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Lösungsorientierte Antworten auf den Klimawandel

Der größtenteils von Menschen verursachte Klimawandel ist Realität und beeinflusst wetterbedingte Naturkatastrophen.  Die Wissenschaft hat immer eindeutigere Beweise dafür, auch wenn je nach Region und Naturgefahr sich die Risikolage verändern kann, zum Beispiel bei schweren Stürmen, Gewittern, Überschwemmungen oder Dürren. Munich Re ist Pionier bei der Analyse der Auswirkungen der anthropogenen globalen Erwärmung und natürlicher Klimavariabilität auf Schäden aus wetterbedingten Naturkatastrophen. Seit vier Jahrzehnten befassen wir uns mit Risiken ebenso wie mit Schadenprävention und neuen Risikotransferkonzepten. Wir nutzen Langzeitdaten zu Meteorologie und Schäden, um Risikoänderungen zu verstehen.

 

Unsere eigene Klimastrategie bestimmt unser Handeln

Als (Rück-)Versicherer untersuchen wir alle Aspekte des Klimawandels, von den physikalischen und regulatorischen Folgen bis hin zu den relevanten technologischen Entwicklungen.

Risikobewertung führt zu mehr Transparenz

Die Erfassung und Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen ist für uns von zentraler strategischer Bedeutung. Nur mit einem guten Verständnis für die damit verbundenen Effekte auf unser Geschäft können wir tragfähige Risikotransferlösungen für unsere Kunden entwickeln und umsetzen.

Im Rahmen der Risikobewertung setzen wir uns intensiv mit den Empfehlungen der internationalen Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) auseinander. Diese gehen weit über eine reine Klimaberichterstattung hinaus. Zudem forcieren sie die ganzheitliche Einbeziehung von Risiken und Chancen aus dem Klimawandel und der emissionsarmen Wirtschaft in die Wertschöpfungskette von Unternehmen.

Neben risikomindernden Versicherungslösungen, die auf die Vermeidung von Verlusten und die Anpassung an den Klimawandel ausgerichtet sind, können wir unserer Meinung nach am besten Hebelwirkung entfalten, indem wir neuen klimafreundlichen Technologien zum Durchbruch verhelfen. Wir haben die Rolle des Enablers in den Bereichen Stromerzeugung, Verkehr, Energiespeicherung und industrielle Produktion übernommen. Und wir sehen große Chancen, Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wasserstoff- oder Methan-Brennstoffzellentechnologie sowie Offshore-Windparks bereitzustellen.

Gewitter
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Gewitter in Süddeutschland

Risikotransferlösungen bieten konkrete Hilfestellung und fördern innovative Technologien

Als Rückversicherer übernimmt Munich Re einen Teil der finanziellen Belastung der von Naturkatastrophen betroffenen Personen, so dass sie nach einem Schadensereignis schneller in ihr Alltagsleben zurückkehren können. Wir wollen eine präventive Rolle spielen und die Anpassungsmaßnahmen an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels verbessern. Wir brauchen weltweit einen neuen Ansatz, um die globale Erwärmung zu begrenzen, sei es in Bezug auf die Stromerzeugung auf der Grundlage erneuerbarer Energien, im Verkehr, in der Energiespeicherung oder in der industriellen Produktion. Munich Re will den Durchbruch dieser klimafreundlichen und nachhaltigen Technologien unterstützen. Versicherungslösungen, die vor spezifischen Risiken schützen, dadurch die Attraktivität der Technologien für Investoren erhöhen und deren Finanzierungsfähigkeit stärken, sind dabei eine Komponente.

Den Ansatz, neue Technologien zu fördern und klimaschädliche Technologien wo möglich abzulösen, untermauern wir auch mit unserer gruppenweiten Position zum Energieträger Kohle. Munich Re versichert in Industrieländern und auch in einem großen Teil der Schwellenländer keine Neubauten von Kohlekraftwerken oder -minen als Einzelrisiken. Wenige Ausnahmen kann es in Ländern geben, in denen ein erheblicher Anteil (mehr als 10 Prozent) der Bevölkerung noch keinen Zugang zu Strom hat. Diese werden einer Einzelfallprüfung unterzogen. In 2019 wurde die Erst- und Rückversicherung von individuellen Risiken für Projekte zur Ölsandgewinnung und die entsprechende Infrastruktur beendet. 

