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Lösungsorientierte Antworten auf den Klimawandel

Der vom Menschen angetriebene Klimawandel ist heute bereits Realität. Das ist der aktuelle Stand der Wissenschaft. Global betrachtet gehörte das Jahr 2018 zu den vier wärmsten seit Beginn der Klimabeobachtung. Die mittlere Temperatur der Land- und Meeresoberflächen lag beinahe 1° C über dem Mittel der vorindustriellen Zeit. Neun der zehn wärmsten Jahre fallen in den Zeitraum seit 2005.

Die Auswirkungen des Klimawandels betreffen die Versicherungswirtschaft direkt. Extreme Wetterereignisse führen zu hohen materiellen Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen sowie erheblichen Ertragseinbußen in der Landwirtschaft. Zu Verletzten und Todesopfern kommt es besonders in Gebieten, in denen die Risikoprävention noch am Anfang steht.

Bereits heute ist entschlossenes Handeln zwingend notwendig, um die Erderwärmung auf unter 2° C zu begrenzen. Zu diesem von der Weltklimakonferenz in Paris beschlossenen Ziel bekennt sich auch Munich Re und verpflichtet sich, einen eigenständigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Unsere eigene Klimastrategie bestimmt unser Handeln

Als (Rück-)Versicherer untersuchen wir alle Aspekte des Klimawandels, von den physikalischen und regulatorischen Folgen bis hin zu den relevanten technologischen Entwicklungen.

Risikobewertung führt zu mehr Transparenz

Die Erfassung und Bewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen ist für uns von zentraler strategischer Bedeutung. Nur mit einem guten Verständnis für die damit verbundenen Effekte auf unser Geschäft können wir tragfähige Risikotransferlösungen für unsere Kunden entwickeln und umsetzen.

Im Rahmen der Risikobewertung setzen wir uns intensiv mit den Empfehlungen der internationalen Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) auseinander. Diese gehen weit über eine reine Klimaberichterstattung hinaus. Zudem forcieren sie die ganzheitliche Einbeziehung von Risiken und Chancen aus dem Klimawandel und der emissionsarmen Wirtschaft in die Wertschöpfungskette von Unternehmen.

Gewitter
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Gewitter in Süddeutschland

Risikotransferlösungen bieten konkrete Hilfestellung und fördern innovative Technologien

Solarmodul
Den Ansatz, neue Technologien zu fördern und klimaschädliche Technologien wo möglich abzulösen, untermauern wir auch mit unserer gruppenweiten Position zum Energieträger Kohle. Diese haben wir sowohl in unserer Responsible Investment Guideline als auch in unseren Underwriting Guidelines verankert. Danach wird Munich Re in Industrieländern und auch in einem großen Teil der Schwellenländer keine Neubauten von Kohlekraftwerken oder -minen als Einzelrisiken mehr versichern. Wenige Ausnahmen kann es in Ländern geben, in denen ein erheblicher Anteil (mehr als 10 Prozent) der Bevölkerung noch keinen Zugang zu Strom hat. In solchen Ländern werden diese Fälle anhand klarer Kriterien geprüft. Seit September 2018 investiert Munich Re weder in Aktien noch in Anleihen von Unternehmen, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen.

Assetmanagement nutzt Klimaschutzpotentiale

Der Ausbau unserer Investitionen in erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte trägt zur Anpassung an den Klimawandel und Abmilderung seiner Folgen bei. Ende 2018 betrug das in erneuerbare Energien wie Solar- und Windparks investierte Kapital rund 1,6 Mrd. Euro. Unser langfristiges Ziel ist der Ausbau auf 2,8 Mrd. Euro. Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich im Kapitel CR in der Kapitalanlage.

Windpark offshore
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Offshore Wind-Park

CO2-Neutralität unserer Geschäftsprozesse

Wir nutzen die Potenziale in unseren eigenen unternehmerischen Prozessen für klimafreundliches Handeln. Seit 2015 ist der Geschäftsbetrieb der gesamten Gruppe CO2-neutral gestellt.  Nähere Informationen zu unserem Umweltmanagementsystem sowie den weiteren Aktivitäten finden sich im Abschnitt über Umweltschutz an Standorten.

Regenwald im Amazonas

Unser Engagement für den Schutz vor Klimarisiken

Munich Re engagiert sich seit vielen Jahren in nationalen und internationalen Gremien für den Klimaschutz, etwa im Umweltprogramm der Vereinten Nationen und im Global Climate Forum. Mit unserer Expertise wollen wir ein wertvoller Partner für politische Entscheidungsträger, Organisationen und andere Unternehmen sein.

Besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländern gilt es, die Anpassung an den Klimawandel durch versicherungsbezogene Risikomanagement-Mechanismen zu fördern. Munich Re unterstützt die InsuResilience-Initiative. Die im Jahr 2015 von den G7-Nationen ins Leben gerufene Vereinigung will bis 2020 zusätzlich 400 Millionen Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern Zugang zu Versicherungen gegen Wetter- und Klimarisiken verschaffen.
Bereits 2005 wurde auf Initiative von Munich Re und Vertretern der Weltbank, der Wissenschaft und von NGOs die Munich Climate Insurance Initiative (MCII) gegründet. Die MCII hat sich seither mit Vorschlägen zum Risikomanagement in die Welt-Klimaverhandlungen (COPs) eingebracht. Zudem hat sie den Diskurs über den Umgang mit Schäden durch den Klimawandel im Rahmen des UNFCCC-Programms „Loss and Damage“ und des „Warsaw International Mechanism“ fachlich unterstützt.
Im Fokus des Projekts Tackling Climate Change Together von Munich Re und ERGO steht die Förderung der Arbeit von Cleantech-Pionieren. Dabei konzentriert sich unser Engagement auf zwei Projekte: ein gemeinsam mit Climate-KIC aufgelegtes Accelerator-Programm für Start-ups und die Partnerschaft mit dem Unternehmen SOLARKIOSK.
Gemeinsam mit unserem Partner Climate-KIC, der größten öffentlich-privaten Klimainitiative in der EU, fördern wir klimafreundliche Technologien in einem sehr frühen Stadium. Das Accelerator-Programm richtet sich an Cleantech-Start-ups, deren Technologien und Geschäftsmodelle Antworten auf den Klimawandel geben. Munich Re und ERGO wählen Jungunternehmen aus, die 6 bis 18 Monate lang unterstützt werden. Die Förderung erfolgt finanziell wie auch in Form von Beratung durch Fachexperten, die als Mentoren die Unternehmen begleiten. Je nach Entwicklungsgrad des Start-ups ist die Förderung von der ersten Idee bis zur Marktreife und darüber hinaus möglich. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Projektwebsite.
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