Munich Re mit Gewinn von 436 Mio. € im 1. Quartal 2016 – veränderte Ergebniserwartung von 2,3 Mrd. € für Gesamtjahr 2016

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10. Mai 2016 | Die Gruppe

Pressemitteilung

Munich Re mit Gewinn von 436 Mio. € im 1. Quartal 2016 – veränderte Ergebniserwartung von 2,3 Mrd. € für Gesamtjahr 2016

Munich Re ist mit einem Quartalsgewinn von 436 Mio. € (Vorjahresquartal: 790 Mio. €) in das Jahr 2016 gestartet. Für das gesamte Jahr strebt Munich Re nun einen Gewinn von 2,3 Mrd. € an; bisher war Munich Re von einer Spanne von 2,3 bis 2,8 Mrd. € ausgegangen.

Finanzvorstand Jörg Schneider betonte: „Das Ergebnis des 1. Quartals liegt unter unserer Erwartung. Die ersten drei Monate waren zwar geprägt von einer zufallsbedingt unterdurchschnittlichen Belastung durch Großschäden. Allerdings hatten wir hohe Belastungen bei unserem Kapitalanlageergebnis zu verkraften.“ Mit Blick auf die Gewinnprognose für 2016 erklärte Schneider: „Die Gewinneinbußen im 1. Quartal dämpfen unseren Optimismus für das Jahresergebnis. Zunehmend deutlich zeichnen sich hohe Aufwendungen für die Umsetzung des ERGO Strategieprogramms ab. Deren Betrag steht noch nicht fest, aber ERGO wird voraussichtlich kein positives Jahresergebnis ausweisen. Mit Blick auf die Belastungen erwarten wir für den Konzern nun ein Ergebnis, das mit 2,3 Mrd. € am unteren Ende unserer ursprünglichen Ergebnisspanne liegt.“ Über Details des ERGO Strategieprogramms soll im Juni berichtet werden.

Das Quartalsergebnis war geprägt von einem niedrigeren Ergebnis aus Kapitalanlagen. Dabei entwickelten sich die Kapitalanlageergebnisse in den Geschäftsfeldern von Munich Re aufgrund der von den verschiedenen Geschäftsmodellen geprägten Anlagestrategien unterschiedlich. Während bei ERGO Leben/Gesundheit die Derivate zur Zinsabsicherung wegen des gesunkenen Zinsniveaus hohe Erträge aufwiesen, waren die Kapitalanlageergebnisse der anderen Segmente durch Verluste im Aktienportfolio belastet.

Zusammenfassung der Zahlen des 1. Quartals 2016
Das operative Ergebnis lag mit 726 (995) Mio. € unter dem des Vorjahresquartals. Das sonstige nicht operative Ergebnis fiel vor allem wegen Währungseinflüssen um 88 Mio. € auf -82 (6) Mio. €. Der Ertragsteueraufwand betrug -157 (-151) Mio. €. Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Jahresende vor allem dank des Zuwachses der bilanzierten unrealisierten Gewinne aus Kapitalanlagen um 2,7 % auf 31.794 (30.966) Mio. € – trotz Aktienrückkäufen von 235 Mio. € und negativer Währungseffekte von 660 Mio. €.

Annualisiert lag die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (RoRaC) bei 7,3 %; auf das gestiegene gesamte Eigenkapital wurde eine Rendite (RoE) von 5,6 % verdient. Die gebuchten Bruttobeiträge fielen um 4,0 % auf 12.511 (13.038) Mio. €. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das Beitragsvolumen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,0 % gesunken.

Rückversicherung: Ergebnis von 445 Mio. €
Das Geschäftsfeld Rückversicherung steuerte zum Konzernergebnis 445 (668) Mio. € bei. Das operative Ergebnis fiel um 243 Mio. € auf 514 Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge fielen um 3,9 % auf 6.733 (7.009) Mio. €.

Das Lebens-Rückversicherungsgeschäft trug zum Konzernergebnis 20 (70) Mio. € bei und lag damit unter den Erwartungen. Während der Schadenverlauf grundsätzlich sehr zufriedenstellend war, haben einzelne höhersummige Schäden das Ergebnis zufallsbedingt belastet.

