• Von Bomhard: "Mit Konsequenz in eine profitable Zukunft!"

  • Hohe Ansprüche an die Qualität des Geschäfts 

  • Ziel 2004: Nettogewinn von 2 Mrd. €

Den entscheidenden Wertzuwachs bei der Münchener Rück erwartet der neue Vorstandsvorsitzende aus dem versicherungstechnischen Geschäft; hier wurden – wie die Ergebnisse im Jahr 2003 zeigen – bereits markante Fortschritte erzielt. Gleichzeitig legt Nikolaus von Bomhard großes Gewicht auf die Kapitalanlagepolitik. Ein weiter verbessertes Risikomanagement stimmt Versicherungsgeschäft und Kapitalanlagen noch feiner aufeinander ab und steigert so die Ertragschancen.

"Alle Einheiten müssen Gewinn bringen"

"Alle Einheiten der Münchener Rück müssen für sich profitabel sein und zum Erfolg der Gruppe nachdrücklich beitragen. Wir wollen die Erwartungen unserer Aktionäre dauerhaft erfüllen. Dazu müssen wir unsere Strategie konsequenter als bisher umsetzen", erläuterte von Bomhard seine geschäftspolitischen Leitlinien.

In der Rückversicherung zahlten sich die strikt ertragsorientierte Zeichnungs- und Produktpolitik sowie die klare Zuordnung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten aus: Die Rückversicherer haben ihr Portfolio nachhaltig verbessert und erzielten schon im Berichtsjahr 2003 einen kräftigen Gewinn, den sie auch für das laufende Jahr erwarten. Mittelfristig will die Münchener Rück unter den führenden Anbietern der ertragreichste sein. Die turnusmäßigen Erneuerungen der Rückversicherungsverträge zum 1. April in Japan und Korea zeigten wie schon zuvor die Abschlüsse zum Jahreswechsel, dass risikoadäquate Preise und Bedingungen weiterhin zu erzielen sind und eine angemessene Kapitalverzinsung gewährleistet werden kann.

In der Erstversicherung erwartet die Münchener Rück nach schwierigen Jahren deutlich verbesserte operative Erträge. Die ERGO Versicherungsgruppe hat mit ihrer neuen Führungsorganisation eine eindeutige Entscheidungs- und Ergebnisverantwortung für ihre Geschäftssegmente und dabei auch die Grundlage für eine weitere Effizienzsteigerung geschaffen. Die laufenden Kostensenkungsprogramme haben sich bereits 2003 positiv in der Verwaltungskostenquote niedergeschlagen, die sich auf 7,2 (7,5) % verbesserte, und führen ab 2005 zu Einsparungen von 300 Mio. € pro Jahr. Nicht nur bei Zentralfunktionen, sondern vor allem in der Versicherungstechnik werden einheitliche Prozesse eingeführt und Synergien genutzt. Die renommierten Marken (VICTORIA, Hamburg-Mannheimer, DKV, D. A. S. und KarstadtQuelle Versicherungen) und der in seiner Vielfalt sehr erfolgreiche Vertrieb bleiben erhalten. Das langfristige Kooperationsabkommen, das kürzlich in der Krankenversicherung mit dem Gerling-Konzern, der Zürich Gruppe Deutschland und der Deutschen Bank abgeschlossen wurde, stärkt den Vertrieb weiter. Die Karlsruher Versicherungsgruppe und die Europäische Reiseversicherung haben im vergangenen Jahr Maßnahmen zur Kosteneinsparung ergriffen, die ebenfalls erste Erfolge zeigen.

Im Kapitalanlagebestand der Münchener-Rück-Gruppe – insgesamt 171,9 Mrd. € Bilanzwert (plus 10 %) – wurde das historisch bedingte übergewicht der Beteiligungen im Versicherungs- und Bankensektor wie angekündigt weiter abgebaut: Veräußert wurde der Anteil an der Hypo Real Estate Holding und verringert die Beteiligung an der Allianz auf 12,2 %. Die Beteiligung an der HypoVereinsbank wurde im Rahmen ihrer Kapitalerhöhung 2004 auf 18,4 % reduziert. Die Aktienquote lag Ende 2003 – einschließlich Beteiligungen und obwohl sich die Aktienkurse erholten – mit
15,1 (17,4) % um mehr als zwei Prozentpunkte niedriger als zwölf Monate zuvor. Der Aktienanteil soll insgesamt nicht weiter verringert werden; vielmehr wird das Wertpapierportfolio breiter diversifiziert.

Die Kapitalanlagetätigkeit richtet sich an der aktuellen Börseneinschätzung und den Erfordernissen des Versicherungsgeschäfts aus; mögliche Schadenkumule aus Katastrophen sowie typische Auszahlungsmuster lang laufender Verbindlichkeiten aus der Lebens- und Schadenversicherung werden mit berücksichtigt. Die Anlagestrategie soll Schwankungen begrenzen, das einzusetzende Risikokapital vermindern und damit die Rentabilität erhöhen.

Kräftig verbessertes operatives Ergebnis 2003

Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 2,0 Mrd. € – eine sehr kräftige Gewinnsteigerung gegenüber dem knappen Vorjahresresultat von 11 Mio. €. Eine einmalige Steuersituation und hohe Firmenwertabschreibungen kehrten dieses Ergebnis jedoch um. Mit einem Verlust von 434 Mio. € zog die Münchener Rück einen Schlussstrich unter drei schwere Jahre. Der Steueraufwand betrug außergewöhnliche 1,8 Mrd. €; davon entfielen 1,1 Mrd. € auf latenten und damit zunächst nicht liquiditätswirksamen Steueraufwand. Auf der Grundlage der neuen, erstmals angewandten IAS-Regeln beliefen sich die Abschreibungen auf Wertpapiere – vor allem Aktien – auf 0,8 (5,9) Mrd. €.