Assetmanagement nutzt Klimaschutzpotentiale

Um die Klimaziele von Paris zu unterstützen, und den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2°C zu begrenzen, ist Munich Re der „Net-Zero Asset Owner Alliance“ beigetreten und wird Kapitalanlagen bis zum Jahr 2050 klimaneutral stellen. 

Wir wollen mit unseren Investitionen die Nutzung von Zukunftstechnologien zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen unterstützen.  Im Auftrag von Munich Re investiert deshalb die MEAG weltweit in Infrastrukturprojekte wie Solar- und Windparks. Das investierte Kapital (Eigenkapital und Fremdkapital) in erneuerbare Energien beträgt ca. 1,6 Mrd. Euro und soll in den nächsten Jahren kontinuierlich auf bis zu 2,8 Mrd. Euro ausgebaut werden. In 2019 wurden ca. 1,3 Mrd. Euro in Green Bonds investiert. Diese Investitionen unterstützen auch die Abmilderung der Auswirkungen des Klimawandels. So konnten wir in unseren Anlagen in 2019 ca. 2,8 Millionen Megawattstunden grünen Strom erzeugen. Damit können über 700.000 Haushalte versorgt und ca. 800.000 Tonnen CO2 vermieden werden. 

Windpark offshore
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Solar- und Wind-Park

CO2-Neutralität unserer operativen Prozesse

Wir nutzen die Potenziale in unseren eigenen operativen  Prozessen für klimafreundliches Handeln. Seit 2015 ist der Geschäftsbetrieb der gesamten Gruppe CO2-neutral gestellt.  Nähere Informationen zu unserem Umweltmanagementsystem sowie den weiteren Aktivitäten finden sich im Abschnitt über Umweltschutz an Standorten.

Regenwald im Amazonas

Unser Engagement für den Schutz vor Klimarisiken

Munich Re engagiert sich seit vielen Jahren in nationalen und internationalen Gremien für den Klimaschutz, etwa im Umweltprogramm der Vereinten Nationen und im Global Climate Forum. Mit unserer Expertise wollen wir ein wertvoller Partner für politische Entscheidungsträger, Organisationen und andere Unternehmen sein.

Besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländern gilt es, die Anpassung an den Klimawandel durch versicherungsbezogene Risikomanagement-Mechanismen zu fördern. Munich Re unterstützt die InsuResilience-Initiative. Die im Jahr 2015 von den G7-Nationen ins Leben gerufene Vereinigung will bis 2020 zusätzlich 400 Millionen Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern Zugang zu Versicherungen gegen Wetter- und Klimarisiken verschaffen.
Bereits 2005 wurde auf Initiative von Munich Re und Vertretern der Weltbank, der Wissenschaft und von NGOs die Munich Climate Insurance Initiative (MCII) gegründet. Die MCII hat sich seither mit Vorschlägen zum Risikomanagement in die Welt-Klimaverhandlungen (COPs) eingebracht. Zudem hat sie den Diskurs über den Umgang mit Schäden durch den Klimawandel im Rahmen des UNFCCC-Programms „Loss and Damage“ und des „Warsaw International Mechanism“ fachlich unterstützt.
Im Fokus des Projekts Tackling Climate Change Together von Munich Re und ERGO steht die Förderung der Arbeit von Cleantech-Pionieren. Dabei konzentriert sich unser Engagement auf zwei Projekte: ein gemeinsam mit Climate-KIC aufgelegtes Accelerator-Programm für Start-ups und die Partnerschaft mit dem Unternehmen SOLARKIOSK.
Gemeinsam mit unserem Partner Climate-KIC, der größten öffentlich-privaten Klimainitiative in der EU, fördern wir klimafreundliche Technologien in einem sehr frühen Stadium. Das Accelerator-Programm richtet sich an Cleantech-Start-ups, deren Technologien und Geschäftsmodelle Antworten auf den Klimawandel geben. Munich Re und ERGO wählen Jungunternehmen aus, die 6 bis 18 Monate lang unterstützt werden. Die Förderung erfolgt finanziell wie auch in Form von Beratung durch Fachexperten, die als Mentoren die Unternehmen begleiten. Je nach Entwicklungsgrad des Start-ups ist die Förderung von der ersten Idee bis zur Marktreife und darüber hinaus möglich. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Projektwebsite.
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