Risiken durch Naturkatastrophen

Die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen nehmen tendenziell zu

Naturkatastrophen zerstören weltweit jedes Jahr Werte in mehrstelliger Milliardenhöhe. Oft ist nur ein kleinerer Teil versichert. Die Versicherungslücke ist zwar in den letzten Jahren in Industrieländern kleiner geworden, in Entwicklungs- und Schwellenländern ist sie dagegen unverändert: Bei vielen Schadenereignissen bleiben die betroffenen Menschen und Unternehmen fast vollständig auf ihren Verlusten sitzen und sind auf Spendengelder angewiesen.

4.800
Mrd. US$
Gesamtschäden aus Naturkatastrophen weltweit seit 1980 - Mehr als 70 Prozent waren nicht versichert

Für Versicherer ist tiefes Wissen über die Risiken und ihre Veränderungen zwingend, um extreme Risiken bewerten und neue Versicherungslösungen entwickeln zu können.

Für die Bewertung von Trends und Risiken von Naturgefahren ist also die Erforschung der naturwissenschaftlichen Zusammenhänge und die Analyse entsprechender hochaufgelöster Daten unerlässlich.

Naturkatastrophen-Research seit fast fünf Jahrzehnten

Als in den 1970er-Jahren der Trend zu immer höheren Gesamt- und versicherten Schäden durch Naturkatastrophen deutlich wurde, erkannte Munich Re früh den erhöhten Bedarf an Fachexpertise. Seitdem analysieren und bewerten erfahrene Naturwissenschaftler und Versicherungsexperten das gesamte Spektrum der Elementargefahren von Wirbelstürmen, Schwergewittern oder Hochwasser bis hin zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. 

Im engen Austausch mit dem Risikomanagement von Munich Re und einem weltweiten Netzwerk von Experten und Forschungseinrichtungen stellen wir sicher, dass Risikoanalysen auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft sind. Sie bilden die Grundlage für Risikomodelle, das Angebot an Naturgefahren-Deckungen für unsere Kunden und die Entwicklung neuartiger Versicherungslösungen.

Eine stärkere Verbreitung von Versicherung trägt dazu bei, dass Menschen, Unternehmen und ganze Volkswirtschaften nach Katastrophen finanziell schneller auf die Beine kommen.
Joachim Wenning
Munich Re
CEO

Schäden durch Naturkatastrophen

Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen und Dürren – die Zahl der registrierten Schadenereignisse aus Naturkatastrophen steigt seit Jahren. Die gesamtwirtschaftlich teuerste Naturkatastrophe überhaupt war das Tohoku-Erdbeben am 11. März 2011 in Japan mit einem Gesamtschaden von 210 Milliarden US-Dollar. Bei den versicherten Schäden führt bis heute Hurrikan Katrina, der im August 2005 New Orleans traf, mit 60,5 Milliarden US-Dollar (in Originalwerten) die Liste der teuersten Naturkatastrophen an. 

Naturkatastrophen nehmen zu - Zahl der relevanten Schadenereignisse 1980–2018

Großer Teil der Naturkatastrophenschäden bleibt unversichert

Von den Naturkatastrophenschäden war zu Beginn der 1980er-Jahre selbst in hochentwickelten Industrieländern nur rund ein Viertel versichert, heute ist es im Mittel immer noch weniger als die Hälfte. In Entwicklungs- und Schwellenländern ist dagegen die Situation seit Jahrzehnten unverändert: Nach wie vor liegt der versicherte Anteil bei weit unter 10 Prozent, oft bei nahe Null. Dabei könnte eine stärkere Verbreitung von Versicherung dazu beitragen, dass gerade Schwellenländer ökonomische Schocks nach Naturkatastrophen besser verkraften. Munich Re leistet auf diesem Gebiet nicht nur wichtige Beiträge zur Forschung, sondern entwickelt innovative Versicherungslösungen - auch gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Partnern im öffentlichen Bereich und supranationalen Organisationen. Unsere Expertise findet auch Eingang in die Entwicklung von Präventivmaßnahmen sowie in Projekten zu Hilfe zur Selbsthilfe.

Naturkatastrophen verursachten Schäden von rund 4.800 Mrd. US$ seit 1980

Meteorologische Ereignisse dominieren sowohl die Gesamtschäden ...

... als auch die weltweiten versicherten Schäden aus Naturkatastrophen

Die Herausforderung: Von der Wissenschaft zur Versicherung

Munich Re identifiziert und analysiert Risiken sowie sich ändernde oder neu aufkommende Gefahren durch Naturereignisse. Dazu gehören Veränderungen aus natürlicher Klimavariabilität sowie dem Klimawandel ebenso wie Gefahren, die in heutigen Risikomodellen noch nicht ausreichend abgebildet sind. Ziel ist es, das Schadenpotenzial von Naturgefahren richtig zu bewerten und Informationen über Änderungen frühzeitig für unser eigenes Risikomanagement und für unsere Kunden nutzbar zu machen.

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2017 war ein Weckruf. Nach mehreren schadenärmeren Jahren verursachten Naturkatastrophen Gesamtschäden von 340 Milliarden US-Dollar. Versicherer mussten die Rekordsumme von 138 Milliarden US-Dollar aufbringen.
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Ernst Rauch
Leiter Climate & Public Sector Business Development
Alexander Allmann
Geophysiker und Erdbebenexperte
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