Pressemitteilung: Munich Re entwickelt Deckungen für neue Risiken – zugleich zeigt Hurrikan Harvey auch Unterversicherung bei Naturkatastrophen

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10. September 2017 | Rückversicherung

Pressemitteilung

Munich Re entwickelt Deckungen für neue Risiken – zugleich zeigt Hurrikan Harvey auch Unterversicherung bei Naturkatastrophen

Munich Re kombiniert tiefgreifendes Risikowissen mit innovativen Technologien und Versicherungslösungen, um den Wandel der Versicherungswirtschaft zu gestalten. Die aktuellen Naturkatastrophen in den USA und Indien zeigen zudem schmerzhaft die signifikante Unterversicherung im Elementarschadenbereich.

Die Anforderungen an Versicherer ändern sich rasant, nicht aber ihre grundlegende Aufgabe: Werte absichern, damit Wohlstand entstehen kann und Lebensgrundlagen erhalten bleiben. Durch neue Technologien entstehen neue Möglichkeiten, dieser Rolle gerecht zu werden. Neben dem reinen Schadenersatz steigt die Bedeutung von Schadenverminderung oder
-vermeidung.

Torsten Jeworrek, im Vorstand von Munich Re zuständig für die Rückversicherung: „Risiken einschätzen, managen und übernehmen, um wirtschaftliches Handeln zu ermöglichen – das ist und bleibt unsere wichtigste Rolle. Aufbauend auf unseren Kernkompetenzen, entwickeln wir Lösungen für neue Risiken und neue Kundengruppen und nutzen dabei modernste Technologien. So treffen wir den Nerv unserer Kunden auch in Zukunft.“

Zugleich sind Schäden aus Naturkatastrophen weltweit und selbst in hoch entwickelten Märkten zu einem großen Teil nicht versichert. Auch ohne die genauen Schäden aus Harvey und den schweren Monsunüberschwemmungen in Indien schon beziffern zu können, ist bereits heute klar, dass hier eine signifikante Lücke aus ökonomischen und versicherten Schäden klafft. Um die sehr erheblichen Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen zu mindern, sind Staat und private Versicherungswirtschaft aufgefordert, Lösungen zu finden: Der Staat durch ausreichende Schadenprävention und Vorgaben wie Baustandards und vorausschauende Stadtentwicklung, die Versicherungswirtschaft durch intelligente Deckungskonzepte und die Entwicklung neuer Produkte.

Neben rein privatwirtschaftlichen Deckungen aus der Versicherungsindustrie gibt es auch gute Beispiele für öffentlich-private Partnerschaften (PPP), wie Flood Re, der staatlich organisierte Versicherungspool für Überschwemmungsrisiken in Großbritannien, sowie das National Flood Insurance Programme (NFIP) inden USA. In diese PPP bringen Erst- und Rückversicherer ihr Risikowissen, ihre Kapitalstärke sowie ihre Infrastruktur für Vertrieb und Schadenbearbeitung ein. Diese Lösungen bieten Versicherungsnehmern mehr Optionen für ihren Versicherungsschutz, fördern den Hochwasserschutz und festigen damit die Basis für ein verbessertes Risikomanagement.

Ein anderes Großrisiko, das nicht nur Menschenleben, sondern auch Volkswirtschaften bedroht, sind Epidemien. Wie die Ebola-Epidemie in Westafrika 2014 gezeigt hat, stehen vor allem in Entwicklungsländern nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um rasch geeignete Maßnahmen für die medizinische Versorgung und die Eindämmung einer Epidemie zu gewährleisten. Munich Re hat mit der Weltbank, der Weltgesundheitsorganisation und Unternehmen des Finanzsektors die erste Versicherungslösung entwickelt, die Epidemierisiken in Entwicklungsländern deckt und damit die Ausbreitung begrenzen sowie die Entstehung von Pandemien verhindern soll. Die neuartige Pandemic Emergency Financing Facility (PEF) soll rasche erste Hilfszahlungen für Entwicklungsländer ermöglichen, die von einem Krankheitsausbruch mit Risiko einer Pandemie betroffen sind.

Regierungen nutzen zunehmend die Kompetenz und Finanzkraft der Versicherungswirtschaft, um nach großen Schadenereignissen schnelle Hilfe zu erhalten. Jeworrek: „Vor allem wirtschaftlich schwächere Länder werden durch Naturkatastrophen oder andere Großschadenereignisse immer wieder in ihrer Entwicklung über Jahre zurückgeworfen. Hier gilt es im Zusammenwirken von Staat und Privatwirtschaft Lösungen zu finden, die Risiken reduzieren, um den Wohlstand in diesen Ländern zu festigen.“

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Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die Gruppe, die Erst- und Rückversicherung unter einem Dach kombiniert, einen Gewinn in Höhe von 2,6 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit über 43.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 28 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Den Großteil ihrer Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re in der ERGO. ERGO ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist ERGO in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. 2016 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 16,0 Mrd. € ein. Die weltweiten Kapitalanlagen (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) von Munich Re in Höhe von 219 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.


Disclaimer
Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.


Monte Carlo, den 10. September 2017

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
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