Das Eigenkapital stieg auf 18,9 (13,9) Mrd. €, die außerbilanziellen Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen zum Jahresende lagen bei 1,8 Mrd. € vor Versichertenbeteiligung, Minderheitsanteilen und Steuern. Neben dem durchgängig erfreulichen Verlauf des Rückversicherungsgeschäfts stärkten die ab dem zweiten Quartal positive Aktienmarktentwicklung und die Kapitalerhöhung (3,9 Mrd. €) das Eigenkapital.

Die Münchener-Rück-Gruppe stabilisierte im Jahr 2003 ihren Gesamtumsatz auf dem hohen Niveau von 40,4 (40,0) Mrd. €. Die Bruttobeiträge in der Rückversicherung wuchsen, lässt man Währungseffekte unberücksichtigt, um 9,8 %; besonders wegen des schwachen Dollars ergab sich in Euro ein leichter Rückgang auf 24,8 (25,4) Mrd.

Die Lebens- und Krankenrückversicherung hat mit 6,9 (6,6) Mrd. € einen Anteil von 27,7 (25,8) %. In der Lebensrückversicherung wuchs vor allem in Großbritannien und Nordamerika attraktives Neugeschäft zu. Der Embedded Value als Maßstab für den Wert des Lebensrückversicherungsgeschäfts wurde deutlich um 7,7 % (währungsbereinigt rd. 15 %) auf 3,9 Mrd. € gesteigert. Die operativen Gewinne bezogen auf den Embedded Value 2002 übertrafen mit 13,3 % klar das Ziel von 10 %.

Verbesserte Preise und Bedingungen bei den zurückliegenden Vertragserneuerungen bestimmten das erfreuliche Bild in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Das sehr gute organische Wachstum in Originalwährung war im Wesentlichen zurückzuführen auf Prämiensteigerungen und Neugeschäft zu risikoadäquaten Preisen und Bedingungen, wurde aber vom starken Euro überkompensiert. Insgesamt gingen die Beiträge auf 17,9 (18,9) Mrd. € zurück. Mit der Schaden-Kosten-Quote im Nichtlebens-Rückversicherungsgeschäft von 96,7 (122,4) % übertraf die Münchener Rück ihr Ziel für 2003. Hier hatte das vierte Quartal mit 95,8 (Vorjahr: 108,4) % nochmals den Trend bestätigt. Insgesamt erwirtschaftete die Rückversicherungsgruppe einen Nettogewinn von 1,6 (2,3) Mrd. €.

Der Umsatz in der Erstversicherung stieg um 6,3 % auf 17,6 Mrd. €. Die Lebensversicherung als größtes Geschäftsfeld hatte mit einem Plus von 6,6 % auf
8,0 Mrd. € hieran einen hohen Anteil. Die Beitragseinnahmen in der Krankenversicherung kletterten auf 4,5 (4,2) Mrd. €; dazu trugen im Inland Beitragsanpassungen bei, doch wurde das Neugeschäft durch die andauernden Diskussionen über die Gesundheitsreform gedämpft. Die Schaden- und Unfallversicherung steigerte die Beiträge um 5,0 % auf 5,1 Mrd. € und senkte die Schaden-Kosten-Quote nochmals auf hervorragende 96,4 (99,9) %.

Das Erstversicherungsgeschäft schloss wegen des günstigen Schadenverlaufs und einer geringeren Kostenquote von 36,4 (37,5) % mit einem operativen Gewinn von
0,2 Mrd. € ab. Es verbesserte sich damit um 0,9 Mrd. €. Insgesamt waren aber noch Belastungen aus der Aktienbaisse der vergangenen Jahre abzutragen und ein außergewöhnlich hoher Steueraufwand zu verarbeiten: Die Aktienabschreibungen und -abgangsverluste betrugen 3,5 Mrd. €, die Steuern 789 Mio. €. Außerdem wurden hohe, vorwiegend außerordentliche Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte von 581 Mio. € vorgenommen. Der Jahresverlust in diesem Segment beläuft sich auf 1,1 Mrd. €.

(Die wesentlichen Zahlen der Münchener-Rück-Gruppe für das Geschäftsjahr 2003 sind der Anlage zu entnehmen.)

Ziele für das Geschäftsjahr 2004

Für das laufende Geschäftsjahr strebt die Münchener Rück an, die versicherungstechnischen Ergebnisse auf dem erreichten guten Niveau zu halten. In der Rück- wie in der Erstversicherung sollen wiederum Schaden-Kosten-Quoten von höchstens 97 % erreicht werden. Die operativen Embedded-Value-Erträge sollen in der Lebensrückversicherung sowie der Lebens- und Krankenerstversicherung den Zielwert von 10 % bezogen auf den Embedded Value zum Ende 2003 erreichen. Insgesamt strebt die Münchener-Rück-Gruppe – bei stabilem Kapitalmarkt und normalem Schadenverlauf – für 2004 einen Konzerngewinn von 2 Mrd. € und ab 2005 eine nachhaltige Eigenkapitalverzinsung von 12 % nach Steuern an.

Der Aufsichtsrat hat dem Dividendenvorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung zugestimmt. Demnach sollen auch für das Geschäftsjahr 2003 1,25 € pro Aktie ausgeschüttet werden. In Bezug auf die künftige Dividendenpolitik kündigte von Bomhard eine Handhabung an, die sich stärker an der Ertragssituation des jeweiligen Geschäftsjahres orientieren werde.

Die Hauptversammlung findet am 26. Mai 2004 um 10 Uhr statt.

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
gez. Dr. von Bomhard          gez. Küppers

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