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Die Umweltwirkungen unseres Handelns sind begrenzt, da Munich Re kein energie- und materialintensives Geschäftsmodell hat. Dennoch übernehmen wir als großes Unternehmen mit mehr als 39.600 Mitarbeitern Verantwortung für den Umweltschutz und engagieren uns auf den Gebieten, die wir konkret und positiv beeinflussen können. Bei unseren Zielen und Maßnahmen konzentrieren wir uns auf die Senkung des Energieverbrauchs und der damit verbundenen CO₂-Emissionen, auf die klimaschonende Gestaltung von Dienstreisen und eine höhere Material- und Ressourceneffizienz unserer Prozesse durch ein geringeres Abfallaufkommen und die Verwendung nachhaltiger Materialien. Parallel sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter für ein möglichst umweltfreundliches Verhalten.

Strategische Steuerung durch das Umweltmanagementsystem

Munich Re (Gruppe)  steuert die Aktivitäten für alle Standorte bereits seit 2012 über ein einheitliches und verbindlich gültiges Umweltmanagementsystem (UMS), das den Anforderungen der international etablierten Norm DIN ISO 14001 entspricht. Das UMS basiert auf den Umweltleitlinien des Unternehmens sowie ausgewählten Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators, KPIs), die wir für die Erhebung unseres CO₂-Fußabdrucks nutzen. Es definiert zugleich alle erforderlichen Prozesse und organisatorischen Zuständigkeiten. In 2019, 83% der Mitarbeiter der Gruppe sind in das Umweltmanagement-System integiert, 40% arbeiten an Standorten, die ihr Umweltmanagement-System gemäß DIN ISO 14001 zertifiziert haben.

Unsere Ziele bis 2020

Wir wollen uns bei der Umsetzung unserer Umwelt- und Klimaschutzstrategie genau messen lassen und richten uns dabei nach den folgenden im Jahr 2015 formulierten Zielen, die wir bis 2020 erreichen wollen:
35%
Reduzierung der CO₂-Emissionen um 35 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2009 (gemessen in kg CO₂ pro Mitarbeiter)
Dauerhafte CO₂-Neutralität unter Einbeziehung von Kompensationsprojekten
Gruppenweit vollständige Umstellung des Strombezugs auf erneuerbare Energie
Steigerung des Anteils von umweltfreundlichen Verbrauchsprodukten (z. B. Papier, Catering) und Anschaffung umweltfreundlicher Fahrzeuge
Steigerung der Motivation von Mitarbeitern zu umweltfreundlichem Verhalten
Regelmäßige Zertifizierung der Umwelt- und Energiemanagement-systeme an ausgewählten Standorten
Jährliche, gruppenweite Verifizierung der Umweltdaten

Unser Erfolg

44%
weniger CO₂-Emissionen pro Mitarbeiter seit 2009
Unser Ziel, 35 Prozent CO₂ einzusparen,  haben wir bereits 2017 erreicht (39 Prozent weniger CO₂-Emissionen). 2019 konnte eine Reduzierung der Emissionen um 44 Prozent erreicht werden.
90%
Ökostrom gruppenweit in 2018
Konzernweit haben wir im Berichtsjahr bereits etwa 90 Prozent der benötigten Elektrizität aus erneuerbaren Quellen bezogen.
98.000 t
CO₂ kompensiert für 2019
Munich Re (Gruppe) hat sich seit 2015 zu einer CO₂-neutralen Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit verpflichtet. Nicht vermeidbare CO₂-Emissionen gleichen wir dabei durch den Kauf von CO₂-Zertifikaten aus. Bei der Auswahl der jeweiligen Klimaschutzprojekte stellen wir hohe Anforderungen. So muss beispielsweise mindestens ein Projekt den Gold-Standard erfüllen und zugleich in einem der am wenigsten entwickelten Länder der Welt umgesetzt werden. Neben der Vermeidung von CO₂-Emissionen gilt unser besonderes Augenmerk der Einhaltung von sozialen Standards. Wir unterstützen in erster Linie Projekte, die Gesundheit fördern, Bildung ermöglichen, die örtliche Infrastruktur voranbringen, Abholzung vermeiden und die Biodiversität erhalten. Um die CO₂-Neutralität von Munich Re (Gruppe) für das Bilanzjahr 2019 zu erreichen, beziehen wir CO₂-Zertifikate aus den folgenden Projekten:

Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für sparsamen Ressourcenverbrauch

Seit Oktober 2019 können rund 18. 000 Mitarbeiter von Munich Re, ERGO und MEAG in Deutschland regelmäßig ein "klimafreundliches Menü"; in allen Kantinen des Konzerns in Deutschland genießen. Die Speisekarte bietet regionale Produkte, die nach Möglichkeit biologisch hergestellt werden. Unsere Motivation: Die Landwirtschaft verursacht 10% der europäischen Treibhausgasemissionen. Auch die durch den Transport, die Lagerung und Kühlung von Lebensmitteln verursachten Emissionen sind erheblich. Der CO2-Fußabdruck jeder Lebensmittelart kann nun berechnet werden. So ist beispielsweise der CO2-Fußabdruck von Rindfleisch extrem hoch. Schweinefleisch und Geflügel verursachen nur ein Viertel der Emissionen von Rindfleisch. Gemüse ist besonders klimafreundlich.  Mit wenigen Maßnahmen lässt sich viel erreichen - zum Beispiel die Reduzierung der Fleischmenge, die Beschaffung von Süßwasserfischen aus lokalen Gewässern oder die Beschaffung von Bio-Gemüse mit "Schönheitsfehlern" von einem lokalen Start-up.

Wie kann ich mir als Vater keine Sorgen machen?

Mehr als 20. 000 Delegierte aus aller Welt nahmen an der UN-Klimakonferenz im Messezentrum in Madrid, Spanien, teil, das zufälligerweise auch eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder Europas ist. Grund genug, den langjährigen Vorstandsvorsitzenden der DKV Seguros, Dr. Josep Santacreu, zu fragen, was er über Umwelt- und Klimaschutz denkt.

Lesen Sie das Interview in unserem CR-Bericht auf Seite 63.

 

Dr. Josep Santacreu
CEO of DKV Seguros, Spain

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Corporate-Responsibility-Bericht

In unserem Corporate-Responsibility-Bericht (CR-Bericht) legen wir dar, wie wir unser Verständnis von unternehmerischer Verantwortung in unserem Geschäft täglich leben.