So kann Fraugster seinen Kunden eine zusätzliche finanzielle Absicherung bieten und seinen Service mit dem Prüfstempel versehen, dass die Vorhersagequalität der KI das Vertrauen von Munich Re besitzt.

Aus der Kooperation entsteht volkswirtschaftlicher Mehrwert: Die innovative Risikobewertung kombiniert mit einer individuellen Versicherungslösung bietet mehr Sicherheit, wodurch die Kosten gesenkt und die Umsätze sowie die Effizienz für den Online-Handel gesteigert werden kann. Gleichzeitig verringert die Anwendung der Software von Fraugster die Zahl von Bewertungen, die Transaktionen fälschlicherweise als betrügerisch einstufen, und damit auch die Probleme für die betroffenen Menschen, die den Online-Handel nutzen möchten. 

Weitere Informationen
Munich Re Experten
Michael Berger
Business Development Manager
André Knoerchen
Leiter New Risk Solutions in der Einheit Special Enterprise Risks von Corporate Insurance Partner (CIP)
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