Die Schaden- und Unfallrückversicherung erzielte in den ersten drei Monaten einen Ergebnisbeitrag von 425 (598) Mio. €. Die Schaden-Kosten-Quote lag mit 88,4 (92,3) % der verdienten Nettobeiträge deutlich unterhalb der von Munich Re angestrebten Marke von rund 98 %. Da die Schadenmeldungen für die sogenannten Basisschäden früherer Jahre insgesamt weiterhin spürbar unter dem erwarteten Niveau liegen, konnten Rückstellungen in Höhe von rund 250 Mio. € aufgelöst werden; dies entspricht 6,0 Prozentpunkte der Schaden-Kosten-Quote. Auch weiterhin strebt Munich Re an, Rückstellungen für neu auftretende Schäden insgesamt am oberen Rand angemessener Einschätzungsspielräume festzusetzen, so dass spätere Gewinne aus der Auflösung eines Teils dieser Rückstellungen möglich sind.

Die Gesamtbelastung durch Großschäden betrug im 1. Quartal zufallsbedingt unterdurchschnittliche -100 (-255) Mio. €. Die Schäden aus Naturkatastrophen machten +11 (-66) Mio. € aus, die von Menschen verursachten Großschäden -111 (-189) Mio. €, das sind -0,3 bzw. 2,7 % der verdienten Nettobeiträge. Der größte von Menschen verursachte Einzelschaden war mit -37 Mio. € ein Feuer in einem Wasserkraftwerk.

Bei der Erneuerungsrunde zum 1. April 2016 hielt der Druck auf Preise und Bedingungen weiter an. Munich Re blieb bei ihrem konsequenten Zyklusmanagement. Zum 1. April 2016 stand ein Vorjahresgeschäftsvolumen von rund 1,2 Mrd. € zur Erneuerung an, gegenüber 9,1 Mrd. € im Januar. Ungefähr ein Fünftel davon betraf den japanischen Markt, weitere rund 60 % entfielen auf Nordamerika und weltweites Geschäft. Mit leicht über 30 % wurde ein hoher Anteil von Naturkatastrophen-Geschäft erneuert, bei dem der Preisdruck besonders spürbar ist. Der Preisrückgang fiel deshalb mit -1,5 % stärker aus als im Januar, war jedoch deutlich weniger ausgeprägt als bei der Erneuerung im April 2015. Auf einzelnen Märkten konnten selektiv Chancen genutzt werden, darunter auch einige strukturierte Großverträge. Das Prämienvolumen stieg daher deutlich auf rund 1,9 Mrd. € an.

Zum 1. Juli 2016 steht hauptsächlich Vertragsgeschäft auf dem US-Markt, in Australien und Lateinamerika mit einem Vorjahresgeschäftsvolumen von ca. 2,3 Mrd. € zur Erneuerung an, davon ungefähr 20 % Naturkatastrophendeckungen. Munich Re erwartet, dass das Umfeld wettbewerbsintensiv bleibt, sollten größere Schadenereignisse ausbleiben.

ERGO: Ergebnis von -25 Mio. €
Im 1. Quartal verzeichnete Munich Re im Geschäftsfeld ERGO einen Verlust von -25 (102) Mio. €. Die drei Erstversicherungssegmente waren dabei durch unterschiedliche Einmaleffekte belastet. Das operative Ergebnis fiel um 11,6 % auf 192 (217) Mio. €. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment Schaden/Unfall Deutschland stieg in den ersten drei Monaten auf 98,6 (98,1) %; die Geschäftsausweitung in der Title Insurance (Rechtstitelversicherung) in Großbritannien führte zu einem Anstieg. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment International verbesserte sich hingegen im selben Zeitraum auf 93,2 (98,7) %.

Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten hinweg fielen im 1. Quartal 2016 um 2,3 % und beliefen sich auf 4.756 (4.870) Mio. €; die gebuchten Bruttobeiträge fielen in den ersten drei Monaten um 2,0 % auf 4.495 (4.585) Mio. €. Im Segment Leben/Gesundheit Deutschland sanken die Bruttobeiträge um 3,3 % auf 2.333 (2.412) Mio. €. Im Segment Schaden/Unfall Deutschland stiegen sie leicht auf 1.219 (1.193) Mio. €. Im Segment International fielen sie um 3,8 % auf 943 (980) Mio. €.

Munich Health: Gewinn von 16 Mio. €
Das Geschäftsfeld Munich Health verzeichnete von Januar bis März einen Gewinn von 16 (21) Mio. €. Das operative Ergebnis fiel auf 20 (21) Mio. €. Die gebuchten Bruttobeiträge von Munich Health sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 11,1 % auf 1.283 (1.443) Mio. €. Verantwortlich für den Umsatzrückgang waren die Verringerung der Beteiligung an einem großen Rückversicherungsvertrag und negative Wechselkurseffekte, insbesondere beim kanadischen Dollar. Die Schaden-Kosten-Quote lag bei 100,2 (100,4) %.

