Internationale „Resilient Cities“ Konferenz 2017 unter maßgeblicher Beteiligung von Munich Re

10.05.2017

Zum achten Mal veranstaltete das in Bonn ansässige weltweite Städtenetzwerk für Nachhaltigkeit „ICLEI - Local Governments for Sustainability“ mit Unterstützung der Stadt Bonn die "Resilient Cities 2017"-Konferenz.

Sie fand von 4. bis 6. Mai 2017 im Gustav-Stresemann-Institut statt. Rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus etwa 50 Ländern nahmen daran teil, darunter Experten der Vereinten Nationen, von Nichtregierungsorganisationen (NGOs), der Finanzwirtschaft und viele Vertreterinnen und Vertreter von Städten weltweit.

Neu: Der „Insurance Industry & Cities“ Gipfel

Die Bonner Konferenzreihe "Resilient Cities" ist seit 2010 die globale Dialogplattform für Städte, Wissenschaft und Wirtschaft zu Fragen der Klimaanpassung und nachhaltigen Transformation. Diskutiert werden Anpassungsstrategien an den Klimawandel, urbane Planungsinstrumente, Fragen der Finanzierung sowie Klimafolgen- und Katastrophenmanagement. Zum ersten Mal wurden bei der diesjährigen Konferenz im Rahmen eines „Insurance Industry & Cities“ Gipfels - veranstaltet von ICLEI und den Organisatoren der UN Principles for Sustainable Insurance (PSI) -, aktuelle und zukünftige Versicherungsfragen für Städte diskutiert. Fokusthema war hier insbesondere wie die Versicherungswirtschaft als Risikomanager, Risikoträger und Investor mit Städten konkret zusammenarbeiten kann, z.B. in den Bereichen Risikosensibilisierung und Deckung besonders kritischer Risiken.

Neben eingeladenen Referenten von AXA, Allianz, Finance Norway, Risk Management Solutions, Aviva Investors, InsuResilience Initiative, Ständiger Sitz der Fiji Inseln bei der UN, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Ramboll Denmark, Stadtverwaltung Oslo/Norwegen, Stadtverwaltung Iloilo/ Philippinen, Stadtverwaltung Kopenhagen/Dänemark, Stadtverwaltung Bangkok/Thailand präsentierte Munich Re auf vier internationalen Panels ihre Risikomanagement-Expertise sowie innovative Risikodeckungen im Bereich Naturgefahren und Klimawandel. Zusätzlich präsentierte das junge Innovations-Start-up Hawa Dawa (www.hawadawa.com), einer der  Gewinner des von Munich Re ausgelobten „8 Billion Lives“-Fellowships, seine Technik zur Messung von städtischer Luftverschmutzung. Mittels einer Spezial-3D-Brille wurde dieses sich verstärkende Problem am Beispiel der Feinstaub- und Schmutzpartikelbelastung in der Innenstadt von Paris visuell dargestellt.

Städte sind Erstbetroffene in Sachen nachhaltige Entwicklung und Planung in Anbetracht der wachsenden Gefahren durch Klimawandel und Naturgefahren. Darin liegt die Tatsache begründet, dass Städte inzwischen mehr und mehr mit der Versicherungswirtschaft kooperieren wollen und müssen, um die entsprechenden Risiken besser einschätzen und managen zu können.
Gino Van Begin
ICLEI
Generalsekretär

Auf dem Weg zum Weltklimagipfel (COP 23)

In diesem Jahr kam der Konferenz zudem eine vorbereitende Rolle im Vorfeld zum Weltklimagipfel der Vereinten Nationen in Bonn im November zu. Dieser Gipfel werde Beiträge der Städte zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens in den Mittelpunkt stellen – sowohl bei der anstehenden Revision der nationalen Klimaschutzziele als auch in der Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und mit gefährdeten Gesellschaften des Globalen Südens sowie in der Umsetzung der großen globalen Agenden, so Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan.

Naturkatastrophen und Städte - Zahlen und Daten

Zwischen 1994 und 2013 waren laut des Centre for Research on the Epidemiology of Disasters (CRED) in Brüssel durchschnittlich 218 Millionen Menschen pro Jahr von Naturkatastrophen betroffen. In diesem Zeitraum wurden 6873 Katastrophenereignisse aufgezeichnet, die insgesamt 1,35 Millionen Todesopfer forderten - im Durchschnitt 68 000 pro Jahr. Mehr als 15 Millionen Menschen in urbanen Zentren in über 25 Ländern waren 2015 von Naturkatastrophen betroffen.

Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt weniger als 60 km vom Meer entfernt, drei Viertel aller großen Städte liegen an der Küste. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) kann sich die Zahl der von Küstenüberschwemmungen Betroffenen durch einen Anstieg des Meeresspiegels und sozioökonomische Entwicklungen bis 2070 verdreifachen. Die bedrohten Vermögenswerte steigen um das Zehnfache von 3 auf 35 Milliarden US-Dollar.

Laut Daten des Siedlungsprogramms der Vereinten Nationen (UN-Habitat) von 2015 ist der Anteil der Menschen, die in Slums leben, auf etwa ein Viertel der weltweiten Stadtbevölkerung angestiegen. In den Entwicklungsländern lebt einer von drei Stadtbewohnern in informellen Siedlungen. Diese Gemeinschaften sind am stärksten gefährdet.

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