Fort McMurray-Feuer: Feuersbrunst in Kanadas Wäldern

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4. Januar 2017 | Naturkatastrophen 2016

Fort McMurray-Feuer: Feuersbrunst in Kanadas Wäldern

Der zwei Monate andauernde Waldbrand bei Fort McMurray nahe der großen Ölsand-Förderanlagen der Provinz Alberta verursachte den bislang teuersten versicherten Schaden im kanadischen Markt.

Der verheerende Waldbrand wurde vermutlich durch Menschen ausgelöst, aber durch einen trockenen und milden Winter sowie ein außergewöhnlich warmes Frühjahr begünstigt. Das Feuer entzündete sich am 1. Mai 2016. Ausgangspunkt war der nördliche Nadelwald Kanadas, dessen Vegetation durch die ungewöhnliche Trockenheit leicht entzündlich war. Durch starke Winde und überdurchschnittliche Tagestemperaturen von mehr als 30°C geriet der Brand schnell außer Kontrolle und erreichte schließlich Fort McMurray. Die 80.000 Einwohner der Stadt wurden komplett evakuiert. Rund 2.400 Gebäude, etwa 10% der Stadt, wurden zerstört. Damit nicht genug: Fort McMurray liegt inmitten der größten Ölsandlagerstädte Albertas. Durch die Feuergefahr ruhte die Ölförderung in der Region für Wochen.

Von dem Feuer waren 590.000 Hektar Fläche betroffen, ein Gebiet doppelt so groß wie Luxemburg. Erst Anfang Juli war der Brand unter Kontrolle. Das Fazit: Der kostspieligste Waldbrand weltweit und die bisher teuerste Naturkatastrophe für den kanadischen Versicherungsmarkt.

Der gewaltige Schaden verdeutlicht, wie das Waldbrandrisiko in der Region zugenommen hat. Wegen der steigenden Förderung von Ölsand ist die abgelegene Stadt Fort McMurray seit den 1970er-Jahren stark gewachsen. Es kam zu einer Anhäufung von Werten in den gefährdeten Gebieten in unmittelbarer Nähe des Waldes. Für das Risikomanagement der Versicherer werden Waldbrände als Naturkatastrophe zukünftig eine noch bedeutendere Rolle spielen.


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