Kapitalanlagen: Kapitalanlageergebnis bei 1.572 Mio. €
Der Bestand an Kapitalanlagen (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) fiel zum 31.3.2016 im Vergleich zum Jahresende 2015 zu Buchwerten auf 214.828 (215.093) Mio. € (zu Marktwerten: 232.941 Mio. €, Vorjahreswert: 230.529 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem auf Währungseffekte zurückzuführen, die die Wertgewinne der festverzinslichen Wertpapiere übertrafen.

Das Kapitalanlageergebnis der Gruppe (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) sank auf 1.572 (1.820) Mio. €. Zwar wirkten sich Wertveränderungen von Derivaten aus dem Zinsabsicherungsprogramm der ERGO in den ersten drei Monaten mit 267 (213) Mio. € positiv aus; insgesamt lag der Saldo der Wertveränderungen auf alle Derivate nur bei 74 (-706) Mio. €. Der Saldo von Veräußerungsgewinnen und -verlusten ohne Derivate sank deutlich auf rund 218 (998) Mio. €. Diese Verschlechterung ergab sich insbesondere aus einer geringeren Gewinnrealisierung bei festverzinslichen Wertpapieren und Aktien sowie Veräußerungsverlusten beim Abbau von High-Yield-Unternehmensanleihen. Zudem verzeichnete Munich Re bei den Zu- / Abschreibungen auf nichtderivative Kapitalanlagen im abgelaufenen Quartal per Saldo mit -219 (-152) Mio. € höhere Abschreibungen als im Vergleichszeitraum. Dies betraf vor allem den Aktienbestand.

Das Kapitalanlageergebnis entspricht insgesamt einer Rendite von 2,7 %, bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Die Aktienquote fiel zum 31.3.2016 auf 3,9 % (31.12.2015: 4,8 %), einschließlich aktienbezogener Derivate.

Vermögensverwalterin der Gruppe ist die MEAG. Sie betreute zum 31.3.2016 neben den konzerneigenen Kapitalanlagen für Dritte ein Volumen von 14,4 (14,1) Mrd. €.

Ausblick 2016: Konzernziel von 2,3 Mrd. €
Die Erwartungen für 2016 haben sich im Vergleich zu den Angaben des im März veröffentlichten Geschäftsberichts 2015 verändert. In der Schaden- und Unfallrückversicherung ging Munich Re noch im März von einer Schaden-Kosten-Quote von rund 98 % der verdienten Nettobeiträge aus, nun wird eine Quote von rund 95 % erwartet. Diese Anpassung resultiert zum einen daraus, dass nicht nur bis Februar, sondern auch im März und April wenig Großschäden anfielen. Zum anderen blieben die Kundenmeldungen für Schäden früherer Jahre erneut deutlich unter den Erwartungen, so dass Munich Re nun mit einer Rückstellungsauflösung für Schäden aus früheren Jahren in Höhe von rund 6 statt bisher 4 Prozentpunkten rechnet.

Für das Konzernergebnis war Munich Re im Ausblick zum Jahresbeginn von einer Spanne zwischen 2,3 und 2,8 Mrd. € ausgegangen. Mit 2,3 Mrd. € erwartet Munich Re nun ein Ergebnis, das am unteren Ende der ursprünglich prognos-tizierten Ergebnisspanne liegt. In der geänderten Zielgröße sind mögliche Aufwendungen für die Umsetzung des ERGO Strategieprogramms nunmehr bereits berücksichtigt. Das Ergebnis der ERGO wird von diesen Belastungen geprägt sein.

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Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die Gruppe, die Erst- und Rückversicherung unter einem Dach kombiniert, einen Gewinn in Höhe von 3,1 Mrd. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf über 50 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit über 43.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 28 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Den Großteil ihrer Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re in der ERGO. ERGO ist eine der führenden Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist ERGO in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet ein umfassendes Spektrum an Versicherungen, Vorsorge und Serviceleistungen. 2015 nahm ERGO Beiträge in Höhe von 17,9 Mrd. € ein. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt Munich Re ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen (ohne Kapitalanlagen mit Versicherungsbezug) von Munich Re in Höhe von 215 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.


Disclaimer
Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Munich Re beruhen. Bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung, insbesondere die Ergebnisse, die Finanzlage und die Geschäfte unserer Gesellschaft wesentlich von den hier gemachten zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.


München, 10. Mai 2016

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Aktiengesellschaft in München
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